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Ehe am Ende

T
@Arnika September 2024 Wurde die Oasis Sperre aktiviert.

• #61


Arnika
Gratuliere! Dann gehörst du zu maximal 25%, die nach 2 Jahren nicht rückfällig wurden. Vorausgesetzt, du hast keine anderen Wege gewählt.In dem Fall sind zwei Jahre jedoch immer noch schwierig. Vom geläuterten Spielsüchtigen, der im Gegensatz zu ihr sein Leben nun im Griff hätte, bist du noch weit entfernt. Du befindest dich statistisch gesehen mitten in der kritischsten Phase für einen Rückfall.

Also nochmal, sei vorsichtig. Sowohl was Glücksspiel als auch Suchtverlagerung betrifft. Je nachdem, wie instabil deine Frau tatsächlich ist, solltest du aktuell noch nicht mal ein B. trinken. Deine Kinder brauchen so oder so zumindest einen Elternteil, der verlässlich funktioniert. Und btw kann man auch auf Internet-Mitleid süchtig werden. Also sei auch da vorsichtig, deine Abstinenz nicht als „moralische Waffe“ einzusetzen, um digitalen Applaus zu ernten. Auch das könnte für dich zur Rückfallsdro. Nr 1 werden. Also wirklich: Obacht! Den Kindern zuliebe!

Der Zeitpunkt ist gleichzeitig sehr interessant. Da kaum ein Süchtiger eines schönen Morgens aufwacht und justament beschließt, sein Leben zu ändern, stand dir damals wohl das Wasser bis zum Hals. Du musstest dich höchstwahrscheinlich sperren lassen, weil du rechtlich und finanziell mit dem Rücken zur Wand standest.

Deine Frau hat die Affäre also genau in dem Moment begonnen, als der Schrecken deiner Spielsucht seinen absoluten Höhepunkt erreichte. Und hat wohl vor allem Trost, Halt und ein Quentchen menschlicher Wärme gesucht. Interessante Erkenntnis. Denk mal darüber nach…

• x 1 #62


A


Ehe am Ende

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Arnika
Sei wirklich vorsichtig, dass du nicht in die digitale Sucht-Falle tappst. Denn deine neuen Infos deuten eher auf Szenario 1 hin, ich vermute also mehr denn je, dass die angebliche Spielsucht deiner Frau eine konstruierte Schutzbehauptung ist.

Wenn man mit einer 30-%-Anstellung spielsüchtig in der Halle versumpft, kann man sich das finanziell nicht mal einmal die Woche leisten. Mit so einem geringen Einkommen verballert man bei Automaten-Einsätzen sein gesamtes Monatsgeld in der ersten halben Stunde des ersten Tages, selbst wenn man nur mit Cents spielt, kommt man vielleicht drei Tage durch. Man hat schlicht keine finanzielle Substanz, um „über Jahre“ hinweg eine Spielsucht in einer Halle zu finanzieren. Da das mit den Kindern gut funktionierte, wie du wiederholt betonst, hat sie also deren Geld nicht angegriffen. Was ebenfalls gegen eine Spielsucht spricht. Mit dem bisserl Geld, das ihr zur Verfügung stand wird man nicht spielsüchtig – davon ist man einfach sofort pleite.

Du lässt dich hier ein bisschen dafür feiern (und das bereitet mir bzgl Sucht Sorgen) dass du einen „Schuldenvergleich“ über eine Beratungsstelle ausgehandelt hast, und stellst deine Frau als unvernünftig dar, weil sie nicht mitgezogen ist. Da verharmlost und verschiebst du etwas total.

Bei einem Schuldenvergleich fordern Gläubiger feste, verlässliche monatliche Raten. Wie bitteschön soll eine Mutter, die nur zu 30 % arbeitet, drei Kinder hat (davon ein Pflegefall) und deren Einkommen ohnehin unter der Pfändungsgrenze liegt, eine monatliche Rate für Altschulden zahlen? Sie konntediesen Weg gar nicht gehen, weil sie jeden Cent für das pure Überleben der Kinder brauchte. Und mehr arbeiten und Kohle ranschaffen kann sie aufgrund des kranken Kindes ja auch nicht.

Dass sie sich dagegen entschieden hat, war kein „Mangel an gutem Willen“ oder Unvernunft, sondern schlichte Notwendigkeit. Sie musste ihr Geld auf dem P-Konto blockieren, damit du es nicht für deinen Schuldenvergleich abgreifen kannst.

Deine neuen Details weisen eher in die Richtung, die ich vermute : Sie war bzw. ist die klassische Co-Abhängige, die den Laden mit 30 % Arbeit und 100 % Care-Arbeit irgendwie stabil gehalten hat.

Und das schreibe ich hier vor allem deshalb, damit du eben nicht in die Falle tappst, dein Suchthirn mit digitalem Mitleid und Applaus zu füttern. Sonst sitzt du schneller wieder in noch größerer Sch…, als du gucken kannst.

• #63


T
Wir waren beide irgendwann an einem Punkt, an dem wir ausgebrannt waren, weil wir über längere Zeit eigentlich nur noch funktioniert haben. Das haben wir beide erkannt und auch darüber gesprochen. Ich möchte dabei auch gar nicht abstreiten, dass die psychische Belastung bei meiner Frau durch ihren Beruf teilweise höher war. Sie hat selbst oft von belastenden Ereignissen und Situationen aus der Pflege erzählt, die sie beschäftigt und psychisch mitgenommen haben.

Gleichzeitig war die Arbeit bei uns zu Hause immer ungefähr zur Hälfte verteilt. Ich arbeite bis heute in einer 5-Tage-Woche und habe dadurch ebenfalls meine festen beruflichen Verpflichtungen. Meine Frau hatte vormittags zeitlich ausreichend Möglichkeiten, etwas für sich zu tun und einen Ausgleich zu finden.

Auch finanziell betrachtet war die Situation aus meiner Sicht insgesamt ausgeglichen. Trotz der anfallenden Fixkosten hatte sie durch die verschiedenen Einnahmen – Gehalt, Kindergeld und Pflegegeld – finanziell durchaus gute Möglichkeiten. Gerade weil man in der Pflege mittlerweile auch ein gutes Einkommen erzielen kann.

Mir geht es dabei nicht darum, ihre Belastung oder die schwierigen Erfahrungen aus ihrem Beruf kleinzureden. Ich erkenne an, dass sie psychisch teilweise stärker belastet war. Trotzdem finde ich, dass man die gesamte Situation betrachten muss – also unsere Arbeitsbelastung, die Aufteilung zu Hause, die vorhandene freie Zeit und auch die finanzielle Situation. Wir waren beide irgendwann erschöpft und haben über längere Zeit nur noch funktioniert.

• #64


Arnika
Was ist schon sehr bezeichnend, dass du nach den kritischen Fragen plötzlich mit keinem einzigen Wort mehr auf das Thema Spielsucht eingehst. Stattdessen versuchst du jetzt, ein bürgerliches Narrativ der „gleichmäßig aufgeteilten Erschöpfung“ zu konstruieren. Aber deine eigenen Zahlen und Behauptungen zerlegen auch das im Handumdrehen.

Du schreibst, deine Frau hatte vormittags „zeitlich ausreichend Möglichkeiten“, um einen Ausgleich zu finden. Im selben Atemzug zählst du auf, dass sie vormittags die Wäsche, den Einkauf, das Kochen und die Verpflegung, Arzttermine etc. für drei Kinder geregelt hat. Wer einen Haushalt mit drei Kindern – darunter ein körperlich fittes, geistig schwerbehindertes Kind – und lange auch der Pflege einer bettlägerigen Mutter managt, hat am Vormittag keine „freie Zeit zur Erholung“. Das ist knallharte, unbezahlte Care-Arbeit.

Und danach ging sie in die Spätschicht im Pflegebereich, der körperlich wie geistig erschöpfend ist. Zu behaupten, sie hätte ein entspanntes Zeitbudget gehabt, ist absurd.

Noch absurder wird es bei deiner finanziellen Aufrechnung. Du argumentierst ernsthaft, sie hätte durch das Pflegegeld und Kindergeld „finanziell durchaus gute Möglichkeiten“ gehabt. Theo, das Pflegegeld bei Pflegegrad 4 und das Kindergeld sind kein Einkommen deiner Frau! Das ist kein Taschengeld zur freien Verfügung, sondern die gesetzliche Absicherung für den enormen Mehraufwand eines schwerstbehinderten Kindes.
Dass du dieses Geld in deine Bilanz einrechnest, zeigt nur deinen verbitterten Blick auf ihr Konto.

Dieses Konto wurde nicht eingerichtet, weil sie „ihre Schulden hat weiterlaufen lassen“, sondern weil es die einzig rechtliche Brandmauer war, um das Überleben eurer Kinder und das Pflegegeld vor deiner Suchthistorie und deinen Gläubigern zu schützen.

Es hat nur deshalb „funktioniert“, weil sie dafür gesorgt hat, dass das Geld der Kinder auch wirklich bei den Kindern ankommt – anstatt spätestens 2024 im Totalruin zu enden.

Du weichst der Suchtfrage jetzt aus, weil dir die mathematische Realität um die Ohren fliegt. Mit den paar Hundert Euro aus einem 30-%-Job wird man nicht spielsüchtig im Admiral & Co, das kann ein Süchtiger an Automaten innerhalb von Minuten verzocken. Hättet ihr beide das exzessiv getan, wärt ihr nach ein paar Monaten obdachlos gewesen.
Hör auf, ihr das andichten zu wollen, um dich im Forum als moralisches Gegengewicht aufzubauen. Ihre Affäre macht sie sicher nicht zum moralischen Vorbild, aber war kein bösartiger Verrat an einer „funktionierenden Ehe“, sondern wohl eher der verzweifelte Ausbruch einer ausgebrannten Frau, die in eurer emotionalen Eiszeit einfach mal ein unvernebeltes Wort und ein bisschen menschliche Wärme gesucht hat. Und vielleicht einfach nur mal Ehrlichkeit, denn in keiner anderen Sucht wird soviel manipuliert, gelogen und betrogen wie in der Spielsucht.

Du holst dir hier im Forum von unkritischen Usern virtuellen Applaus ab und lässt dich auch noch als „verantwortungsvoll“ betiteln. 😅🤦‍♀
Pass wirklich auf, dass dieser Internet-Applaus nicht zu deiner neuen Rückfallsdroge wird. Denn wenn hier nach Mitleids-und Opfer-Duschen das Interesse der User abebbt - und damit auch dein Dopamin-Kick - sitzt du schneller in irgendeinem Krypto-Casino oder beim Wirten, als du bis 3 zählen kannst.

Ich werde hier also sicher nicht dein Dealer. Damit täte ich dir wirklich keinen Gefallen. Du machst eine schwere Zeit durch, das ist verständlich. Ihr beide. Und das schon lange. Aber dadurch ist deine Rückfallquote besonders hoch. Also halte dir besser den Spiegel vor, wie sehr du bis 2024 ihr Vertrauen in dich pulverisiert hast. Dann habt ihr vielleicht noch eine Chance - und sei es nur als gute Eltern.

• #65


T
Ich habe mich in dem Forum angemeldet, weil ich mir ehrlich gesagt verschiedene Meinungen und Ratschläge erhofft habe. Mir war bewusst, dass bei manchen Punkten Fragen entstehen und man bestimmte Dinge hinterfragen kann, gerade wenn sich aus den Erzählungen gewisse Unstimmigkeiten ergeben. Dadurch entsteht natürlich schnell der Eindruck: „Was möchte er eigentlich wissen?“ Das kann ich nachvollziehen.

Ich sehe meine Fehler ein und stehe auch dazu. Ich möchte hier nichts schönreden und schon gar nicht Mitleid ernten. Es sind einfach sehr viele Dinge passiert, und wenn man versucht, alles aufzuzählen und gleichzeitig die unterschiedlichen Sichtweisen zu berücksichtigen, weiß man irgendwann selbst nicht mehr, was davon tatsächlich die ganze Wahrheit ist und was vielleicht durch die damalige Situation anders wahrgenommen wurde.

Gerade das Thema Spielsucht ist dabei ein wichtiger Punkt. Wer selbst einmal in diesem Teufelskreis gesteckt hat, weiß, dass man irgendwann in einer Art Parallelwelt lebt. Man redet sich vieles schön, verdrängt Dinge und findet immer wieder Erklärungen für das eigene Verhalten. Die Sucht und das ständige Geschehen rund ums Spielen beeinflussen die eigene Wahrnehmung enorm.

Auch bei den finanziellen Dingen entstehen dadurch schnell falsche Eindrücke. Ein Spieler findet leider immer wieder Möglichkeiten, an Geld zu kommen – sei es über Kreditkarten, Kredite oder andere Wege. Deshalb lässt sich von außen vieles nicht so einfach nachvollziehen.

Und natürlich ist mir bewusst, dass Kindergeld und Pflegegeld für die Kinder bestimmt sind. Das möchte ich auch überhaupt nicht anders darstellen. Mir ging es lediglich darum, die finanzielle Gesamtsituation zu erklären und zu verdeutlichen, warum manche Dinge von außen vielleicht anders aussehen, als sie tatsächlich waren.

Auf jeden Fall weiß ich, dass ich mir professionelle Hilfe holen muss, und dazu bin ich auch bereit. Ich kann meine Frau allerdings nicht dazu zwingen, sich ebenfalls Hilfe zu suchen. Ich kann nicht in sie hineinschauen und weiß deshalb auch nicht genau, was gerade in ihr vorgeht. Bis heute habe ich leider keine wirkliche Antwort darauf bekommen, wie sie sich unsere Zukunft als Eltern vorgestellt hat und wie sie sich den weiteren Umgang miteinander im Sinne unserer Kinder wünscht.

Ich habe das Gefühl, dass sie momentan selbst in einem großen Gefühlschaos steckt und ich emotional einfach nicht mehr richtig an sie herankomme. Das macht die Situation für mich natürlich zusätzlich schwer, weil ich gerne verstehen würde, wie sie sich unsere gemeinsame Zukunft als Eltern vorstellt und wie wir trotz allem einen guten Weg für unsere Kinder finden können.

Ich versuche hier nicht, mich als Opfer darzustellen oder die Verantwortung von mir zu schieben. Ich möchte einfach verschiedene Sichtweisen hören und vielleicht auch besser verstehen, wie andere Menschen bestimmte Situationen von außen beurteilen.

• #66


Mariaa89
@Theo4590
Zitat von Theo4590:
Man redet sich vieles schön, verdrängt Dinge und findet immer wieder Erklärungen für das eigene Verhalten.

Tatsächlich scheint das Verhalten innerhalb einer Affäre ähnlich zu sein, so wurde es mir jedenfalls geschildert.

Zitat von Theo4590:
Ich versuche hier nicht, mich als Opfer darzustellen oder die Verantwortung von mir zu schieben.

Ich finde das tust du nicht, ich finde du stellst deine Frau eher als Opfer da. Sicher ist jeder in gewisser Art und Weise mal Opfer der Umstände.
Aber ich sehe es immernoch so, dass ihr beiden im sehr ähnlichen Situationen und wart und sie sich bewusst entschieden hat, diesen Weg 2 Jahre lang zu gehen.

Und ich finde es erschreckend, dass du in fast jedem Beitrag die Schuld in den Umständen oder bei dir suchst! Die Umstände sucht sich keiner aus, aber die affäre war ganz alleine der Fehler deiner Frau!

• x 4 #67


Stella31
Zitat von Theo4590:
Ich versuche hier nicht, mich als Opfer darzustellen oder die Verantwortung von mir zu schieben. Ich möchte einfach verschiedene Sichtweisen hören und vielleicht auch besser verstehen, wie andere Menschen bestimmte Situationen von außen beurteilen.

Ich muss schon sagen, dass du auf Arnikas Nachrichten nicht besonders eingehst.
Wenn deine Frau auch spielsüchtig ist, um was für Summen geht es denn da?
Um Hunderte, Tausende, Zehntausende?

• #68