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Ehe kaputt und einen anderen kennengelernt - und nun?

poesine

Hallo,

bin neu und möchte kurz von meinem Chaos berichten:

Ich bin lange verheiratet und hab 2 Kids. Die Ehe ist kaputt, da ich mich emotional und im Alltag komplett alleine gelassen fühle.
Nun hab ich Ende Mai einen Mann kennen- und liebengelernt...
Er gibt mir die Kraft und den Mut mich zu trennen, aber leider immer nur, wenn wir Kontakt miteinander haben.
Im Alltag ist jede Kraft verschwunden und so lebe ich vor mich hin.
Fühle mich gefangen in einer Welt, in der ich nicht leben kann.

Seit Samstag habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm (von mir aus) und ich leide schrecklich.
Hoffe immer auf eine Mail oder SMS von ihm, da ich denke er sollte mir zeigen, daß ich ihm superwichtig bin.

Mich macht dieses ganze Chaos krank...

Ist es normal, daß man weiß wie man leben möchte und trotzdem vor lauter Angst weiterhin unglücklich bleibt und nichts verändert

21.06.2012 22:37 • #1


Carlson


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Es stellt sich die Frage, ob du deine Ehe noch retten willst, oder nicht. Was sind die Gründe? Was glaubt dein Mann?
Kläre das für dich. Dann entscheide dich für oder gegen deine Ehe.
Das ist der erste Schritt.
Danach kannst du in Ruhe schauen, ob du eine neue Beziehung möchtest!
In Ruhe!

21.06.2012 22:51 • x 1 #2


poesine


Ich möchte diese Ehe nicht mehr, das weiß ich schon lange und hat auch nichts mit dem anderen zu tun.
Jahre alleine gelassen zu werden ist nicht der Sinn einer Beziehung.
Nur was hält mich ab die Trennung einzuleiten?
Angst vor allem was auf mich zukommt.
Alleine zu leben,
Kinder, die leiden (meine jüngste sagte mir letztens: "Ich will euch beide" )
Angst vor den ganzen Veränderungen einfach....

21.06.2012 22:57 • #3


poesine


Ich habe in diesem Menschen eine aktive Hilfe, sogar meinen Rettungsanker, gesehen.
Der mich tatkräftig unterstützt, weil es ihm um mich geht.
Das war wohl mein Fehler, aber ich allein hab die Kraft und den Mut nicht mich zu trennen

Wie haben andere geschafft zu gehen trotz aller Ängste ob man das alles schafft ?

22.06.2012 23:04 • #4


Sensibler_61


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Hallo poesine,

das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich hatte ca. ein Jahr eine Affäre mit einer verheirateten Frau. Vor ca. 6 Wochen habe ich mich dann von meiner Frau getrennt, weil meine Freundin mit mir zusammen leben wollte. Sie hat die Trennung auch für ganze drei Tage durchgehalten, ist aber dann wieder zurück zu ihrem Mann. Sie sagt ihm offen, dass sie ihn nicht liebt und das auch noch nie getan hat. Sie mag ihn, aber mehr auch nicht. Jedoch hat auch sie die kraft nicht, sich von ihm endgültig zu trennen.
Meine Vermutung ist nun, dass sie einfach nicht genug Selbstbewusstsein hat, um sich zu trennen, weil er sie in all den Jahren ihrer Ehe ständig kritisiert und klein gemacht hat. Auch scheint sie es nicht zu schaffen, sich von der Gewohnheit zu trennen, weil es ja bequemer ist, dort wie gewohnt weiter zu leben, als den Schritt in ihr Glück zu gehen.
Die Gewohnheit scheint ein großer Faktor zu sein, den einige Menschen höher einschätzen als ihr eigenes Glück. Eine Frau, die bei ihrem Mann bleibt, weil sie den ganzen Ärger, den Stress und die damit verbundenen Gefühle nicht ertragen mag, macht sich meines Erachtens selber etwas vor. Es ist für mich dann nur eine Frage der Zeit, wann die Selbstvorwürfe kommen und man bereut, den Mut nicht aufgebracht zu haben.
Du sagst, dass er Dir nur Kraft gibt, wenn ihr Kontakt habt. Wann sollte er Dir denn sonst noch Kraft geben? Wenn ihr keinen Kontakt habt, funktioniert das mit der Kraft geben nicht, da wir noch nicht telepatisch miteinander kommunizieren können.
Aber wenn Du ihn liebst und er sogar ein Anker für Dich darstellt, solltest Du endlich den Mut aufbringen und zu ihm gehen. Trenn Dich von Deinem Mann und mach das, was Dir Deine Gefühle sagen. Gelegenheiten sind schnell vorbei und man trauert diesen sehr oft hinterher. Aber dann ist es zu spät.
Aus Bequemlichkeit den Status Quo zu erhalten, halte ich für viel schlimmer, als sein eigenes Glück endlich beim Schopf zu ergreifen und sich einen Ruck zu geben.
So eine Trennung ist mit viel Stress und Ärger verbunden, jedoch ist die Zeit absehbar. Wenn Du weiter bei einem Mann bleibst, den Du nicht liebst, ist die Zeit der Qual bedeutend länger, da Du unglücklich bist.

Viele Grüße

12.11.2012 12:43 • #5


poesine


Hallo Sensibler,

der andere ist nicht mehr aktuell, seit Juni ist viel Zeit vergangen.
Darf ich dich fragen warum du dich erst nach fast einem Jahr Affäre von deiner Frau getrennt hast?
Nehme mal an, daß du deine Affäre doch liebst.
Wie gehst du damit um, daß sie lieber bei ihrem Mann bleibt?
Habt ihr beide noch Kontakt?
Ich kann auf Dauer nicht mit einem Menschen zusammen leben, wenn keine Gefühle mehr da sind.
Habe meine Ehe versucht zu retten, aber das ist sinnlos und mittlerweile auch Geschichte.
Ihr Mann nimmt sie aber wieder auf und lebt mit dem Wissen von ihr nicht geliebt zu werden - hat er dann überhaupt noch Gefühle für sie?
Und wenn sie ihn geliebt hat, warum hat sie ihn dann geheiratet?

Lieben Gruß

poesine

12.11.2012 15:05 • #6


Sensibler_61


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Hallo poesine,

warum habe ich mich erst nach einem Jahr von meiner Frau getrennt?
Das hat viele Gründe. Wir hatten uns ein Haus gekauft und als ich die andere Frau kennenlernte, begannen wir grade zu renovieren. Wenn ich mich zu der Zeit getrennt hätte, hätten wir jede Menge verlust gemacht und wären finanziell restlos ruiniert gewesen. Ich habe es kernsarniert und es stand im Haus kaum noch ein Stein auf dem Anderen. Also musste ich das erst zuende bekommen. Mit der anderen Frau war es zu der Zeit auch noch nicht so, dass wir uns getroffen hatten, sondern wir nur hin und wieder mal telefonierten. In der Zeit haben wir uns immer näher kennengelernt und dann nach einigen Wochen doch mal getroffen. Wir wollten es beide nicht. Aber es ist passiert.
Ich mache mir heute auch Vorwürfe, dass ich nicht spätestens nach dem Einzug reinen Tisch gemacht habe, aber irgendwie habe ich das alles nicht gekonnt. Warum ist mir heute auch nicht mehr klar, da ich die Gründe dafür heute ganz anders bewerte. Es war auf jeden Fall ein Fehler, alles geheim zu halten, nach dem Einzug in das Haus. Ich habe immer gedacht, dass ich meiner Frau nicht so weh tun kann, sondern ihr einfach sage, dass ich mir eine Wohnung suche und es dann so darstelle, dass ich eine neue kennengelert hätte. Ich weiß, dass war sehr feige und wie ich schon sagte, heute sehe ich mein Verhalten komplett anders, als damals. Die Fehler habe ich erkannt. Jedoch hatte sich das Verhältnis zwischen meiner Frau und mir in den letzten zwei Jahren eher zu einer Freundschaft als zu einer Partnerschaft entwickelt. Das neue Haus hat uns das nur schneller vor Augen geführt. Das haben wir beide erkannt und können heute über alles wie Freunde reden.

Warum sie bei ihrem Mann bleibt kann niemand verstehen, der sie kennt. Selbst ihre beste Freundin, die sie schon seit 30 Jahren kennt sagte mir, dass sie sie nicht verstehen kann.
Der Mann von meiner Freundin scheint meines Erachtens eine narzisstische Persönlichkeitsstörung zu haben. Er hat sie all die Jahre immer wieder klein gemacht, sie oft kritisiert, immer wieder alle Freunde und Bekannten vergrault. Er hat sie mehrfach s.uell genötigt, ist aber dann doch nicht bis zum Äußersten geganen. Ihre Kinder aus erster Ehe sind wegen ihm ausgezogen und selbst ihre Eltern kommen nur noch zu ihr, wenn er nicht da ist. Sie erzählte mir von Anfang an, dass sie ihn nicht liebt und dieses auch noch nie getan hat. Sie war halt damals von ihrem ersten Mann verlassen worden und stand mit nichts da. Sie hatte nur einen kleinen Job und ihre Eltern haben sie finanziell unterstützt. Sie fand ihren Mann anfangs nett und sie sind dann zusammen gekommen. Sie meinte oft zu mir, dass es keine Liebe war, sondern die Sicherheit, dass da jemand war, der sie und ihre Kinder versorgt hat. In der Zeit mit mir, so sagte sie oft, hat sie immer mehr festgestellt, wie schlimm er sie und ihre Kinder oft behandelt hat. Sie hätte oft alles nur runtergeschluckt, damit es keinen Ärger gibt und ihre Kinder das nicht mitbekommen. Wir haben uns in all den Monaten immer mehr lieben gelernt. Sie sagte mir mehrfach, dass ich der erste Mann in ihrem Leben sei, den sie wirklich liebt und dem sie das jemals gesagt hat.

Dann hat ihr Mann die Affäre rausbekommen und seit dem Tag belagert er sie, dass er sich ändern wird und alles für sie tun wird. Er will sich ändern, weil er festgestellt hätte, dass er all die Jahre nicht nett zu ihr war. Er hat ihr erzählt, wie schwer seine Kindheit war und stellte sich immer wieder als das Opfer seiner Jugend dar. Sie wollte die Trennung dann durchziehen und hat es ihm auch gesagt. Aber nach ein paar Tagen hat sie dann doch wieder einen Schritt zurück gemacht. Sie meinte nur, dass alles für sie eine Nummer zu groß wäre. Wir hatten alles geplant und wollten uns treffen um die Details zu besprechen. Ihr Mann sagte dann plötzlich, dass er aus dem gemeinsamen Haus nicht auszieht und sie zusehen soll. Er hat ihr dann Bilder von Frauen gezeigt, mit der er sie betrogen hat, hat sie beleidigt, ihr versucht das Leben sehr schwer zu machen und hat ihr immer wieder gesagt, dass ich eh wieder gehen würde, wenn ich erstmal weiß, wie sie im Alltag ist. Zwischendurch hat er immer wieder vor ihr auf den Knien gelegen und ihr vorgeheult wie sehr er sie liebt und braucht. Er hat dann ihrer besten Freundin Hausverbot erteilt, ohne dass sie es wusste und tat ansonsten immer wie geleutert. Er legt sich plötzlich richtig ins Zeug und macht alles für sie. Jedoch weiß sie auch aus Erfahrung, dass das nicht lange vorält, da er es schon ein paar mal versprochen hatte, aber sobald für ihn alles wieder in Ordnung war, ist er sofort wieder in alte Verhaltensweisen zurückgefallen.

Nun belagert er sie ständig, warum sie zu mir sagen konnte, dass sie mich liebt, aber das nicht zu ihm sagt. Immer wieder sagt sie ihm, dass sie das nicht kann, weil sie ihn nicht liebt. Sie mag ihn, aber nicht mehr. Damit hat er riesige Probleme, will aber nicht einsehen, dass die Ehe kaputt ist. Er erzählt ihr täglich mehrere 100 mal, dass er sie jetzt erst lieben gelernt hätte, weil sie sich sehr verändert hätte in den letzten Monaten. Aber das sagt er, seit dem er alles herausgefunden hatte. Verändert hatte sie sich ja vorher schon, aber das war ihm nicht aufgefallen, da er immer zu sehr mit sich selber beschäftigt war. Ich halte das für den Kampf eines Mannes, der von sich meint, dass man ihn nicht verlässt.Sobald sie sich ihm wieder hingibt, wird er wieder genau so sein wie vorher. Denn dann ist seine Welt wieder in Ordnung und der Kick des "Eroberns" vorbei.

Meine Vermutung ist, dass sie einfach nicht mehr das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl hat, um die Kraft für eine Trennung aufzubringen. Sie scheint das psychisch nicht übers Herz zu bringen, weil ihre Schwiegermutter, ihre Schägerinnen, ihre Mutter immer wieder erzählen, dass das alles so traurig wäre und heulen ihr alle was vor. Auch erzählen sie immer, dass ihr Mann ohne sie eingehen würde.

Dann hat sie mir plötzlich geschrieben, dass es vorbei wäre weil sie das alles nicht mehr bewältigen könne. Seit dem hat sie sich drei Wochen nicht mehr gemeldet und schrieb mir dann letzte Woche Donnerstag, dass sie sich entschuldigen wolle für das ganze hin und her und nochmal, dass ihr alles eine Nummer zu groß war. Jedoch kein "Lebe wohl" oder "schönes Leben". Nur Liebe Grüße. Nun meint jeder, dass es ein Testballon war, um herauszufinden, ob ich noch Kontakt möchte. Ich weiß es nicht, ob es so ist, oder nicht. Ich weiß momentan nur, dass ich die Frau noch immer sehr liebe und sie gerne an meiner Seite hätte. Jedoch kann ich mich dort nicht melden, da ihr Mann sie schon zur Genüge belagert. Sie weiß, dass ich sie liebe und entweder, sie macht jetzt einen Schritt vorwärts, oder sie lässt es und fällt in ihr altes Leben vor unserer Zeit zurück.

Wie gehe ich damit um, dass sie scheinbar dort bei ihrem Mann bleibt?
Ich verstehe es nicht, dass man ohne Liebe zusammen bleibt. Grade bei ihr verstehe ich es nicht, da er sie ja zum Teil menschenverachtend behandelt hat. Aber was kann ich machen? Eigentlich nur abwarten und hoffen. Solange bis sie sich vielleicht doch zu mir bekennt und den Schritt geht, oder ich darüber hinweg bin und nicht mehr möchte. Wir haben uns oft über alles unterhalten und ich habe immer zu ihr gestanden und ihr geholfen. Ich war der Fels in ihrer Brandung, wie sie oft sagte. Alle, die uns beide zusammen kannte, meinten nur, dass sie sie noch nie so glücklich und gelöst gesehen hätten, wie mit mir. Auch sie meinte, dass sie mit mir endlich einen Mann getroffen hätte, der sie nicht ändern will, sondern sie so nimmt wie sie ist.

Wie gehe ich damit um?
Momentan leide ich sehr und es ist nicht einfach mit der ganzen Situation umzugehen. Ich liebe diese Frau wirklich, sonst hätte ich mich nicht von meiner Frau getrennt und mir eine eigene Wohnung gesucht, in die ich Anfang Dezember einziehe. Das weiß sie nun auch, da ich auf ihre SMS kurz geantwortet hatte. Es ist sehr schwer für mich, sie zu vergessen, weil wir sehr weit in unseren Planungen waren. Ich versuche mich inzwischen immer wieder abzulenken, damit ich nicht ständig an sie denken muss. Aber das gelingt mir nicht wirklich oft. Ich habe auch Termine bei einer Therapeutin, mit der ich alles aufarbeiten möchte.
Wie Du siehst, weiß ich selber noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Eigentlich sollte ich den Kontakt komplett abbrechen, aber ich liebe sie und habe noch immer Hoffnung. Sehr verzwickte Situation für mich.

Sorry, wenn das Posting jetzt sooo lang ausgefallen ist. Aber vielleicht zeigt es den Grund meiner Hoffnung und Verzweiflung.

Liebe Grüße

12.11.2012 17:50 • #7


poesine


Danke dir für deine Offenheit und die ehrlichen Erklärungen.
Wenn du sie liebst, dann warte auf Sie.
Sie weiß, daß diese "Ehe" sie nur unglücklich macht und ich hoffe für Euch beide sehr auf eine Chance.
Ist sie jetzt auch noch finanziell von ihm abhängig?
Sie sollte lernen sich von ihm zu lösen, wenn sie es nicht alleine kann, dann mithilfe einer Therapie.
Die gibt ihr Kraft.
Hast du ihr das mal vorgeschlagen?

12.11.2012 18:10 • x 1 #8


Sensibler_61


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Ja, das habe ich ihr mal gesagt, aber sie meinte, dass sie keine Therapie bräuchte. Wahrscheinlich sieht sie es noch nicht ein, dass sie Hilfe bräuchte.
Ja, auch heute ist sie noch finanziell abhängig von ihm. Sie wollte ab dem nächsten Jahr mehr Stunden arbeiten gehen, damit wir die Zeit der Trennungen auch finanziell überstanden hätten. Es wäre zwar gut, aber nicht nötig gewesen. Ob sie jetzt noch den Wunsch hat, mehr zu arbeiten, kann ich leider nicht sagen.

Aber ich werde auf sie warten. Wenn sie sich für mich entscheidet werde ich sie nicht hängen lassen, sondern glücklich sein und sie lieben.

Jedoch möchte ich nicht mehr in diesem hin und her stehen und nicht wissen, wohin es geht. Aus diesem Grund versuche ich jetzt mein Leben erstmal alleine in die Hand zu nehmen und alles regeln, was es für mich zu regeln gibt. Ich kann nur hoffen, dass sie den Schritt zu mir findet und auch gehen kann. Ich würde ihr jedenfalls bei allem helfen und wäre für sie da.
Sie meinte sehr oft, dass so eine Chance wie mit mir, nicht mehr kommt und sie diese jetzt ergreifen wolle. Sie ist 52, ich bin 51. Sie meinte, dass sie ihre große Liebe gefunden hätte und ihre letzten 20 - 25 verbleibenden guten Jahre glücklich sein möchte.

Mal sehen, ob sie das noch möchte und die Kraft dafür aufbringt, oder ob sie sich das alles nicht mehr zutraut und lieber so weitermacht wie all die Jahre vorher.

Ich danke Dir auf jeden Fall für Deine aufbauenden Worte. Es tut gut, hier im Forum so viele Menschen zu finden, die einen aufbauen

Liebe Grüße

12.11.2012 18:22 • #9


poesine


Find ich prima, daß du weiterhin für sie da bist.
Ist ja auch für dich sehr schwierig.
Du leidest ja erstens unter der Trennung von ihr und dann zweitens weil du tatenlos zusehen mußt wie sie weiterhin fertiggemacht wird.
Schade, daß sie sich keine professionelle Hilfe holt.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, es ist super wichtig zu wissen da im Hintergrund ist jemand der für einen da ist.
Ich bereite mich gerade auf die Trennung vor.
Morgen ist Termin bei der Anwältin zwecks Beratungsgespräch.
Und ich hab nur Angst
Aber an meiner Seite ist auch jemand mit dem ich immer reden kann.
Meist zwar nicht persönlich, aber auch so hilft er mir sehr.
Spricht mir Mut zu, sagt mir wie stark ich bin und das ich schon weiter bin als er.
Ohne diesen Menschen würde ich immer noch so leiden wie deine Freundin...

12.11.2012 18:30 • x 1 #10


Sensibler_61


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naja, ob sie leidet weiß ich momentan auch nicht. Schließlich scheint ihr Mann ihr momentan die große Liebe vorzugaukeln. Er will angeblich Anfang Dezember zu einem Psychologen gehen, aber bedrängt sie ständig mit ihm mitzugehen. Sie möchte das jedoch nicht, da sie ihm gesagt hat, dass er selber große Probleme mit sich hat und nicht dort in eine Art Paartherapie gehen möchte. Das war nämlich meine Vermutung, warum er den Termin gemacht hat. Jedenfalls hat sie ihm gesagt, dass er dort alleine hingehen soll. Ich hoffe, sie bleibt dabei.

Für Deinen Termin morgen wünsche ich Dir alle Kraft die Du brauchst um das zu überstehen. So eine Trennung ist nicht einfach, das mache ich ja grade im doppelten Sinne durch.

Schön, wenn Du jemanden hast, der zu Dir steht. Das finde ich sehr wichtig und es tut einem auch sehr gut.

Ich habe vor 20 Jahren schon eine Scheidung hinter mich gebracht. Ich kann Dir sagen, dass Du keine Angst haben brauchst. Anwälte sind zwar ehrlich aber auch einfühlsam, da sie die Sorgen, Ängste und Nöte ihrer Klienten auch kennen.

Ich drück Dir jedenfalls die Daumen und wünsche Dir alles Gute und Kraft bis unter die Haarspitzen

12.11.2012 18:38 • #11


poesine


Vielen lieben Dank
Mußte sogar schmunzeln, als ich las:
"Wünsche Dir alles Gute und Kraft bis unter die Haarspitzen".
Bei mir ist das auch kompliziert, da mein Mann mich nicht ernst nimmt und die Trennung nicht akzeptiert.
Die Kinder gegen mich aufhetzt mit Schimpfwörter unterster Schublade.
Und ne kräftige Ohrfeige gabs von ihm auch schon.
Aber ich möchte es immer noch friedlich regeln, da wir eben diese gemeinsamen Kinder haben.
Die seit neuestem ganz begeistert von Papa sind und "der ja viel netter als früher ist".
Der spielt jetzt (seit er vom Anwaltstermin weiß) den tollen Vater, damit die Kids weiterhin zu ihm wollen.
Hoffe, daß die Anwältin mich da beruhigen kann und die Kids bei mir bleiben können.
Sie werden zwar gefragt, aber er hat sich nie sonderlich viel eingebracht und seine Arbeit stets als das wichtigste angesehen.
Er kann sie regelmässig sehen, aber ich möchte weiterhin für sie sorgen.
Kann doch nicht sein, daß er 12 bzw. 14 Jahre sich kaum für sie interessiert und nun sie als Druckmittel einsetzt, damit ich ihn nicht verlasse .

12.11.2012 18:50 • #12


Sensibler_61


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Ich denke, dass die Anwältin Dich da schon beruhigen kann und die Kinder bei Dir bleiben können. Normalerweise ist es so, dass die Mutter vorang hat.

Dein Mann scheint genau so ein Kaliber zu sein, wie der Mann von meiner Freundin. Der möchte auch nicht, dass sie ihn verlässt, egal was kommt. Aber diese Männer denken nur an sich und ihren Vorteil. Den geht es nicht um Liebe. Sie versuchen dann alles um sich besser darzustellen und schauspielern oskarreif.

Ich drücke Dir alle Daumen die ich habe für morgen. Du schaffst das ganz bestimmt und Deine Stärke wird plötzlich da sein, wenn Du sie brauchst.

Lass Dich nicht von diesem Mann beeinflussen oder drangsalieren. Er hat Dich nicht verdient, denn Du bist stärker als er. Du brauchst nicht zu schauspielern, sondern bist die Frau, die Du bist. Und das ist authentischer als solche Egozentriker.

12.11.2012 19:02 • x 1 #13


Alena-52


Zitat von Sensibler_61:
Der Mann von meiner Freundin scheint meines Erachtens eine narzisstische Persönlichkeitsstörung zu haben.

Er hat sie all die Jahre immer wieder klein gemacht, sie oft kritisiert, immer wieder alle Freunde und Bekannten vergrault.
es liegt ja nicht nur an ihm, sondern auch an ihr. wir suchen uns immer genau den passenden partner für uns aus.

man hat sich den partner ausgesucht weil unsere "neurosen" so herrlich zusammenpassen und unbewusst suchen wir dann jemanden, der uns genauso behandeln und entwürdigen wird, wie es ursprünglich mal unsere bezugspersonen/eltern taten.

dieses muster gilt es zu erkennen und die bereitschaft da sein, aus dieser co-abhängigkeit auszusteigen - die bleibt in ihrem drama und du kannst es nicht ändern, sie hat sich selbst dafür entschieden - und du kannst lernen es zu akzeptieren.

12.11.2012 20:24 • #14


feuerteufel


Von Anfang an zum scheitern verurteilt sensibler.

Aber nur meine Meinung. Beziehungen die aus solchen halbgewalkten Kisten vielleicht nach tausend Jahren entstehen beruhen doch auf den falschen Grundsätzen oder ?

Das wird doch keine saubere ehrliche liebe das wird ein einziger Krampf.

12.11.2012 20:43 • #15




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