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Einsamkeit

otelloo

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Hallo,

in meinem ersten Thread schreibe ich über das hinterhältige Verhalten meiner
Ex und einen meiner besten Freunde. Das hat mich ziemlich runter gezogen.
Seit ein paar Wochen kämpfe ich nun mit den Gefühlen zwischen Hass, Trauer, Wut und Einsamkeit.

Was ich nun am meisten merke ist das Gefühl von Einsamkeit und die Angst vor dem
alleine sein.

Ich komme mit diesen Gefühlen nicht klar und es zerreißt mich innerlich.
Ich habe schon versucht mich abzulenken, aber mein Freundeskreis ist ziemlich
Geschrumpft und hat kaum Zeit und andere Aktivitäten mit Fremden über einen
Freizeit Club füllen mich auch nicht aus, da sehr wenige Aktivitäten dabei
sind die passen oder die mich interessieren. Ich gehe zwar noch zum Sport aber das sind
im Schnitt auch nur 3 Stunden die Woche.

Ich kriege die Woche und erst recht das Wochenende nicht voll.

Was macht ihr um euch abzulenken ?

17.08.2014 18:18 • #1


mafa

mafa


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Die Frage ist doch, warum ablenken? Warum sich nicht die Einsamkeit mal bewusst machen. Sie wird immer da sein, sie begleitet uns alle immer. Und wir laufen ständig vor ihr davon. Unternehme etwas, nur mit dir selbst. Und das muss dir genügen. Das Leben wird dichsonst immer wieder darauf aufmerksam machen.

Das ist vielleicht eine unbefriedigende Antwort, aber wenn wir uns doch mal umschauen, hilft doch alles flüchten niemals. Ein kurzfristiges ablenken unsere Gedanken sind wanderst, sind wir wieder allein, fühlen wir uns wieder schlecht. Wie lange soll das denn gehen wollen wir uns das ganze Leben nur ablenken und flüchten. Wir haben dieses ganze Chaos in Beziehungen und dieser Welt doch hauptsächlich nur deswegen, weil wir nicht mehr alleine sein können, weil wir ständig jemand suchen der uns vor diesem Alleinsein befreit. Das ist aber nicht möglich. Das ist vielleicht nicht die Antwort die du hören wolltest, aber es ist die Antwort die ich mir selber gab, auch wenn ich dafür einige Jahre brauchte um es zu verstehen. Und dann, wenn wir mit uns selbst sein können und alle Freude aus uns selbst auch schöpfen können, dann können wir anfangen mit jemand zusammen zu leben

17.08.2014 19:14 • x 4 #2


Gast2018


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Hallo, ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Ich glaube, da kannst du gar nichts tun. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich wollte jeden Tag aufs Neue, dass dieses blöde Gefühl der Traurigkeit und der Einsamkeit verschwindet und jeden Tag war ich aufs neue enttäuscht. Ich habe dann angefangen, jeden Tag zu nehmen wie er ist. Bin ich traurig, dann ist das so, bin ich fröhlich, dann ist das gut. So fällt es mir leichter, dieser Druck alles müsste "normal" laufen ist weg, ich habe ihn von mir genommen. Ich habe hier so gut wie keine Freunde, nur ein paar Arbeitskollegen, die ab und an was mit mir unternehmen. Mittlerweile ist das okay. Nichts kann sich von heute auf morgen ändern. Freunde werde ich schon finden, aber Schritt für Schritt. Ich war zwölf Jahre mit meinem Partner zusammen, nun sind wir getrennt. Ich kann nicht erwarten, mich einfach mal eben so auf das Singleleben umzustellen. Nimm es an, wie es ist...sei traurig und der Tag wird kommen, an dem es dir wieder besser geht. Wenn wir verdrängen, verfolgt und das alles noch viel, viel länger...

17.08.2014 19:25 • #3


Ralf2


Du hast nicht nur Angst vor dem Alleinesein, sondern dir ist langweilig.
Wir Fremde ihr Leben gestalten, hilft dir ja nicht, denn es muss ja zu dir passen.
Du könntest die Wohnung renovieren, neu gestalten, du könntest dich für Themen interessieren und dazu viel lesen (z.B. Bücherei), du könntest dir 2 Bienenvölker zulegen oder in einen Verein eintreten zum Bogenschießen usw.

Du könntest natürlich an den Wochenenden dich auch ehrenamtlich engagieren - auch da gibt es viele Möglichkeiten.

Viel Erfolg.

17.08.2014 19:27 • #4


Minele


Ralf hat recht……ich dachte am Anfang auch, das Alleinsein macht mich verrückt; bis ich drauf kam, dass das viel Langeweile ist. Ich wusste einfach nicht was ich treiben soll.
Ich habe mir eine Auszeit verordnet. Hadere nicht. Nehme die Wochenenden wie sie kommen. Ich lese sehr viel und treibe Sport. Sollte sich aber unterhaltungstechnisch etwas ergeben, bin ich dabei.
Ein halbes Jahr, bis Silvester, habe ich mir Zeit gegeben. Sollte ich dann diesbezüglich mit der Situation immer noch unzufrieden sein, dann muss ich eben mehr Initiative entwickeln.

18.08.2014 08:08 • #5




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