Die ganze Geschichte ist ein halbes Jahr her

ike

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Hallo Ihr alle da draußen,

ich bin zufällig über dieses Forum gestolpert und wollte euch einmal meine Situation erklären.

Ich bin zwar noch recht jung, doch ich denke das tut hier nichts zur sache.
Vor etwa einem halben Jahr hat mich der Mann verlassen, von dem ich gesagt habe, dass ich mit ihm alt werde und noch immer denke bzw hoffe ich das.
Es gibt tage an denen es mir wirklich recht gut geht doch leider überwiegen die Tage an denen ich ihm/uns hinter her trauer. Dazu muss ich wohl sagen, dass ich 3 1/2 Jahre mit ihm zusammen war und er per whats app schluss gemacht hat, da wir mittlerweile um die 600 km auseinander wohnen. Ich will ihn gar nicht in schutz nehmen, dass das keine art ist, ist mir selbstverständlich klar...
Ich wollte euch eigentlich fragen, wie ihr es schafft mit dem permaneten Schmerz umzugehen. Ich habe gelesen, dass die meisten ab dem 4. Monat anfangen wieder ein geregeltes Leben zu leben.
Doch meine "wellen" der trauer brechen ohne Vorwarnung über mich ein. Teilweise kann ich nächtelang nicht schlafen, so wie heute, da ich sehr oft von ihm träume... Jeden morgen mache ich viel Sport um mich abzulenken, ich gehe arbeiten und führe oberflächlich gesehen ein normales leben. Doch in mir drinnen fehlt was, und zwar ER!
Normalerweise soll reden helfen, doch habe ich niemandem dem ich mich anvertraue, denn er war derjenige, der wirklich alles von mir wusste. Nur Anonym kann ich etwas auf mein Problem eingehen, auch ein Grund weswegen ich wohl hier gelandet bin.
Habt ihr evtl Tipps?

31.08.2013 02:48 • #1


Einsamkeit


Hallo ike,
willkommen und es tut mir leid, dass auch du im trennungsschmerz bist,
ich habe nun fast ein Jahr geschafft der sich drehenden welt zuzusehen, aber ich nehme nicht teil,

wenn man richtig geliebt hat ist es leider so,
ich habe mich nicht aufgegeben, wir waren eine ergänzung, daher ist es nur eine kleine leere, jeder sagt ich solle sie füllen....typisch leider " such dir nen neuen"...nein, ich liebe immernoch...

ich spüre eine ohnmacht, mein ex hat per mail schlussgemacht, wir hatten zwar noch mal telefoniert, aber es fehlt das von angesicht zu angesicht, es gab keine erklärung, man zweifelt an sich, man stellt alles gesagte in frage, war es alles eine farce?
ich weiß es nicht, so viele jahre und alles nicht echt ?
nein, wir müssen uns sahen dass sie uns geliebt haben, viellecht anders wie wir, wir dürfen trauern, lass dir zeit,
es heisst jede jahreszeit einmal ohne den partner, bei mir ist das schlimme dass wir für die nächste zeit sogar noch pläne hatten, jedesmal wenn diese zeiten, wie urlaub , kommen muss ich der realität ins auge sehen, unsere pläne gibt es nicht mehr,

ich drück dich....viel kraft!

31.08.2013 10:20 • #2



Die ganze Geschichte ist ein halbes Jahr her

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peppina


hallo ike!
du hast etwas wesentliches gesagt:
normalerweise soll man viel reden..

ja, das ist auch ein wenig der Schlüssel zur Lösung.. denn nur durch das reden kannst du alles verarbeiten..

vielleicht hilft dir das Schreiben hier?

31.08.2013 10:26 • #3


ike


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@Einsamkeit: ja es scheint wie ein schlechter Traum zu sein, aus dem man leider einfach nicht wieder aufwacht. Hinzu kommt noch, dass ich seit einem halben Jahr fas jedes mal sobald ich schlafen von ihm träume...

Danke dir auch.

@peppina: Hallo Peppina,
ja drüber reden hilft das weiß ich auch, doch ich habe wie gesagt keine mit dem ich darüber reden kann. Wenn ich wollte würde ich ständig über ihn reden oder einfach Geschichten erzählen, da ich so viel mit ihm erlebt habe, doch alle sind nur noch genervt, wenn ich mit dem Thema "schon" wieder anfange.
Ja das schreiben hilft mir auch, konnte sogar noch 2 Stunden letzte Nacht schlafen.

31.08.2013 12:11 • #4


Einsamkeit


hallo ike,

es MUSS verarbeitet werden, in Gesprächen , träumen, im schreiben,
es gehört leider dazu, ich hatte lange alpträume, schweißgebadet aufgewacht, auch nun nach 1 jahr ist es besser, dennoch ist mein Magen immernoch überfordert mit essen

da es extrem wurde have ich eine gesprächstherapie begonnen, es war am anfang gut, inzwischen ist es so, dass ich gar nicht mehr drüber reden mag, denn es kommen keine neuen erkenntnisse dazu..wie auch?

besser geht es immernoch nicht, aber ich schwimme mit dem strom und stehe nicht mehr still.....

31.08.2013 12:18 • #5


peppina


ike.. schreiben ist schonmal wie reden

oh weh.. meine beste Freundin ist die allerbeste! Stunden darf ich mit ihr reden..
ich frage mich immer, was ich tun würde, wenn ich sie nicht hätte..

eine Gesprächstherapie hat mir in meinem Leben schon mal geholfen..
da darfst du reden so viel du magst..

falls es gar nicht geht: Telefonseelsorge..

oder, was ich dir anbieten könnte:
dass wir uns mal Nummern austauschen und am Telefon reden..
sind ja Leidensgenossen.
das habe ich noch nie gemacht in einem Forum, aber ich finde, wir müssen uns unterstützen.

oder es kann sein, dass es eine Trennungsgruppe in euer Stadt gibt..

Psychologische Beratungsstelle?

wenn ich nicht hätte so viel reden dürfen, dann hätte ich das alles so nicht hinbekommen...glaub mir, es wird dadurch besser..
und es gibt mehr Möglichkeiten als du denkst ))

31.08.2013 12:26 • #6


Mew

Mew


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Hi Ike,
erst einmal tut es mir sehr leid, was du so alles mitmachen musst. Es ist heutzutage ein Unding geworden, immer den einfachsten Weg zu gehen, wenn man sich trennen will (WA, FB, Mail).
Das fängt es ja schon an, das du nicht reden kannst. Und das du deine Freunde nervst, weil du immer und immer wieder mit dem Thema anfängst verstehe ich nicht. Ich hab fast 2 Jahre gebraucht, um wirklich innerlich loslassen zu können und in der Zeit haben meine Freunde sich auch immer und immer wieder das Thema anhören müssen. Oft auch Dinge, die ich einfach nicht wahr haben oder begreifen wollte.
Wie Einsamkeit schon geschrieben hat, das wichtigste ist, das du für dich anfängst es zu verarbeiten. Ich hab zum Beispiel angefangen Tagebuch zu schreiben. Das hat mir sehr geholfen.

Und setzt dich nicht so unter druck. Bei jedem dauert es unterschiedlich lange, bis er es verarbeitet hat. Und wenn es länger dauert macht dich das auch nicht irgendwie schlechter als andere. Das zeigt nur, mit wieviel Herz du daran gehangen hast.
Schreib dir hier von der Seele, was da runter muss, lies dir auch mal andere Erlebnisse durch und du wirst sehen, es geht vielen so wie dir. Du bist da nicht alleine.


LG Mew

31.08.2013 12:30 • #7


ike


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Einsamkeit und peppina...ich weiß es verarbeitet werden muss, im prinzip weiß ich auch, dass ich mehr darüber reden sollte. Doch ich denke das setzt das Problem schon viel früher an. Er war wie ich glaube erwähnt habe, der erst dem ich wirklich alles erzählen konnte und es auch promt gemacht habe. Auch verschiedene Therapeuten habe ich schon aufgesucht und dadurch einiges aus der Vergangenheit zu min akzeptiert...aber selbst beim Therapeuten bin ich an Grenzen gestoßen, ab wo ich nicht mehr reden konnte.
Das alles hört sich vermutlich total schrög an, doch ich hatte immer schon das Gefühl, dass ich sobald ich den Mund aufmache und über mich rede andere wiederum darüber herziehen etc,...und ja ich kann nur sehr schwer vertreauen fassen was man ja aus der Aussage schließen kann.

Leider wohnt meine beste Freundin etwas weiter weg da ich vor 2 Jahren umgezogen bin und bald gehts wieder wo anders hin. Und am Telefon darüber reden fände ich doof....

31.08.2013 12:36 • #8


ike


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Ich komme mir grade wie eine heul suse vor...ihr solltet evtl noch wissen, dass ich von klein auf so gut wie alles mit mir selber ausgemacht habe und nicht eigentlich niemanden hatte bei dem ich mich einfach ausheulen konnte im warsten sinne des wortes..

31.08.2013 12:38 • #9


peppina


dann bist du hier genau richtig,,


hey.. du hast gehoffft, vertraut, dich hingegeben.. es wurde nicht wertschätzend behandelt..
du hast mit ihm Wünsche und Träume aufgebaut..3,5 Jahre sind superlang..
und vorallem, wenn du noch jng bist, wie du schreibst..ist das ja schon ein beachtlciher Teil deines Lebens..

da muss man auch weinen.. sich bemitleiden, um die Beziehung trauern, enttäuscht sein....

lass hier alles frei.. du darfst eine Heulsuse sein
eine Heul-Ike )

man sagt, man muss durch den Schmerz hindurch gehen, damit man ihn zurück lassen kann..

jed Träne wird dich glücklciher machen, auch wenn es erstmal schwer vorzustellen ist..

31.08.2013 12:49 • #10


ike


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Peppina: Bei Heul-Ike ist mir ein lachen hops gegangen

Ja doch das frustrierende ist ich dachte ich hätte diese Zeit schon hinter mir des immer wieder in tränen ausbrechen... Doch neuerdings ist es wieder so.

Mew: Wie ich schon schrieb rede ich nicht gerne über mich, bzw eher nicht über meine Gefühle und kann das auch nicht soooo gut. Es sein denn es ist anonym... Immer habe ich das verlangen es allen recht zu machen und ja niemanden schlecht dar zu stellen. (allgemein, auch bei Familiären Problemen....)
Aber alleine das ich hier rein geschrieben habe, hat mir geholfen und zu lesen das es eben doch welche gibt, denen es so geht wie mir... Es lässt auf mehr hoffen, dass es nach diesem nicht enden wollenden schmerze wieder mehr gibt.

31.08.2013 13:02 • #11


Einsamkeit


ike

ich kenne das zu gut, es ist so ein großer Vertrauensbruch... es war meine stütze..unsere gespräche...stundenlang....über so vieles...wohl nicht genu über uns als paar

ich verstehe dich, ich habe mein Heimat-Nest früh verloren, es gab dann keine Familie die einen auffängt..alle verstorben, Freunde....im Teenager alter ist es schwer, plötzlich ist man erwachsen, und quält sich mit alten Geschichten,
dann findet man einen ehrlich (geglaubten) partner, und kann sich öffnen wie nie, ..um doch wieder tief zu fallen,

so ist man immerwieder auf der suche nach dem Nest...doch ich glaube ich will nicht mehr, nicht nochmal vertrauen, die angst ist zu groß wieder zu fallen, aber es geht auch mit mir alleine, ich mag mich, ich bin stolz auf mich- bewußt leben...für mich!

ich bin noch lange nicht drüber weg, ich liebe immernoch, und werde diese liebe immer im herzen haben

31.08.2013 13:17 • #12


ike


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Einsamkeit: ja es ist ein sehr großer Vertrauensbruch und Grade mit so etwas komme ich nicht gut klar.
Und auch in dem Punkt des neu anvertrauen stimme i h dir zu. Ich habe es einmal getan, mit allem was dazu gehört und nun bin ich am ähnlichen Punkt wie vor Jahren, aber der fall war zu tief um noch mal in solchem maße zu Vertrauen....
Schwierig schwierig das alles. Aber da beste *lach* an der ganzen Geschichte ist, dass er mit immer mal wieder von sich aus schreibt... Immer wieder ein Super Gefühl und etwas was garantiert jeden auf den Boden der Tatsachen zurück Holt.

01.09.2013 21:18 • #13



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