Ehemaliger User
Gast
- als selbstschutz vor neuen verletzungen hängen wir möglicherweise einerseits unsere ansprüche an neue partner zu hoch bzw. lassen uns ausstiegsszenarien offen (kann ja immer aussteigen)
- oder wir sind so froh (HP) über unsere wiedergefundene stabilität (neue wohnung, job, zurechtkommen mit kindern), dass uns die angst dies zu verlieren blockiert
- oder wir haben noch nicht richtig losgelassen von der dem/der ex (diese versuchen ja oft auch noch nach jahren ihre amipulationen oder das warmhalten im sinne einer machtausübung fortzusetzen)
- oder wir haben eine neue beziehung, zucken aber bei jedem kleinen streit oder aueinandersetzung zusammen im sinne (marylin) von minderwertigkeitskomplexen oder noch nicht richtig erstarktem selbstwertgefühl
- andererseits will man irgendwann auch dieses ganze thema nicht mehr hören und wünscht sich einfach nur wieder normal zu ticken
- was hier einige im forum auch erlebt haben: selbst auf kleinste freundliche signale oder zarte annäherungsversuche erfolgt oft schon panik und zurückziehen.....
für mich verdichtet sich das alles langsam zu einem gesamtbild:
- zu früh in eine neue beziehung stürzen ist höchst anstrengend
- die zufriedenheit über eine neue lebenssituation oder einen partner ist letztlich einstellungssache (ich verbaue mir möglicherweise selbst das glück)
- man idealisiert die gescheiterte ehe oder - beziehung (war das wirklich so unheimlich rosig oder nicht oft auch nur ein bißchen naiv und gab es da nicht auch tw. heftige auseinandersetzungen)
also sind wir wieder bei dem thema:
- zeit heilt ( nicht nur) alle wunden der gescheiterten ehe/beziehung
- wir brauchen auch zeit, um wieder fest auf den füßen zu stehen, man kann da nix abkürzen
- wenn wir wieder richtig gefestigt sind, stellen sich denke ich bestimmte verlustängste (eigenes leben) und hintertürchen (wenns nicht klappt steig ich aus) garnicht nicht mehr, weil man mit dem richtigen neuen partner ein neues lebensprojekt starten will (hierüber sollte man sich aber auch gegenseitig austauschen) - und auch hier haben wir doch alle zeit der welt
blöd ist nur dieses warten, bis man soweit ist, denn trotz aller freude an dem langsamen weg zu einer wiedergefundenen identität: keiner ist gerne alleine !
mick