Zitat von AtzeFlip: tut sie nur nicht.
Hier. Schon wieder.
DU willst, dass SIE was tut.
Tu selbst was, was Deinen Bereich schützt. Geh zur Bank und frag, wie man das Gemeinschaftskonto auflöst oder einzelne Zahlungen zurück weißt, weil Du in Trennung mit der Mitinhaberin lebst und nicht mehr für sie mithaften möchtest. Dafür werden die Banken, je nachdem, was für ein Konto ihr habt, Lösungen haben. Das passiert da ja jeden Tag.
Zitat von AtzeFlip: Was macht sie schlauer als ich?
Sie zieht sich zurück.
Du rennst ihr hinterher und machst Dich nicht unabhängig.
Sie weiß, welche Rechte sie hat und geht immer genau bis an die Grenze, ist sehr stringent in ihrem Verhalten Dir gegenüber.
Du hast bis heute nicht durchgeholt, dass die Ebene, auf der Deine Ex mit Dir kooperieren muss, sehr schmal ist. Und sie bei allem anderen genau das macht, was für sie und (aus ihrer Sicht!) für die Kinder am besten ist.
Zitat von AtzeFlip: In dem ich wieder ein Schritt auf Sie zu gehe
Bloß nicht!
Das, was Du "einen Schritt auf sie zu" nennst, nennt sie vermutlich "dieser wahnsinnige Drecksack kommt schon wieder mit dem nächsten Vorschlag an, um mich zu irgendwas zu bewegen. Den lass ich abtropfen. Der soll mich in Ruhe lassen."
Zitat von AtzeFlip: Oder lasse ich jetzt alles so laufen?
Ja, lass doch erstmal so laufen. Ist doch jetzt gerade für Dich und die Kinder besser als alles, was die Monate davor war.
Und dann setzt Du Dich nochmal, am besten mit einem Freund zusammen, in eine Väterberatungsstelle und lässt Dir ganz in Ruhe Deine Optionen nennen. Und dann gehst Du die mit dem Freund, der Dich einbremst, wenn Du Dich wieder in Details verlierst, durch, wie in Zukunft (die nächsten Jahre bis z.B. die Kitazeit vorbei ist) die Betreuung mit der Umschulung mit einem Job und mit Hilfe von außen für Dich möglich ist. Kannst Du wirklich das Wechselmodell stemmen? Im Wochenwechsel oder immer nach 3,5 Tagen? Wie sieht es dann mit Deinen Finanzen aus? Wie sieht es aus, wenn es bei 3/4 Tagen bleibt und Du Unterhalt zahlen musst. Wie stehen die Chancen und Möglichkeiten, das Residenzmodell bei Dir zu machen? Rechne das durch. Schau nach einer Nanny und was die kosten würde. Erkundige Dich bei Arbeitgebern, was bei denen finanziell und zeitlich möglich ist.
Und dann entwickelst Du einen ganz detaillierten Plan, was DU genau und dauerhaft für Dich und die Kids WILLST.
Und DANN informierst Du Deinen Anwalt.
Und hast, gegen die Angst, auch noch einen Plan B in der Hand, falls Du an einen Familienrichter gerätst, der die Kinder wirklich eher der Mutter gibt als dem Vater.
In der Zwischenzeit MUSST Du darauf vertrauen, dass Deine Ex sich ausreichend gut um die Kinder kümmert, wenn sie nicht bei Dir sind.
Und ja, das ist sauschwer. Die ersten Wochen, die mein damals Zweijähriger von mir getrennt war und bei seinem Vater war, den ich als völlig Verantwortungslosen, egoistischen, selbstgerechten Vollidioten kennen gelernt habe, hab ich mein Kind jede Nacht schreien gehört und bin davon aufgewacht und habe das Schreien dann immer noch gehört. Obwohl das Kind Hunderte Kilometer entfernt war. So sehr beutelt einen die eigene Psyche und die Angst. Aber es nützt nichts. Da müssen alle Trennungseltern durch. Und dann beim Ex anzurufen und zu fragen, ob es dem Kind gut geht, geht dann eben nicht. Da gehört viel emotionale Disziplin dazu.
Zitat von AtzeFlip: Muss ich ihr mit Anwalt vor dem Bug knallen?
Nein. Der Anwalt kann sie auch zu nichts zwingen, deshalb ist das "vor den Bug knallen" nicht klug.
Sobald Du weißt, was Du (wirklich und dauerhaft) willst, schreibt Dein RA ein ganz nüchternes Schreiben mit Deinen Forderungen und einer Frist und dann muss das wohl zum Familiengericht. Und da zählen sachliche Argumente, kein Gepolter, keine Vorwürfe.
Zitat von AtzeFlip: Die Kinder belügt sie ja auch wenn sie den erzählt sie trifft sich mit einer Freundin.
Lass es. Lass die Nebenkriegsschauplätze. Lass die Empörung über jeden Pups von ihr. Lass es, Dir darüber Gedanken zu machen, wie sie die Kinder erzieht.
Du hast darauf keinen Einfluss mehr.
Leb Du den Kindern Deine Werte vor.
Und blende das, was bei der Ex passiert, völlig aus. Solange die Kinder es warm haben, Essen bekommen, bei Krankheit versorgt werden, einen Erwachsenen als Betreuung haben, keine Gewalt erfahren und die Schulpflicht erfüllt wird, gibt es dort nichts für Dich zu sehen oder zu überlegen oder zu tun.