Frapro
Mitglied
- Beiträge:
- 50
- Themen:
- 4
- Danke erhalten:
- 17
- Mitglied seit:
es ist ein wirklich guter Morgen, die Sonne scheint und ich bin guten Mutes.
Freue mich auf mein Krafttraining, dass ich nun seit 5 Wochen regelmäßig betreibe. Mit meinem Gewicht geht es langsam wieder aufwärts, nachdem ich meinem Körper nach der Trennung, oder besser gesagt, eigentlich schon während der letzten 3 Monate unserer Affäre, immer mehr die Nahrung verweigerte.
Es war nur eine Affäre, denn als sie mich abstritt, hatte sie einer richtigen Beziehung den Boden unter den Füßen entzogen.
Ich beschäftige seit einigen Wochen sehr viel mit psychologischen Themen, um mehr über mich zu erfahren. Dabei stellte ich zufällig fest, dass ich an eine Frau mit einer narzisstischen Wunde geraten war. Diese Erkenntnis erleichtert es mir sehr, mich weiter von ihr zu lösen und den innigen Wunsch zu begraben, es noch einmal mit ihr zu versuchen.
Aufgrund ihrer persönlichen Störung wird sie es mir nie verzeihen, dass ich mich von ihr trennte.
Mittlerweile weiß ich auch, dass wir nur deshalb eine Zeit gut zusammenpassten, weil sich unsere beiden unterschiedlichen Störungen scheinbar ergänzten.
Ihre narzisstische Seele braucht ständige Bestätigung, die ich ihr durch meine Verlustangst gab.
Weil ich meine eigenen Bedürfnisse aus dieser Angst heraus unterdrückte und meinen Focus nur auf sie richtete, war sie scheinbar glücklich.
Aber meine Leidensfähigkeit hatte auch Grenzen, die sie überschritt. Und so kam, was zwangsläufig kommen musste: das Ende.
Ich ging nach dieser Trennung durch die Hölle, es war eine schlimme Zeit, die ich nicht mehr erleben möchte.
Aber ich musste durch diese Hölle, um wieder zu mir zu finden.
Es sind die individuellen Tiefpunkte im Leben eines jeden Menschen, die eine Chance bieten, sein Leben in eine neue Richtung zu lenken, sofern man sie erkennt.
Wenn man meint, dass es irgendwie läuft, ändert man nichts.
Glücklicherweise erkannte ich diese Chance und begann, mein bisheriges Leben kritisch zu hinterfragen.
Ich war (und bin es noch) ein Träumer, der anstatt seine Träume zu leben, sich sein Leben schön träumte, weil ich im realen Leben nichts auf die Kette kriegte.
Ich saß in einem Kino, schaute mir einen wunderschönen Film an, und als er zu Ende war, verließ ich das Kino nicht, sondern blieb sitzen.
Auch flüchtete ich mich in den Alk. und betrieb mit ihm schädlichen Missbrauch.
Mit ihr sollte es anders werden, hoffte ich. Heute weiß ich, dass ich mit meinem Selbstbeschiss auch während unserer Zeit nicht aufhörte und mir unser künftiges gemeinsames Leben ebenfalls zurecht träumte.
Ich war mir in den letzten Jahren nicht treu geblieben, passte mich zu sehr den gegebenen Umständen an und hatte mich aufgegeben, war nicht mehr ich selbst, sondern nur noch eine Marionette, deren Fäden andere zogen.
Ich hatte mich abstreiten und verleugnen lassen, ja sogar wegen lächerlicher 2000 Euro, für etwas, von dem ich glaubte, dass es Liebe sei.
Es dauerte eine Zeit nach der Trennung, bis ich dies alles erkannte.
Mittlerweile bin ich auf dem Weg zu mir selbst und schon ein gutes Stück voran gekommen, aber das Ziel ist noch fern. Ich brauche Geduld.
Aber dieser Tiefpunkt ließ mich den Schlüssel zu meiner Welt wiederfinden, den ich irgendwann verloren hatte, als ich sie ihretwegen verließ. Nun komme ich allmählich nach Hause zurück in meine Welt, in der sich meine sensible, verletzliche Seele sicher und geborgen fühlt.
Ich fühle, wie sich eine neue starke Kraft in mir ausbreitet und mir Sicherheit gibt. Das ist ein sehr schönes Gefühl.
Ich kehre zu mir zurück, bin keine Mogelpackung mehr. Da, wo Frapro draufsteht, da ist auch Frapro drin. Randvoll. Da ist kein Platz mehr für Luft und für heiße schon gar nicht.
Meine Liebe ist aufrichtig, ehrlich und tief.
Wer sie wegwirft, wie ein benutztes Papiertaschentuch, um seinen eigenen A.... zu retten, hat sie nicht verdient.
Ich werde mich nie wieder abstreiten lassen und meine Zukunft garantiert nicht auf einer Lüge aufbauen.
Ich werde meine Bedürfnisse kommunizieren, auch wenn es zu Reibungen führt. Davor werde ich mich nicht mehr fürchten.
Sie tut mir leid, weil sie sich ihr ganzes Leben selbst belügt, so wie ich es tat. Aber sie wird es nicht erkennen. Das scheint die traurige Wahrheit zu sein.
Das Wetter ist schön, die Sonne lacht. Vögel zwitschern munter und die Vorfreude auf den Frühling wächst.
Es geht mir gut. Das war vor 3 Wochen noch ganz anders.
Dieses Forum hat mir auch sehr geholfen.
Ich danke allen lieben Menschen, die sich hier aktiv beteiligen, für ihre Beiträge.
Es ist schön, hier zu sein.