Apfelbäumchen
Gast
bin lange verheiratet und habe seit einiger Zeit eine heimliche Affäre mit einem ebenfalls verheirateten Mann. Mein Mann weiß nichts davon. Wir wollen uns beide nicht von unseren Partnern trennen und schätzen unsere Familienleben mit allen Vertrautheiten. Trotzdem brauchen wir einander. Wir würden ohne einander emotional verhungern. Unsere Ehen laufen nur deshalb wieder so gut, weil wir uns haben.
Ich bin mit meinem Ehemann viel im Gespräch, wir haben Paartherapien und Einzeltherapien hinter uns. Ich habe dabei gelernt, dass ich bestimmte Dinge eben einfach nie von meinem Mann bekommen werde. Von meinem Affärenmann bekomme ich sie. Mir ist klar, dass eine Affäre nicht mit einer Ehe zu vergleichen ist. Der Rausch und die Nähe einer Affäre kann im Alltag einer Ehe auf Dauer nicht gelebt werden. Mir ist klar, dass mein Affärenmann und ich in einer gemeinsamen Traumwelt leben. Trotzdem merke ich, dass ich immer süchtiger nach diesem Gefühl werde.
Das macht mir Angst.
Ich brauche, das Gefühl, dass mir meine Affäre gibt und fühle mich gleichzeitig jämmerlich, dass ich es brauche. Dass ich nicht, wie all die anderen Ehepaare glücklich und zufrieden bis ans Ende meiner Tage mit meinem Ehemann leben kann. Und ich habe Angst, vor der Abhängigkeit zum Affärenmann. Ich hab in letzter Zeit einiges Neues für mich entdeckt, hab einen großen Freundeskreis, engagiere mich politisch und bin sehr viel sportlich unterwegs. Ich sitze also nicht nur wartend zu Hause, aber die Gedanken an meine Affäre füllen mich vollkommen aus. Es ist schön, diese Nähe zu spüren, aber gleichzeitig auch beängstigend. Ich will zu meinem Mann stehen und ihn nicht immer wieder hintergehen.
ich will raus und schaffs nicht.
Mir ist klar, dass mir hier keiner eine Anleitung geben kann, meine emotionale Bedürftigkeit in den Griff zu bekommen. Ein paar Gedankenanstöße aber vielleicht.. Ich Dreh mich gedanklich immer wieder nur im Kreis.
Es tut mir leid, wenn ich mit meinem Beitrag hier Betrogene verletze, mir ist bewusst, dass ein Ehebetrug sehr schwerwiegend und verletzend ist.
Es hat mich zum Schluss schon so gequält, dass ich das Gefühl hatte, in einem Teufelskreis gelangt zu sein, der mir vorgab, ich könnte ohne eine gewisse Substanz/Art Dro. nicht mehr leben!Ich wollte da nur noch raus, da ich jegliche Emotionen mit mir allein ausmachen musste...Schmerz, Hochgefühl, Sehnsucht und immer wieder die Enttäuschung über das Verhalten dieses Mannes, der selber frei und ungebunden ist, wenig Empathie für meine Situation besitzt, und somit seine Belange und Bedürfnisse mit Unbekümmertheit, Unreife in Sachen beziehung auf seine Weise (auch nach mehreren Versuchen, abzuspringen, kam er immer wieder zurück) in Anspruch nehmen wollte!
wollte meinen Mann schon wegschicken, da ich wieder mit Kummer und Unsicherheit behaftet war, und hab somit die Reißleine gezogen! ich ahbe es beebdet, hab ihn geblockt, und habe mir somit selber ein geschwür herausgeschnitten, dass zwar blutet, aber ein gefühl der befreiung, vernunft und Klarheit bringt!