Bennington
Gast
Zitat von Tin_:Hallo Bennington, puh, da hast du einiges durch. Die familiären Schläge, deine Erkrankung, die Probleme mit dem Arbeitgeber und wie so oft das ...
Ich hoffe du siehst es mir nach, dass ich nicht weiß, wie ich unterschiedliche Absätze zitieren kann, weshalb ich versuche, dir so zu antworten.
Thema Zeit: Ich habe eigentlich keine Zeit, mich in meinem Selbstmitleid zu suhlen. Ich bin momentan viel unterwegs und mache viel mit Freunden und meiner Familie. Das ist Ablenkung genug, denke ich. Ich gebe mir nicht wirklich die Zeit (außer abends mal), Trauer aufkommen zu lassen, obwohl Gefühle für sie natürlich noch da sind. Auch nutze ich die Zeit, etwas für mich und meine Zukunft zu tun.
Thema Gefühle: Ich denke es war mir schon bewusst, dass ich mit guten Dingen ihr gegenüber den Zauber nicht erhalten kann, zumindest nicht auf Dauer. Dass sich Gefühle mit der Zeit auch ändern können, dessen bin ich mir auch bewusst. Aber es liegt in meinem Naturell, anderen zu helfen, vor allem wenn sie mir die Welt bedeuten. Und da dachte ich wahrscheinlich unbewusst, dass meine guten Taten ihr zeigen, dass ich sie über alles liebe.
Ich frage mich allerdings, wie man es anstellt, damit nichts auf welcher Art und Weise auch immer geschmälert wird. Ich denke, du weißt, was ich meine.
Thema Verantwortung: Ich hatte nie in Betracht gezogen, ihr eine zu große Verantwortung zu geben. Viel mehr ging es mir darum, dass wir unsere Probleme gleichermaßen besprechen und, wenn es möglich war, angehen können, sodass niemand zu kurz kam.
Thema Sicherheit/Abhängigkeit: Ich fand es schön, dass sie in mir ihren Beschützer sah. Das hat mir das Gefühl gegeben, dass sie mir vertraut. Natürlich war im Endeffekt auch eine gewisse Abhängigkeit vorhanden, nämlich das sie aktiv Hilfe benötige, wenn sie aufgrund der Strapazen ihres Hüftleidens nicht mehr so und manchmal sogar gar nicht mehr konnte.