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Ehe am Ende

Arnika
@Theo4590 Also gingst du nach der Arbeit zum Automaten und hast dann zuhause weitergezockt, als du die Kinder hattest bzw. als sie schliefen?

Und sie?

• #46


T
@Arnika Es war immer unterschiedlich. Aber meistens hat das alles wie eine Dro. gewirkt in der Halle war man vernebelt und als man raus ging hat man die Realität wieder ins Gesicht bekommen und man hat sich nicht wirklich dabei gut gefühlt.

• x 1 #47


A


Ehe am Ende

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T
@Arnika Bei ihr war das immer vor der Arbeit oder nach der Arbeit in der Halle.

• x 1 #48


Arnika
@Theo4590 Und wie oft kam es vor, dass du nicht aufgekreuzt bist, sie mit den Kids allein dastand - und eigentlich in die Arbeit gemusst hätte? Gefangen zwischen Gewinnsträhne und Verlustjagd vergeht ja die Zeit wie im Fluge. Und dann klatschtet ihr euch quasi in der Halle ab?

• #49


T
@Arnika Es war meistens so das ich oder sie vor der Arbeit natürlich daheim waren es war manchmal zwar knapp mit der Zeit.Aber es ist so das ich bis 14uhr arbeite und dann so ca 14.45 Daheim bin und sie dann in die Spätschicht fährt um ca 15.30

• #50


Arnika
@Theo4590 Das wäre aber nicht die Realität von Spielsüchtigen in einer Spielhalle. Da geht niemand nur kurz für ein paar Minuten hin. Schon gar nicht über viele Jahre. Das wäre wie wenn du sagst, ein Alk. geht immer nur auf ein schnelles B. ins Wirtshaus.

• x 1 #51


Worrior
Zitat von Arnika:
@Theo4590 Das wäre aber nicht die Realität von Spielsüchtigen in einer Spielhalle. Da geht niemand nur kurz für ein paar Minuten hin. Schon gar ...

Du wirst nicht glauben wie viel Kohle man da in einer Stunde verzocken kann.
Eine Bekannte von mir arbeitete mal aushilfsweise in so einer Spielhalle.

• x 1 #52


Arnika
Zitat von Worrior:
Du wirst nicht glauben wie viel Kohle man da in einer Stunde verzocken kann. Eine Bekannte von mir arbeitete mal aushilfsweise in so einer ...

Ja, hab ich mir auch sagen lassen. Aber das geht sich zeitlich ja nicht aus. Wenn er nach seiner Arbeit in die Halle geht und sie vor ihrer Schicht, blieben ihnen viel zu wenig Zeit um „im Nebel“ zu zocken und noch die Übergabe dreier Kids inkl eines körperlichen fitten, aber geistig schwerstbehinderten Kindes hinzukriegen. Nicht mal, wenn beide direkt über der Halle wohnen als auch arbeiten und keinerlei Fahrtwege hätten.

Das ist logistisch nicht möglich. Und es wäre dann auch gar nicht möglich, innerhalb eines so kurzen Zeitfensters eine Sucht zu entwickeln und über Jahre so stabil durchzuziehen, und zwar dennoch in einem Ausmaß, dass der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht.

Wenn du regelmäßig nach Feierabend ein Stehachterl trinkst und dann pünktlich nachhause eilst, bist du deshalb ja noch kein Alk.. Mal abgesehen davon, dass sie dann keine Minute mehr miteinander reden hätten können, um von der Halle zu kommen bzw in die Halle zu eilen.

Spielsucht ist pathologisches Glücksspiel und bedeutet per Definition den vollständigen Kontrollverlust über Zeit und Geld. Man geht nicht rein, um ein kurzes Spielchen zu machen. Dann wäre man nicht süchtig. Man geht rein und versumpft für Stunden, bis kein Cent mehr auf dem Konto oder in der Tasche ist. Und ist sicher nicht so kontrolliert, nach 30 Min pünktlich zur Kinder-Übergabe aufzubrechen, damit sie auch noch 30 Minuten zocken kann, um dann pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen. Jahrelang. Absolut unrealistisch.

Von den verschwiegenen Aktionen, um nebenbei Geld aufzutreiben, als Zeitfresser mal ganz abgesehen. Da sind Arzttermine & Co das geringste Zeit-Problem…

• #53


T
@Arnika Also bei mir war das ja auch Online das man manchmal 2h abends oder 3h je nachdem wie es lief gespielt hat. Und wenn man natürlich vor der Arbeit 1h oder nach der Arbeit 2h spielen gegangen ist dann hat sich natürlich eine gewisse Sucht entwickelt mit den jahren.Und meistens war vormittags alles geregelt wegen der Kinder Verpflegung, Wäsche, Einkauf usw..

• #54


Arnika
@Theo4590 Aber vormittags warst du ja bei der Arbeit, also hat das deine Frau allein gestemmt - und hatte sicher keine Zeit zum Zocken.

Selbst wenn du pünktlich um 14:45 Uhr heimkamst und sie um 15:30 Uhr in die Spätschicht musste, gab es dazwischen exakt 45 Minuten. Sie müsste in diesen 45 Minuten die Kinder abfertigen, in die Spielhalle rasen, dort „vernebelt“ am Automaten sitzen, gleich wieder rausgehen, um pünktlich in ihrer Spät-Schicht stehen. Das geht sich selbst dann nicht aus, wenn ihr direkt neben der Halle wohnen und arbeiten würdet. Dann kommt sie heim - und ich hoffe inständig, du hast erst online gezockt, als die Kinder schliefen -, und warst quasi nicht ansprechbar. Und sie fiel todmüde ins Bett.

Also hinterfrage ich, ob das so stimmen kann, dass deine Frau tatsächlich spielsüchtig in der Spielhalle sitzt. Oder du das nur behauptest, um besser dazustehen - und sie schlicht und einfach die klassische Co-Abhängige ist. Mit Schulden, die eher du verursacht hast, mit den Geldbeschaffungs-Aktionen, die du ihr verschwiegen hast, deswegen auch das P-Konto, damit du nicht auch noch die Grundversorgung der Kinder verzockst. Zumindest wäre das der Klassiker.

Wenns nämlich anders wäre, würde deine größte Sorge nicht die Affäre sein, sondern bei Trennung eine massive Kindeswohlgefährdung. Weil dann eben sie die wäre, die schon tagsüber in der Halle sitzt und im Zweifel die Pausenbrote der Kinder verzockt. Aber das scheint ja - von ihrem Konto - gut zu funktionieren, wie du selbst sagst. Was für mich wieder gegen eine Spielsucht der Mutter spricht. Während du in Privatinsolvenz bist, wenn ich das richtig verstanden habe. Zahlst du eigentlich Unterhalt für dein erstes Kind?

Aus beiden Varianten ergeben sich unterschiedliche Wege. Ist sie die klassische Co-Abhängige und du tatsächlich „trocken“, hättet ihr noch eine Chance. Dann war die Affäre eine Überlebensstrategie einer bemitleidenswerten Frau, gefangen in einem ziemlichen Horror-Leben. Da hättest du mehr Dreck am Stecken.

Im zweiten Szenario wäre die Trennung wohl unausweichlich, aber dann müsste deine größte Sorge die finanzielle Grundversorgung der Kinder sein.

Und in dem Szenario hättet ihr beide eben nicht alles getan, damit die Kinder glücklich sind. Und ob sich das dann ändert, ist fraglich.

• #55


Heffalump
Zitat von Arnika:
Oder du das nur behauptest, um besser dazustehen

Oder - er wusste es nicht und sie war bei der Affäre, in 45 minuten geht einiges

• x 1 #56


Arnika
Zitat von Heffalump:
Oder - er wusste es nicht und sie war bei der Affäre, in 45 minuten geht einiges

Hab ich mir auch schon gedacht. Wäre aber immer noch das weit optimistischere Szenario als zwei Eltern, die schon tagsüber in der Spielhalle sitzen.

• x 1 #57


Heffalump

T
Guten Morgen, ich möchte zu den Punkten mit den Schulden und den Zeitfenstern noch kurz etwas ergänzen, damit vielleicht keine falschen Vorstellungen entstehen.

Ich habe mich damals selbst beim Glücksspiel sperren lassen und über eine Beratungsstelle einen Schuldenvergleich ausgehandelt. Ich hatte meiner Frau damals ebenfalls vorgeschlagen, diesen Weg zu gehen. Sie hat sich damals dagegen entschieden, was ich letztendlich auch akzeptiert habe.

Bei einem Schuldenvergleich handelt es sich nicht um eine Privatinsolvenz. Es wäre damals einfach eine Möglichkeit gewesen, die Schulden zu bündeln und anschließend monatlich eine vereinbarte Gesamtrate zu zahlen. Damit wären die Schulden nach den vereinbarten Bedingungen geregelt gewesen.

Was die zeitlichen Möglichkeiten betrifft: Sie arbeitet grundsätzlich nur zu 30 %. Nur in den Wochen, in denen ich Frühschicht habe, arbeitet sie in der Spätschicht, weil es sich aufgrund der Kinder anders nicht organisieren lässt. Ich möchte damit nur den zeitlichen Rahmen etwas genauer erklären, damit hier nicht aufgrund von Vermutungen ein falsches Bild entsteht.

Mir geht es dabei nicht darum, ihr Vorwürfe zu machen. Ich möchte lediglich meine Situation und die damaligen Umstände etwas genauer erklären.

• x 1 #59


Arnika
Zitat von Heffalump:
online geht auch

Eh. Aber er schrieb bei beiden von tagsüber in der Halle. Und wer diese Buden kennt, weiß, wen man dort antrifft. Inkl billigem Alk.. Weshalb bei Spielsucht auch oft eine Komorbidität dazukommt. Frauen trifft man dort aber nur selten an.

@Theo4590: Danke für die Ausführungen. Zeit hätte sie also wenn die Kids in der Schule sind, an sich genug. Wann hast du denn dem Glücksspiel entsagt? Die Rückfallquote bei Spielsucht ist ja exorbidant hoch. Also sei vorsichtig! Besonders jetzt!

• #60


A


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