KeinRoboter
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Hast du dieses Erlebnis mit einer anderen Person geteilt oder wirst du das noch jemanden anvertrauen?
Zitat von unbeliebtEr:Das war also die niederschmetternde Wahrheit, und mein gesamtes Berufsleben hatte man mir was vorgemacht.
Zunächst ist das die Einschätzung und Wahrheit einer Arbeitskollegin, die dich bereits seit 25 Jahren kennt und in dieser Zeit nicht einmal auf dich zugegangen ist, um dich auf eventuelle Fehler aufmerksam zu machen.
Ich würde bei der Bewertung der beruflichen Situation zwei Ebenen trennen.
Zunächst die persönliche Kritik: Konstruktive Kritik hilft dir in deiner Entwicklung und ermöglicht es dir, dich zu verbessern und Fehler zu korrigieren.
Was dir deine Kollegin gesagt hat, erweckt bei mir nicht diesen Eindruck, es ging ihr anscheinend nur um eine Aufzählung von Kritikpunkten.
Lass das mal sacken, kannst du dich auf der Arbeit noch mit jemanden austauschen oder vertraust du einer Person genug, um mit ihr ein konstruktives Gespräch zu führen, das dich weiterbringt und in dem du ehrlich über deine Wahrnehmung
sprechen und von der du einen wertschätzenden Umgang erwarten kannst.
Dein Arbeitgeber:
Möchtest du langfristig in Strukturen arbeiten, wo man keinen Wert auf einen respektvollen Umgang legt, dein Chef/ deine Chefin nicht das Gespräch mit dir sucht, damit du die Chance hast dich zu verbessern oder Fehler zu korrigieren?
Wo es üblich ist, mit Arbeitskolleg:innen so umzugehen?
Mittelfristig kann ein Wechsel gut für dich sein, hilfreich wird er aber nur, wenn du dich wieder sicher fühlst in deiner Tätigkeit und souverän in der neuen Einrichtung agierst.
Nach meiner Erfahrung bringt ein Jobwechsel nichts, wenn man damit vor den eigenen Problemen/ Baustellen wegläuft. Letztlich ist das deine Entscheidung und du musst für dich einschätzen, was sich gut anfühlt.
Zitat von unbeliebtEr:Vor allem aber habe ich damit die Hoffnung, in meinem Leben noch einmal auf die Liebe zu treffen oder vielleicht gar eine Familie zu gründen, vollends begraben.
Auch wenn du hier einen Zusammenhang siehst oder es sich gerade so anfühlt, gibt es den nicht.
Deine Rolle in der Pflege und dein Privatleben haben nichts miteinander zutun.
Das sind zwei unterschiedliche Themen, die du auch für dich getrennt bewerten solltest.
Und nur weil ein paar Arbeitskollegen sich unmöglich verhalten, bist du noch lange nicht unbeliebt.