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Ehe am Ende

J
Zitat von Theo4590:
Genau das möchte ich nicht gefährden. Mir ist wichtig, dass die Kinder möglichst wenig unter der Situation leiden und ihre Stabilität und ihr gewohntes Umfeld erhalten bleiben.

Zuerst einmal es tut mir sehr Leid, dass du/ihr das durch macht.

Ich muss dir leider sagen dass dein Wunsch hier nicht in Erfüllung gehen wird, das Umfeld wird bei einer Trennung nie gewohnt bleiben. Ihr könnt dafür sorgen, dass Stabilität in ihrem Leben ist und gemeinsam als Eltern da sein. Aber durch dein Auszug, dass die Kinder entweder bei Mutter oder Vater sind und nicht gemeinsam bei den Eltern ist schon kein gewohntes Umfeld.

Ich hätte noch eine Frage zum Erstgeborenen. Der scheint aus einer früheren gemeinsamen Beziehung gewesen zu sein, dann war zwischen euch eine Trennung, dann seit ihr wieder zusammen gekommen und habt die Zwillinge bekommen, so richtig? Weshalb war damals die Trennung - auch wegen einer Affäre bzw. Fremdgehen?

Die Affäre musst du dir überlegen ob und zu welchen "Bedienungen" du ihr jemals wieder vertrauen und ihr verzeihen kannst.

Die Situation ist sehr schwierig, wenn du gehst, könnte das deine Frau überfordern und die Kinder können darunter leiden. Wenn du bei ihr bleibst, könntest du dich negativ verändern und die Kinder leiden auch wieder darunter. Da sind so viele Variablen die leider nicht vorhergesehen werden können. So wie aber im letzten Beitrag geschrieben hast, steht für dich eigentlich schon fest, dass du dich trennen möchtest.
Eine Therapie, für Spielsucht und Paar bzw. Eltern würde ich sehr empfehlen.

• #16


Stella31
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich hätte noch eine Frage zum Erstgeborenen. Der scheint aus einer früheren gemeinsamen Beziehung gewesen zu sein, dann war zwischen euch eine Trennung, dann seit ihr wieder zusammen gekommen und habt die Zwillinge bekommen, so richtig?

Zitat von Theo4590:
Wir hatten beide bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung

• x 1 #17


A


Ehe am Ende

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Arnika
Zitat von Theo4590:
Was mir allerdings sehr fehlt, ist das Gefühl, dass es ihr wirklich leid tut.

Wenn sie ihn liebt, ist das wohl menschlich - wenn wir ehrlich sind - auch schwer möglich. Kann man überhaupt bereuen, dass man jemand liebt?

Die Herangehensweise ist das andere Thema. Sie hätte ihre Gefühle vielleicht abwürgen können, obwohl ihr ja keine Paarzeit mehr hattet. Und sie sich verständlicherweise auch nach Nähe und etwas Glück sehnte. Aber das ist leichter gesagt als getan. Oder sich von dir vor 2 Jahren straight und ehrlich trennen. Aber wie du selbst feststelltest, ist das in euer Situation ja auch schwer möglich.

Wirklich sch… Situation grad für alle Beteiligten. Wenn du an ihr und eurer Ehe festhalten willst, wird es nur über Verständnis funktionieren. Und zwar gegenseitiges. Denn am Ende des Tages gehören immer zwei dazu. Und selbst dann ist noch nicht gesagt, ob die Motive des anderen wirklich die sind, die man sich wünscht. Wenn jemand nur aus Pragmatismus bei mir bleibt und vice versa wärs nichts für mich, aber anderen reicht das. Man kann’s drehen und wenden wie man will: Schwierig alles.

• x 1 #18


Löwenzeh
Zitat von Theo4590:
Erst einmal möchte ich, dass wir wieder miteinander reden können, ohne dass daraus sofort ein Streit entsteht.
Vielleicht ist das momentan das Wichtigste – gerade wegen unserer Kinder.

Schonmal einen Brief versucht?
Da kann man sich alle Zeit der Welt nehmen, um zu sagen, was einem wichtig ist.
Der andere kann in Ruhe lesen und verdauen und reagieren, wenn er soweit ist.

Ich habe meinem Mann anfangs ein paar Briefe geschrieben, weil es mir im persönlichen Gespräch schwer fiel, über meine Gefühle zu sprechen.
Und im Streit ist man so aufgebracht, dass alles mögliche rauskommt - aber nicht unbedingt, was man sagen wollte.

Zitat von Theo4590:
Ich möchte einfach, dass wir aufhören, uns gegenseitig weiter weh zu tun.

Das wäre ein schöner Anfang.

Ich würde uhr schreiben, wie verwirrt und verletzt ich bin.
Was ich mir für die Zukunft wünsche.
Wie wichtig das Wohl der Kinder ist.
Und sie fragen, was sie sich wünscht.

Möglichst vorwurfsfrei, sonst gehen die Verteidigungsanlagen hoch.

• x 3 #19


Y
Zitat von Theo4590:
Drei Kinder, davon ein pflegebedürftiges Kind, Alltag, Arzttermine, Organisation, finanzielle Sorgen und ständig irgendwelche Probleme. Unterstützung von unseren Familien hatten wir praktisch nicht. Wir mussten alles irgendwie alleine schaffen.

Das klingt wirklich hart. Wenn ich deinen Bericht lese, und auf meine Lebenserfahrung , dann würde ich dir heute sagen warum bloß macht man das? Warum sich nicht ein gutes Leben einrichten mit weniger Stress. Warum unbedingt noch ein Kind kriegen müssen?
Aber ich kann dich andererseits auch gut verstehen, denn wenn man sich liebt, möchte man sich verbinden, und dafür ist oft auch ein Kind eine Ausdruck.
Zitat von Theo4590:
Wir haben versucht, unseren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen und immer weitergemacht. Aber dabei ist unsere Beziehung irgendwann auf der Strecke geblieben.

Auch das kommt mir sehr bekannt vor, Dieses Funktionieren müssen, sich durch den Tag quälen, sich abarbeiten.
Nun sind die Kinder da und will es eben auch geregelt kriegen. Und zwar wertig und gut für alle.
Zitat von Theo4590:
Zeit für uns als Paar gab es kaum noch. Zeit füreinander eigentlich fast gar nicht. Wir waren mehr Eltern, Organisatoren und Menschen, die irgendwie den Alltag bewältigen mussten, als Mann und Frau.

Weißt du, was mich da wundert, bei mir war das auch so. Aber wir waren abends fix und fertig. Zeit für eine Affäre wäre da nicht gewesen.
Zitat von Theo4590:
ich jetzt erfahren habe, dass meine Frau seit zwei Jahren eine Affäre hatte.

Ich frage mich das immer wieder, wenn ich so etwas lese. Ich frage es mich immer wieder und kann es nicht verstehen. Wo nehmen die Leute die Zeit her. Wie kriegen die das geregelt nebenbei noch ne Affäre hinzukriegen? Ich verstehe es einfach nicht. Jeder Tag hat doch nur 24 Stunden. Wie kriegt man das hin?
Zitat von Theo4590:
Ich will ihr ihre Gefühle nicht absprechen. Wenn sie mich nicht mehr liebt, kann ich niemanden zwingen, bei mir zu bleiben.

Hier, finde ich klingst du wie ein sehr netter Mann. Auch jemand, der sich gerne Gedanken macht und sogar seine Frau, die ihn betrogen hat, irgendwie auf seine Art versteht.
für mich ist es gerade schmerzvoll zu lesen, was es doch für nette Männer und Menschen gibt. Das hat jetzt nichts mit dir zu tun, sondern mit mir.
ich hab mich auch für meine Familie abgearbeitet, ich hab versucht, alles hinzukriegen. Ich war eine hübsche Frau, die da überhaupt keine Zeit für hatte, und doch ab und an noch mal angeschaut wurde. Aber ich hab da nichts gemacht und auch keine Affäre begonnen. Und trotzdem werde ich von meinem Expartner jetzt komplett abgewertet und total feindlich behandelt.
Dabei hatten wir schon jahrelang keine wirkliche Körperlichkeit mehr , es hat im Grunde von Anfang an nicht gepasst, und ich hab das alles ausgehalten.
Dann zu lesen, dass es auch Männer gibt, die trotz Trennung sich normal verhalten können oder sogar ein bisschen in die Position der Frau gehen können, gedanklich, das fasziniert mich, es schmerzt mich aber auch. Aber wie gesagt, das hat nichts mit dir zu tun. Du liest dich wie ein guter Mann.

• x 6 #20


Arnika
Zitat von Yassa:
Weißt du, was mich da wundert, bei mir war das auch so. Aber wir waren abends fix und fertig. Zeit für eine Affäre wäre da nicht gewesen.

Ich würde mal vermuten, wenn beide Zeit für eine Spielsucht hatten, hat man genauso gut Zeit für eine Affäre. Oder für eheliche Paarzeit. Ich vermute eher, eine Spielsucht frisst sogar deutlich mehr Zeit als eine Affäre oder romantische Begegnungen generell.

• x 3 #21


Liv225
Lieber @Theo4590

Das liest sich alles schlimm und schwierig bei Dir.
Ohnehin mit den Kindern, ein Kind, dass noch mehr Aufmerksamkeit braucht. Eure Flucht ins Spiel, ihr Betrug….
So lange Zeit ein Doppelleben, das ist sehr schmerzhaft:/
Da ist etwas raten wirklich schwer,
weil ihr einfach die vier Kinder habt.
Gibt es bei Dir eine Familienberatungsstelle?
Etwas, wo ihr beide aufgefangen werdet? Lösungen gesucht werden wegen der Kinder…

Alles Gute und viel Kraft für Dich.

• x 1 #22


Y
Zitat von Arnika:
Ich würde mal vermuten, wenn beide Zeit für eine Spielsucht hatten, hat man genauso gut Zeit für eine Affäre. Oder für eheliche Paarzeit. Ich vermute eher, eine Spielsucht frisst sogar deutlich mehr Zeit als eine Affäre oder romantische Begegnungen generell.

Das hast du natürlich wieder messerscharfe gut beobachtet. Während ich noch in der Emotion bin, hast du das schon längst gut analysiert…🤗

• x 2 #23


A
Zitat von Theo4590:
Sie sagt mir, dass sie diesen Mann liebt. Und später sagt sie mir, dass er nicht zu ihr steht.

Puuh, mächtiger Brocken das alles.

Ja, deine Ehe wie sie war ist vorbei. Das muss aber im Ganzen nichts Schlechtes sein. Jetzt ist ein Punkt gesetzt. Mies, dass es SO ein Punkt ist.

Was sagt SIE denn? Wäre sie weg, wenn er zu ihr stünde? Wie soll es weitergehen? Was kommt da von ihr.

Abstand mit möglichst wenig Druck finde ich auch gut.

Aber ganz ehrlich: Die Zeit der Fluchten MUSS vorbei sein. Warum? Weil das Lebenszeitvergeudung und Schmerz bedeutet und sonst nichts.

Ihr könntet das wieder hinkriegen. Aber da wirds halt dann jetzt Zeit zu STEHEN.

• #24


Worrior
@Theo4590
Guten Morgen,
das sind alles sehr unglückliche Umstände und es tut mir leid dass Dir derart vor den Kopf gestoßen wurde.

Auf Deine Frage ob so eine Beziehung noch Sinn macht würde ich ganz klar ssgen "nein".
2 Jahre Affäre sind ein klares Statement gegen Dich.
Sie sieht keine Veranlassung ihre Spielsucht anzugehen, ebensowenig hat sie Interesse an Eheberatung.
Was sollte sich also kümftig ändern?

Das mit Euerem pflegebedürftigem Kind lässt sich regeln.
Wie sieht es bei Dir arbeitstechnich aus, bist Du durch Deinen Job irgendwie örtlich gebunden?

• #25


T
Hallo zusammen,
ja, die Spielsucht war etwas, womit man für einen Moment abschalten konnte. Ich möchte das aber auf keinen Fall schönreden, denn am Ende ist und bleibt es eine Sucht.
Ich habe ihr leider in den letzten Jahren einfach blind vertraut. Sie war oft vormittags alleine, wenn die Kinder in der Schule waren und ich gearbeitet habe. Auch abends, wenn sie von der Spätschicht nach Hause kam und die Kinder bereits geschlafen haben, hatte sie Zeit für sich. Diese Zeit als Paar haben wir leider nicht oft genutzt, weil wir beide einfach erschöpft waren. Stattdessen habe ich immer wieder gehört, dass sie zu Hause genervt ist und ab und zu einen Ausgleich braucht. Damit hatte ich grundsätzlich nie ein Problem.
Die letzten Jahre waren für uns beide nicht einfach. Uns hat leider auch die Unterstützung der Familie gefehlt, und vieles mussten wir als kleine Familie alleine auffangen.
Heute sind wir alleine zu Hause und haben ganz normal miteinander geredet, über alltägliche Dinge. Aber heute habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass sie meine Nähe sucht.
Vielleicht braucht es einfach Zeit. Zeit, um alles zu verarbeiten und irgendwann in Ruhe und ehrlich miteinander darüber zu sprechen, wie es weitergehen kann.
Ich weiß im Moment selbst nicht, wohin der Weg führt. Aber vielleicht ist diese kleine Nähe heute ein Zeichen dafür, dass trotz allem noch nicht alles verloren ist.

• x 3 #26


Heffalump
Ihr müsstest halt viel miteinander reden.
Über eure Wünsche, Träume und Ziele, welche gemeinsam, welche nur allein zu verwirklichen sind.

Reden ist A und O in einer Ehe. Nicht darum wer einkaufen geht, wer Kinder hütet. Paarzeit generieren

• x 3 #27


Lena22
Für mich wäre die alles entscheidende Frage ob sie dich noch liebt. Mir drängt sich ein bisschen der Gedanke auf, dass sie dich eher braucht. Du schreibst selber, dass sie alleine nicht gut zurecht kommen würde. Sie sagt sie liebt ihn, er steht aber nicht zu ihr. D.h. er möchte nur eine schöne Zeit mit ihr, aber keinesfalls Teil ihres schwierigen Alltags werden. Reicht es dir wenn du nur der "Alltagsbewältiger" bist? Wäre es für dich eine Option dich zu trennen und zu schauen wie ihr trotzdem gut für die Kinder da sein könnt? Vielleicht könnt ihr nah beieinander wohnen. Vielleicht wäre das Nestmodell für eine Zeit eine Lösung? Gut wäre auch eine finanzielle Trennung damit wenigstens du da wieder auf die Beine kommst.

• x 7 #28


T
Sie hat mir leider nur erzählt, dass dieser Mann für sie da war und sie in gewissen Momenten aufgefangen hat. Über die Monate hat sich daraus dann immer mehr entwickelt.
Als andere Menschen davon mitbekommen haben, hat sie es mir schließlich gebeichtet und gesagt, dass sie dazu steht. Trotzdem bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich ihren Worten in dieser Hinsicht nur noch schwer glauben kann.
Denn Worte können wunderschön klingen. Aber wenn die Taten nicht dazu passen, verlieren diese Worte irgendwann ihren Wert.
Ich möchte auch gar nicht zu sehr ins Detail über die Affäre gehen, weil mich vieles davon wahrscheinlich nur noch mehr verletzen würde. Was mich zusätzlich belastet, sind die unterschiedlichen Aussagen, die im Laufe der Zeit dazu gekommen sind. Erst hieß es, sie wollte es mir sagen, dann soll er sie daran gehindert haben, es mir zu beichten. Als es schließlich herauskam, hat er sie angerufen und gesagt, dass dies ihr letztes Gespräch sein wird.
Was davon letztendlich stimmt, weiß ich nicht. Erzählen kann jeder vieles, aber irgendwann zählt für mich nur noch, was tatsächlich passiert ist.
Ich glaube, dass sie seine Reaktion sehr verletzt hat – besonders die Aussage, dass er nicht zu dieser Affäre und damit auch nicht wirklich zu ihr steht. Vielleicht hat sie in dieser Zeit vieles ausgeblendet, was daraus entstehen könnte.
Aber es ist wahrscheinlich ein großer Unterschied, ob man jemanden nur in bestimmten Momenten erlebt oder ob man jeden Tag gemeinsam mit einem Menschen lebt – mit Stress, Kindern, Alltag, Problemen und all den Dingen, die sich über Jahre ansammeln.
Vielleicht hat sie dort etwas gesucht, was ihr im Alltag gefehlt hat. Das macht die Affäre nicht richtig und entschuldigt sie auch nicht. Aber vielleicht hilft es irgendwann, zu verstehen, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Für mich bleibt trotzdem die wichtigste Frage: Wie soll man nach so etwas wieder Vertrauen aufbauen, wenn man nicht einmal mehr weiß, welchen Worten man glauben kann?
Vielleicht braucht es dafür weniger Worte und dafür umso mehr ehrliche Taten – über eine lange Zeit.

• x 4 #29


Heffalump
Zitat von Theo4590:
Wie soll man nach so etwas wieder Vertrauen aufbauen, wenn man nicht einmal mehr weiß, welchen Worten man glauben kann?

ohne darüber zu reden, wird weder verarbeitet, noch kannst du Vertrauen aufbauen.
Wenn du an der Ehe festhalten willst, werden Taten nicht reichen.

• x 4 #30


A


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