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Ehe am zerbrechen

Matthi94

Matthi94
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Hallo zusammen,
ich (m, 32) bin seit 13 Jahren in einer Beziehung und seit 6 Monaten verheiratet.
Unsere Beziehung war über all die Jahre hinweg eigentlich glücklich, mit den üblichen Alltagsproblemen, aber nichts Aussergewöhnliches.
Etwa einen Monat vor unserer Hochzeit (Oktober 2025) hat meine Frau eine neue Stelle angefangen als Assistentin der Geschäftsleitung bei einem Versicherungsunternehmen.
Ab etwa Neujahr ist mir aufgefallen, dass sie einen sehr engen Kontakt zu einem Arbeitskollegen aufgebaut hat – auch privat. Ich habe sie darauf angesprochen, aber sie hat mir immer versichert, ich müsse mir keine Sorgen machen, sie wisse, wo sie hingehört.
Mitte Januar begann sie dann, einmal pro Woche nach der Arbeit mit ihm joggen zu gehen. Auch das war für mich zunächst in Ordnung. Sie hat mir viel von ihm erzählt, unter anderem, dass er Beziehungsprobleme habe. Ich habe ihr mehrmals gesagt, dass sie aufpassen soll, weil sich in so einer Konstellation schnell Gefühle entwickeln können – gerade von seiner Seite. Auch hier hat sie mich beruhigt und gesagt, ich müsse mir keine Sorgen machen.
Das ging so weiter bis Mitte Februar. Dann habe ich zufällig über unsere Kamera ein Telefongespräch mitgehört, in dem sie zu ihm sagte, er könne doch zu uns kommen und sich hier umziehen, da ich sowieso nicht zu Hause sei.
Ich habe sie darauf angesprochen und gesagt, dass ich das nicht in Ordnung finde und dass sich da aus meiner Sicht zu viel entwickelt. Ich habe sie gebeten, für unsere Beziehung das Joggen und den privaten Kontakt einzuschränken. Sie hat es zwar teilweise eingesehen, aber auch klar gesagt, dass sie sich nichts verbieten lässt.
Danach war das Thema erstmal ruhig. Ich hatte nie wirklich das Gefühl, dass etwas körperlich läuft, da ich kein auffälliges Verhalten bemerkt habe.
Mitte April (11.4.–18.4.) waren wir mit zwei Freunden in einer Villa auf Teneriffa. Am 13.4. habe ich sie darauf angesprochen, dass ich es schade finde, dass von ihr aus keine aktive intime Nähe mehr kommt. Sie meinte, das sei nur eine Phase.
Am 14.4. hatte ich Geburtstag. Sie war liebevoll und hat mir emotional das Gefühl gegeben, dass sich alles um mich dreht – körperlich kam jedoch nichts, nicht einmal eine kleine Aufmerksamkeit oder ein Geschenk.
Am 15.4. waren wir in einem T-Shirt-Laden, wo sie ein Shirt gesehen hat und meinte, sie würde das gerne für diesen Arbeitskollegen kaufen, da er am 16.4. Geburtstag hat. Für mich war das in dem Moment noch in Ordnung.
Am 16.4. habe ich mich am Nachmittag hingelegt. Als ich aufgewacht bin, habe ich sie gefragt, ob sie ihm schon geschrieben habe und ob ich die Nachrichten sehen dürfte. Sie sagte ja, habe die Nachrichten aber bereits gelöscht. Das machte mich stutzig. Ich fragte weiter nach, es wurde lauter, und irgendwann sagte ich: „Hör doch bitte einfach auf mit ihm, er tut dir nicht gut.“ Daraufhin antwortete sie: „Ich versuche es ja.“
In diesem Moment ist für mich eine Welt zusammengebrochen. All das, wovor ich sie gewarnt hatte, war eingetreten – es waren Gefühle im Spiel, sowohl von ihm als auch von ihr.
Ich war in einem fremden Land in einer absoluten Ausnahmesituation und wollte einfach nur weg. Ich bin weinend davongelaufen.
Später schrieb sie mir, und ich antwortete, dass ich nur zurückkomme, wenn sie sich von der Firma trennt. In meiner Verzweiflung habe ich auch geschrieben, dass ich nicht mehr hier sein wolle – so wie ihr Bruder, der sich vor 18 Jahren das Leben genommen hat. Das war ein riesiger Fehler, den ich zutiefst bereue.
Die restliche Zeit auf Teneriffa war sehr schwierig. Wir haben zwar noch Dinge unternommen, aber ohne echte Emotionen. Auch unsere Freunde haben stark darunter gelitten. Mir ist zudem aufgefallen, dass sie sich oft zurückgezogen hat (Bad/WC), vermutlich um mit ihm zu schreiben.
Am Abreisetag (18.4.) erhielt sie eine Nachricht von ihrer Chefin, dass sie sich Gedanken über ihre Zukunft machen solle und ein Gespräch folgen würde.
Sie hatte Angst, gekündigt zu werden oder dass etwas bemerkt wurde.
Auf dem Rückflug sagte sie mir, dass sie mich eigentlich nicht aufgeben wolle und es mit uns weiter versuchen möchte.
Zu Hause hatte sie dann das Gespräch: Aufgrund interner Umstrukturierungen wollen sie sie nicht mehr als Assistenz behalten, sondern ihr eine Position im Aussendienst anbieten. Sie sollte sich bis gestern entscheiden.
Wir haben darüber gesprochen, aber ich hatte das Gefühl, ich komme nicht mehr wirklich an sie heran. Ich bin überzeugt, dass dieser Job nicht zu ihr passt, habe versucht, ihr das zu erklären – sie hat es aber als Versuch interpretiert, sie aus der Firma wegzubringen.
Schlussendlich habe ich sie unterstützt und gesagt, sie solle das machen, wenn es sich für sie richtig anfühlt. Dies hat sie auch Heute so kommuniziert im Betrieb.
Aktuell ist es zwischen uns sehr schwierig. Wir sehen uns abends, essen zusammen und reden etwas – aber von ihr kommt keinerlei Nähe.
Ich habe sie darauf angesprochen, und sie sagt, sie wisse im Moment überhaupt nicht, was sie will. Ich wäre bereit, an unserer Beziehung zu arbeiten, aber sie ist sehr unsicher – unter anderem wegen meiner Reaktion auf Teneriffa und weil sie nicht weiss, ob sie sich selbst verzeihen kann. Sie sagt auch, sie wisse nicht, ob sie mich „verdient“ habe und dass sie es schlimm findet, dass sie überhaupt Gefühle für einen anderen Mann entwickeln konnte.
Ich habe ihr gesagt, dass wir eine sehr belastende Zeit hatten (Stress nach der Hochzeit, gesundheitliche Diagnose bei mir, kranke Mutter usw.) und ich sicher weniger präsent war. Für mich war das aber eine Phase.
Sie hat mir jedoch während dieser Zeit immer gesagt, ich müsse mir keine Sorgen machen.
Zusätzlich habe ich mir ein Buch gekauft („Die Vermessung der Liebe“), weil ich bereit wäre, an unserer Beziehung zu arbeiten und Dinge besser zu verstehen. Ich hätte mir auch vorstellen können, das gemeinsam mit ihr zu lesen. Gleichzeitig habe ich aber das Gefühl, dass das im Moment nicht passt – weil so etwas nur dann Sinn macht, wenn beide wirklich investieren wollen. Aktuell habe ich eher das Gefühl, dass sie selbst nicht weiss, wie es weitergehen soll.
Was mich zusätzlich stark belastet: Ich habe jeweils schon um 13:00 Feierabend und bin dann viel alleine zu Hause. In dieser Zeit kreisen meine Gedanken extrem, ich habe Angst, male mir Dinge aus und komme oft nicht mehr raus aus diesem Kopfkino. Gleichzeitig weiss ich, dass sie sich vermutlich extra früher bei der Arbeit mit ihm trifft und auch die Mittagspausen mit ihm verbringt. Das macht es für mich emotional sehr schwer, den Alltag im Moment zu bewältigen.
Jetzt stehe ich da und weiss nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ich fühle mich hilflos und überfordert.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder einen Rat für mich?
Vielen Dank.

#1


FrauDrachin
Zitat von Matthi94:
Jetzt stehe ich da und weiss nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ich fühle mich hilflos und überfordert.

Oh Mensch, Matthi, das tut mir echt leid, in was für einer blöden, schwierigen, belastenden Situation du steckst!

Na klar fühlst du dich hilflos und überfordert, und ich denke, der erste Schritt ist, genau das anzuerkennen. Du bist hilflos und überfordert, weil du ohne eigenes Zutun in eine Lage gebracht wurdest, die du aktiv versucht hast, zu verhindern, und die alles in Frage stellt, worauf du die letzten 13 Jahre dein Leben aufgebaut hast.

Was an deinem ganzen Text sehr stark auffällt ist, dass du dich abrackerst, tuts, ziehst, warnst, arbeitest, reflektierst, Verständnis hast... und leider übersiehst, dass der Ball gerade 100% bei ihr liegt.
Sie muss jetzt Schritte machen, und ihr wisst beide ganz genau, welche. Du hast ihr nicht eine sondern 1000 goldene Brücken gebaut. Sie hat auch nicht einen Schritt darauf gemacht. Im Gegenteil.

Meiner Meinung nach gibt es gerade nur die Möglichkeit, dass du schaust, wie es dir den Umständen entsprechend so gut wie möglich gehen kann.
Meiner Meinung nach scheint diese Beziehung schon lange zuende zu sein, spätestens seit sie den privaten Kontakt mit dem Kollegen aufgebaut hat. Ich befürchte, es ist an der Zeit, diese Wahrheit zu leben.
Ich denke gleichzeitig, dass das der einzige Weg ist, auf dem du mittelfristig heilen kannst, und gleichzeitig ist es der einzige Weg, sie vielleicht, ganz vielleicht, mal zum Nachdenken zu bringen. In dem Fall würde ich mir aber sehr genau überlegen, ob DU der Sache überhaupt noch eine Chance geben möchtest.

Im Moment kämpfst du jedenfalls für etwas, was es nicht mehr gibt.

x 2 #2


A


Ehe am zerbrechen

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Blindfisch
Guten Tag.
"Schade" das du hier aufgeschlagen bist, denn das heißt das dein Leben gerade in Schieflage geraten ist.
Ich würde dir gern gut zusprechen und Mut mach wollen. Allerdings sehe ich hier wenig Hoffnung.
Fast immer wenn die Frau betrügt oder die Beziehung für einen anderen verlässt, ist ganz plötzlich noch in der Beziehung ein anderer Mann "aufgeploppt". Der neue Arbeitskollege, ein Freund, der Gym-Kollege,....zu dem privat ein Konrakt aufgebaut wird. Mit dem man privat Zeit verbringt.
Zitat von Matthi94:
Ab etwa Neujahr ist mir aufgefallen, dass sie einen sehr engen Kontakt zu einem Arbeitskollegen aufgebaut hat – auch privat.

Die üblichen Beschwichtigungen sind auch immer gleich:
Zitat von Matthi94:
aber sie hat mir immer versichert, ich müsse mir keine Sorgen machen, sie wisse, wo sie hingehört.

Übersetzt: "Hey, da gibt es einen Typ, der mich interessiert - ich muss mir den mal genauer anschauen - nerv nicht."

So kommt eins ins andere:
Zitat von Matthi94:
Mitte Januar begann sie dann, einmal pro Woche nach der Arbeit mit ihm joggen zu gehen.

Zitat von Matthi94:
Sie hat mir viel von ihm erzählt, unter anderem, dass er Beziehungsprobleme habe.

Zitat von Matthi94:
Dann habe ich zufällig über unsere Kamera ein Telefongespräch mitgehört, in dem sie zu ihm sagte, er könne doch zu uns kommen und sich hier umziehen, da ich sowieso nicht zu Hause sei.

Zitat von Matthi94:
Am 15.4. waren wir in einem T-Shirt-Laden, wo sie ein Shirt gesehen hat und meinte, sie würde das gerne für diesen Arbeitskollegen kaufen, da er am 16.4. Geburtstag hat.

Zitat von Matthi94:
Als ich aufgewacht bin, habe ich sie gefragt, ob sie ihm schon geschrieben habe und ob ich die Nachrichten sehen dürfte. Sie sagte ja, habe die Nachrichten aber bereits gelöscht.

Zitat von Matthi94:
Mir ist zudem aufgefallen, dass sie sich oft zurückgezogen hat (Bad/WC), vermutlich um mit ihm zu schreiben.

Deine Reaktionen waren:
Zitat von Matthi94:
Auch das war für mich zunächst in Ordnung.

Zitat von Matthi94:
Ich habe ihr mehrmals gesagt, dass sie aufpassen soll, weil sich in so einer Konstellation schnell Gefühle entwickeln können – gerade von seiner Seite.

Zuschauen und sie warnen, das mehr entstehen könnte. Du brauchst sie nicht warnen, es ist ihr Ziel, das sich was entwickelt, ansonsten würde sie nicht so viel Zeit mit Ihm anstatt mit dir zu verbringen.

Das schlimme an der Sache: Du gibst dir die "Schuld" für ihr illoyales Verhalten:
Zitat von Matthi94:
Schlussendlich habe ich sie unterstützt

Zitat von Matthi94:
Ich habe ihr gesagt, dass wir eine sehr belastende Zeit hatten (Stress nach der Hochzeit, gesundheitliche Diagnose bei mir, kranke Mutter usw.) und ich sicher weniger präsent war.

Zitat von Matthi94:
Zusätzlich habe ich mir ein Buch gekauft („Die Vermessung der Liebe“), weil ich bereit wäre, an unserer Beziehung zu arbeiten und Dinge besser zu verstehen.

Dabei hat sie sich unterbewußt schon lange gegen dich entschieden:
Zitat von Matthi94:
weil sie nicht weiss, ob sie sich selbst verzeihen kann. Sie sagt auch, sie wisse nicht, ob sie mich „verdient“ habe und dass sie es schlimm findet, dass sie überhaupt Gefühle für einen anderen Mann entwickeln konnte.

Zitat von Matthi94:
Aktuell habe ich eher das Gefühl, dass sie selbst nicht weiss, wie es weitergehen soll.

Zitat von Matthi94:
Gleichzeitig weiss ich, dass sie sich vermutlich extra früher bei der Arbeit mit ihm trifft und auch die Mittagspausen mit ihm verbringt.


Zitat von Matthi94:
Jetzt stehe ich da und weiss nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ich fühle mich hilflos und überfordert.

Das ist verständlich und kein gutes Gefühl. Das wäre jeder in deiner Situation.
Zitat von Matthi94:
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder einen Rat für mich?

Mein Rat: Runter vom toten Pferd. Du brauchst nicht mehr weiter reiten.
Denn mit einem hat deine Frau recht:
Zitat von Matthi94:
Sie hat es zwar teilweise eingesehen, aber auch klar gesagt, dass sie sich nichts verbieten lässt.

Du kannst die Loyalität deiner Frau nicht erzwingen über Verbote oder Zwang. Sie müsste von sich aus ihre Loyalität zeigen.
Hat sie aber nicht. Es fing an, als sie sich entschlossen hat, diesen Kollegen näher kennen lernen zu wollen. Die Gefühle für ihn sind ja dann nicht einfach so entstanden sondern die Konsequenz ihrer Entscheidung Zeit mit ihm zu verbringen.
Dein Unbehagen hast du angesprochen - sie hats ignoriert und abgetan. Sie hat weiter gemacht und das wäre für dich der perfekte Zeitpunkt gewesen, aus der Geschichte auszusteigen. Aber wenn man(n) liebt, verschließt man die Augen vor der Tatsache, das sie dich nicht so liebt, wie du sie.
Um deine mentale Gesundheit zu schützen, würde ich dir empfehlen, die Frau und die Ehe zu verlassen. Ja, es ist hart und ein schaiz Gefühl, alles auf einmal zu verlieren. Aber noch hast du dich, und das musst du schützen. Je Länger du dort verbleibst, desto größer wird das Kopfkino und die Wahrscheinlichkeit das du noch mehr zu hören oder zu sehen bekommst, was die Beiden außer joggen und reden noch so treiben, wird steigen.
Raus da. Ich wünsche dir viel Kraft.

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G
Zitat von FrauDrachin:
Oh Mensch, Matthi, das tut mir echt leid, in was für einer blöden, schwierigen, belastenden Situation du steckst! Na klar fühlst du dich hilflos und überfordert, und ich denke, der erste Schritt ist, genau das anzuerkennen. Du bist hilflos und überfordert, weil du ohne eigenes Zutun in eine Lage gebracht wurdest, ...

@Matthi94 erst einmal willkommen im Forum, auch wenn der Anlass kein guter ist. Hier wirst du
immer jemanden antreffen der versucht dir zu helfen.

Deine Frau hat, trotz deiner richtigerweise im Verlauf ausgesprochener Warnungen, vielfach sich
bewusst dafür entschieden sich dem Arbeitskollegen zuzuwenden. Sie war dir gegenüber nicht mehr
loyal und hat Gefühle für den Anderen entwickelt und bei dir, ihrem EM abgezogen und dein Ver-
trauen missbraucht. Hinzu kommt ihre Kälte dir gegenüber mit keine Nähe mehr zulassen.

In solchen Fällen ist es immer sinnvoll und nicht selten die einzige Chance noch etwas zu verhindern,
bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen, dem auf Abwegen sich zubewegenden LP nicht die Zeit und
den Raum zu geben und damit verfestigen zu lassen. Bei dir waren ja die Warnzeichen schon länger
vorhanden und wurden immer deutlicher.

Vermutlich dürfte es jetzt zu spät sein, da sie nicht sofort den Kontakt zu ihrem Lover eingestellt
hat, keine Reue zeigt und sich nicht zu dir bekennt. Aus Selbstschutz und Erhalt des eigenem
Selbstwertest wäre es sinnvoll die Ehe als gescheitert anzusehen. Bleibe dennoch höflich und
freundlich ihr gegenüber, aber distanziert und bitte sie so schnell - wer die Ehe nicht mehr will
sollte auch das als eine Konsequenz akzeptieren - auszuziehen.

@Matthi94, Kopf hoch. Deine EF hat sich, nur noch nicht klar geäußert, aber praktisch entschieden
nicht mehr als LP an deiner Seite zu sein. Das gilt es zu akzeptieren und diesen Lebensabschnitt
als beendet zu sehen. Ich möchte dir hiermit Mut machen, dein Leben selbst in beide Hände zu
nehmen und darauf zu vertrauen, dass es das Schicksal gut mit dir meint und es im Rückblick
erkennbar gut war, wie es gekommen ist. Alles Gute.

x 3 #4


Worrior
@Matthi94
Das ist aber ein Mist.
Sicher merkst Du selbst dass es das war.
An dem Punkt wo Du das Ruder hättest rumreissen können hast Du geredet und didkutiert anstatt gehandelt.
Da bist Du nicht der Erste und nicht der Letzte dem das passiert ist.
Im übrigen kann ich mich den Ausführungen von @Blindfisch anschließen.
Leider habe ich auch keine besseren Nachrichten für Dich.
Raus da, sofort!
Viel Glück und Kraft auf Deinem Weg.

x 1 #5


Waris07
@Matthi94

Das ist eine richtig beschissene Situation. Ich kann gut nachvollziehen, wie viel Schmerz, Unsicherheit und innere Überforderung das gerade bei dir auslöst. Wenn du gerade nicht weißt, wo oben und unten ist und da auch eine lähmende Angst sitzt, ist das absolut verständlich.
Das ist nichts, was man einfach wegdenken kann - das trifft einen existenziell. Aufmunternde Emojis

Du hast es gesehen, klar angesprochen und gewarnt. Sie ist trotzdem in diese Verbindung zum Arbeitskollegen gegangen und hat sie sogar weiter vertieft.
Damit ist die nüchterne Realität: Deine Worte haben bei ihr keinen Richtungswechsel ausgelöst.

Solange du weiterhin bleibst, ausharrst, erklärst und hoffst, während sie weiter emotional zweigleisig unterwegs ist, passiert aus ihrer Sicht etwas sehr Einfaches: Es hat keine spürbare Konsequenzen. Und genau dadurch gibt es für sie auch keine Veranlassung, irgendetwas zu verändern oder gar eine klare Entscheidung zu treffen.
Das ist der Punkt, an dem du gerade stehst und der sich für dich vermutlich nach Ohnmacht anfühlt...

Worte helfen hier nicht mehr weiter. Nicht, weil sie dich nicht versteht - sondern weil Verständnis allein nichts mehr verändert.
Entscheidend ist jetzt nicht mehr, was du noch sagen könntest, sondern wie du dich verhältst.
Wer du bist, wofür du stehst und was du in deinem Leben nicht mehr mitträgst, zeigt sich nicht (mehr) in Gesprächen, sondern in deiner Position und deinen eigenen - von ihr unabhängigen - Entscheidungen.

Die Frage ist deshalb nicht mehr, wie du sie mit Worten zurückholst, sondern - Wie handelst du, wenn sich an dieser Dynamik nichts ändert?

#6