U.K.
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Mein ganzes Leben scheint nur noch aus Schmerz, Trauer und Erinnerungen zu bestehen. Abgesehen von Trägheit und Angst vielleicht. Aber ist das wirklich Leben?
Die Trennung ist nun schon bald ein ganzes Jahr her. Und immer noch lösen die kleinsten und teilweise gewöhnlichsten Dinge Erinnerungen in mir aus, die so weh tun.
Ich kann mich über nichts mehr freuen, habe die positiven Emotionen verloren. Klingt irgendwie absurd, aber ich kann das nicht besser erklären.
Mein Geburtstag vor ein paar Tagen, in meinem bisherigen Leben immer ein besonderer und wichtiger Tag. Und das auch gefühlsmäßig. Egal ob groß gefeiert wurde oder ich arbeiten war und nichts besonderes vorhatte. Es war einfach mein Tag und ich fühlte mich an diesem Tag besonders. Ich weiß nicht, ob ihr das versteht, aber es ist schwer zu erklären. Es ist einfach nur so ein Gefühl. Dieses Jahr blieb dieses Gefühl aus. Ich wusste, das es mein Geburtstag war – rein theoretisch. Aber das Gefühl das dazugehört blieb einfach aus. Es fühlte sich an wie jeder andere Tag, wie ein völlig gewöhnlicher Tag. Nur Erinnerungen hat er wieder geweckt an letztes Jahr, als ich diesen Tag auf eine ganz besondere Art und Weise mit IHM gefeiert habe. Ich weiß, das ist vorbei, lange her und wird nie wieder kommen und sollte mich eigentlich kalt lassen oder zumindest nicht mehr so tief treffen. Aber das tut es! Und obwohl ich wusste, dass er sich nicht melden würde – warum auch, wo er das seit 5 Monaten nicht mehr getan hat und jeden meiner Versuche ignoriert hat – tut auch das sehr weh.
Dann ist wieder diese quälende Frage da, wie ich im so gleichgültig geworden bin und warum. Das ist das schlimmste an allem, das lässt mich einfach nicht los und macht mich schier wahnsinnig. Ich habe das Gefühl ich verliere den Verstand – und mich dazu.
Und da ist diese Angst. Ich habe Angst davor, ihm zu begegnen, weshalb ich nicht mehr aus dem Haus gehe (außer zur Arbeit) – obwohl ich mir eigentlich nichts mehr wünsche, als ihn zu sehen. Ich habe Angst davor, nach Hause zu kommen nach der Arbeit oder nachdem ich das WE (wie immer seit einiger Zeit) bei meinen Eltern verbracht habe um nicht in meinem kleinen Zimmer verrückt zu werden. Ich habe Angst, dass meine Exkollegen/Freunde oder was auch immer (die sich auch seit Monaten nicht mehr gemeldet haben) sich melden, um auf meine Geburtstagswünsche zu reagieren oder mir zu gratulieren, genauso viel Angst aber davor, dass sie es nicht tun. Ich habe Angst vor Zurückweisung oder Nichtbeachtung genauso wie vor zuviel Aufmerksamkeit. Ich weiß gar nicht mehr, wovor ich eigentlich keine Angst habe. Bin ich verrückt? Dreh ich langsam durch? Oder bin ich einfach nur gestört?
Das schlimmste an allem ist die Einsamkeit. Wie deutlich wurde mir das gerade an meinem Geburtstag. Von all meinen Verwandten, Bekannten, Freunden und Arbeitskollegen haben mir abgesehen von meinen Eltern ganze zwei Menschen gratuliert. Wahnsinn, oder? Alle anderen haben mich schlicht und einfach vergessen. Zwei Menschen bin ich wichtig genug, um an meinen Geburtstag zu denken. Wie trostlos! Bin ich zu empfindlich? Sollte mich das wirklich nicht so sehr berühren? Ich möchte doch nur dass mich jemand gern hat. Das Gefühl, etwas zu bedeuten, wichtig zu sein. Ich habe immer versucht allen mir wichtigen Menschen zu zeigen, was sie mir bedeuten. Ich habe noch nie einen ihrer Geburtstage vergessen, habe an Weihnachten und sogar Ostern kleine Aufmerksamkeiten verteilt und immer versucht für alle da zu sein und alles richtig zu machen. Nicht weil ich eine Gegenleistung erwartet habe, sondern weil ich es gerne tat. Trotzdem erhoffte ich mir natürlich immer auch von ihnen eine entsprechende Geste, eine prozentual wirklich geringe Rückgabe dessen. Erwarte ich da wirklich zuviel? Scheinbar schon.
Vielleicht mag mich aber auch einfach wirklich niemand. Vielleicht bin ich es einfach nicht wert, geachtet zu werden und nicht wichtig genug um an meinen Geburtstag zu denken.
Vielleicht bin ich einfach nicht liebenswert. Ich mag mich ja selbst nicht mehr. Wie kann ich es von anderen erwarten?
Gerade jetzt, wo die Sonne die Tage wieder erwärmt und erhellt, ist mein Herz umgeben von Dunkelheit und Kälte - welche Ironie
restless