Zitat von Razor_cgn: Die Red-Pill ist eine ständig weiter wachsende Ansammlung von Studien zum Thema Intersexuelle Dynamik zwischen Mann und Frau
Wir wissen beide, dass das nicht stimmt.
Neulich erst wieder ein sehr schöner Artikel aus den USA zu den Red Pill Auswirkungen in Australien.
https://nypost.com/2025/04/20/lifestyle...-pill-man/Weil nicht jeder gerne Google translate anwirft: In Australien leben aktuell 330.000 mehr Frauen als Männer und dennoch bleiben immer mehr Männer dort unfreiwillig Single, weil Frauen lieber Single bleiben, als misogyn eingestellte Männer zu daten.
Zitat von Avalona: Ich halte das für eine Blase
In dieser extremen Form, in der Ben, Blindfisch und Razr das ausleben, sicherlich. Aber weit verbreitet sind mittlerweile das 1-10 Rating von Menschen und die Theorie, dass 80% der Frauen auf 20% der Männer stehen. Und diese beiden Theorien stammen direkt aus der Incel-Blase und haben sich über Red Pill in die Gesellschaft verbreitet.
Ich habe beruflich mit vielen konservativen Männern zwischen 35 und 55 zu tun und dort sind Sprüche, die aus der Manosphäre stammen, weit verbreitet und werden für wissenschaftliche Erkenntnisse gehalten, ohne die Quelle oder den Wahrheitsgehalt jemals hinterfragt zu haben. Alle diese Theorien lassen die Männer wirkmächtig über Frauen erscheinen und bedienen den männlichen Egoismus in einer Beziehung, was natürlich sofort auch auf Normalomänner einen gewissen Reiz ausübt.
Zitat von NurBen: Sprich, den Typen vor dir hat sie so rangelassen, aber dich lässt sie warten.
Also besteht der Anspruch eines jeden Mannes auf Gleichbehandlung? Hat sich eine Frau zuvor "billiger hingegeben" als heute, dann liegt das nicht daran, dass ihr Vertrauen missbraucht wurde und sie nun vorsichtiger ist, oder der andere Mann charmanter und zugewandter war. Nein, es liegt ausschließlich daran, dass der Wert des Vorgängers höher und die Anziehung stärker war und die Frau den zweiten Mann deshalb gar nicht mehr respektieren oder gar lieben kann und ihn nur verarscht?
Dieses Anspruchsdenken gepaart mit wüsten Unterstellungen, die alle nur an das Ziel führen, dass man(n) entweder bekommt, was man will, wenn man es will, oder die Frau "for the streets" ist und Schlechtbehandlung verdient hat, ist schon erstaunlich. Und das alles nur, weil Mutter Natur das angeblich seit der Steinzeit so für Männer und Frauen vorgesehen hat. Wie bequem.
Und das hier
Zitat von NurBen: Warum solltet ihr es auch einfacher haben
passt genau in diese feindselige Sichtweise. Klingt als hätten Frauen was bei Dir gut zu machen und dürften es auf keinen Fall besser haben als Du, selbst wenn sie es sich selbst verdient haben.
Meine damaligen OD-Profile waren provokant progressiv formuliert, damit sich kein "traditioneller" Mann aus Versehen zu mir verirrt.
Nur scheint genau das einen "Jagdreiz" bei regressiven Männern auszulösen, für die es eine Herausforderung war, "so eine" zu knacken und zu dominieren und zu ihrer "eigentlichen Natur" zu "führen". Ich wurde zur Höflichkeit erzogen und hab daher anfänglich Männern, die mir mehr als einen Dreizeiler geschrieben haben, auch geantwortet und bei offensichtlichem Mismatch höflich abgesagt. Und nur etwa 1/3 der der konservativen Männer konnte es damit auf sich beruhen lassen. 2/3 mussten nochmal nachfassen und mir erzählen, was ich alles bei ihnen verpasse und was mir "blüht", wenn ich so einem "guten Mann" wie ihnen "keine Chance" gebe, weil ich ja auch keine 25 mehr sei und auch kein Top Model etc. pp. Ich bin damals fast vom Stuhl gefallen und hab das mit dem Beantworten aller Anfragen schnell sein lassen.
Dieses Anspruchsdenken, dass wenn man sich selbst zu einer (nach Selbstwahrnehmung) 6 von 10 optimiert hat und der Partnerin ein Leben in einer Versorgerehe bietet, sich gefälligst alle 6/10-Frauen für einen zu interessieren hätten, klang deutlich durch. Und dass viele dieser Männer ein großes Hühnchen mit der Damenwelt zu rupfen haben und es jetzt angemessen fänden, wenn die Frauen erstmal ihnen was bieten und sich um sie bemühen, statt sie auf den ersten Blick ins Profil abzulehnen, weil ja Aussehen, Beruf/Einkommen und Nationalität oder Haus oder FeWo auf Mykonos oder sonstwas geboten wird, auch.
Da klang durch: Jetzt hab ich doch die letzten 15 Jahre immer alles gemacht, von dem die anderen Männer oder Statistiken behauptet haben, dass Frauen darauf stehen. Wieso lehnt mich denn jetzt eine, die ich haben will, ab. Die steht mir doch zu. Was bildet die Kuh sich ein?! Glaubt die, dass sie was besseres verdient hat? Und wieso sehe ich Männer, die nicht so toll sind wie ich, mit einer Frau am Arm und Ring an der Hand? Warum kapieren die Frauen nicht, dass es besser für sie wäre, sich "richtig" zu verhalten und einen dieser "guten Männer" zu wählen?
Dabei vergessen die völlig:
Wer f*cken will, muss freundlich sein.
Und wer eine Partnerin will, muss Frauen mögen.