Paradiize88
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Ich dachte immer, dass der Verlassene leidet wie ein Schw. und der, der geht, das Leben wieder geniessen kann. doch das ist nicht so. Zumindest in meiner Situation nicht. Er hat mittlererweile eine neue Freundin. eigentlich ist es nun schon die Zweite die er nach mir hatte und das ist auch okay so. Ich möchte, dass es ihm gut geht & wenn es ihm schon zum jetzigen Zeitpunkt mit einer neuen Partnerin gut geht, dann soll das so sein. Im Endeffekt war es ja meine Entscheidung zu gehen.
Ich habe schon bei meinem letzten Beitrag,welcher kurz nach der Trennung war geschrieben, dass ich solch ein schlechtes Gewissen hab, dass ich ihn verliess. dieses schlechte Gewissen liess bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht nach. Wahrscheinlich wurde es zunehmend schlimmer, da seine Familie mich für alles verantwortlich machte. er kam auf die schiefe Bahn. ich war zwecks Trennung schuld usw. Es war okay. ich verstand, dass sie irgend einen Schuldigen finden wollten und es war nun am einfachsten mich dafür verantwortlich zu machen. ich akzeptierte das. Als mein Ex plötzlich Hilfe von mir suchte, half ich ihn aus dem Quark raus weil ich einerseits wirklich helfen wollte und andererseits dachte, das ich so wieder etwas gut machen konnte.
In all dieser Zeit musste ich die Starke sein. Ich musste aufrecht gehen. Ich musste da sein und helfen obwohl ich die war, die am meisten an dem ganzen litt und an dem Ganzen kaputt ging. Ich weinte mich nachts in den Schlaf. ich schaute mich am Morgen im Spiegel an und hasste mich dafür, dass ich ihn allein liess. Nein, ich ertrank nicht im Selbstmitleid. Ich hasste mich wirklich. Ich habe zuvor noch nie jemanden verletzen müssen. Ich habe immer geschaut, dass ich es allen recht mache. Das alles glücklich sind. denn dann war ich es auch.
Jetzt redet niemand mehr drüber. Es konfrontiert mich keiner mehr mit diesen ewigen Fragen 'wie,warum,weshalb'. jetzt ist es still. Ich habe seit 2 Monaten keinen Kontakt mehr zu ihm. Ich zeige mich wieder gepflegt, ich geh' wieder aus. ich treffe mich wieder in grossen Menschenmengen, ich kann auch wieder lachen. Ich gehe normal zur Arbeit. ich habe eine gute Position und muss funktionieren und das tu ich auch. Ich stürze mich in meine Arbeit, mache Überstunden. Ich lebe mein altes Leben wieder.
Aber innerlich. da bin ich zerstört. Ich bin kaputt. Ja ich war schon bei einem Psychologen, ich habe Reiki gemacht weil ich dachte, ich hätte Blockaden in mir die gelöst werden müssten, ich redete mit Freunden mit Familie. ich lenkte mich ab aber es wird nicht besser. Ich kann mich nicht mehr entscheiden. Ich wusste früher immer was ich wollte. jetzt weiss ich das nicht mehr. Sobald ich mich entscheiden müsste, habe ich eine Wand vor mir. Ich kann nicht mehr klar denken. Ich kann mich nicht mehr zwischen Pizza oder Nudeln entscheiden. Ich weiss nicht was ich will. Ich weiss es einfach nicht.
Ich weiss nicht mehr was ich will, weil ich 5 Jahre lang das tat, was er wollte. Ich schob meine Bedürfnisse zurück weil ich ihn glücklich sehen wollte & ich war glücklich, wenn er glücklich war.
Ich habe so viele Gedanken in mir die ich nicht rauslassen kann. Ich hab' eine Wut auf mich und auf alle andern um mich herum. Ich versuche wieder die Alte zu werden und das bin ich nach Aussen auch. aber innen drin. da wurde ich zu einem kleinen Kind, dass nicht mehr weiter weiss. Ich will nicht schwach sein. das war ich noch nie. & ich weiss, dass ich mir helfen lassen sollte. aber von wem denn? Dieses ewige Gebabbel vom Psychiater hilft mir kein bisschen weiter. ich hab' es wirklich versucht.
Auch wenn das hier vielleicht Keiner lesen mag. ich habs aufgeschrieben. Das ist schon mal ein Anfang
Danke. Liebe Grüsse