Balrog
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dies ist mein erster Post hier im Forum. Gelesen habe ich schon einiges hier, aber nachdem wir am 1.05. beschlossen haben uns zu trennen frage ich mal direkt nach Erfahrungen.
Ganz kurz zu unserer Situation:
Wir sind beide 46 Jahre alt und sind schon 32 Jahre zusammen. Ja es war die erste Jugendliebe,
mit mehrmaligen Unterbrechungen im Teenageralter und anderen Freunden, aber wir haben letztendlich wieder zusammen gefunden. Seit 16 Jahren sind wir verheiratet und haben zwei wundervolle Kinder 10 und 12 Jahre. Finanziell geht es uns recht gut (noch
Also quasi ein Mehrgenerationenhaus. Für die Kinder ein Paradies mit Oma, Opa unter einem Dach, Garten nebst Kaninchenstall.
. und seit dem 1.05. geht das alles den Bach runter. Wenn ich ehrlich bin hat es schon vor 5 Jahren angefangen. Kleine Intimitäten mehr und langsam steigender Frußt und Selbstzweifel bei mir. Veränderungen von ihr die ich nur schwer mitmachen konnte. Am 1.05 wurde mein Leidensdruck dann zu groß und ich offenbarte dass ich so nicht mehr weiter machen wollte, mit der Betonung
auf den SO. Denn ich wollte eine Zukunft und war bereit an uns zu arbeiten - nur sie sah keine mehr.
Sie fühlte sich ausgebrannt zu wenig von mir unterstützt und mein Toleranzlevel bei der Ordnung sei für sie eindeutig zu hoch.
Ich schreibe das bewußt so offen, denn es soll klar werden das wir beide Verantwortung für diese Trennung tragen.
Zerreißen tut es mich trotzdem.
Wir streben eine einvernehmliche Scheidung an mit einem Wechselmodell für die Kinder,
welches wir noch im Detail finden müssen. Bei einem möglichen Hausverkauf würde zur jetzigen Zeit auch nach Verrechnung der Restschulden einiges übrig bleiben. Nur davon kann sich keiner was neues kaufen und auszahlen können wir uns auch nicht gegenseitig.
Wunschziel wäre von uns beiden das Haus in der Familie zu halten. Ich würde ausziehen und die
Auszahlung erst mal aussetzten.
Jetzt wühlen wir uns immer tiefer in die Trennungsdetails und es ist einfach so unermesslich komplex
und belastend. Die Gespräche sind noch respektvoll aber emotional und kraftraubend. Jeder muß schmerzliche Kompromisse eingehen. Bei beiden wächst die Gewissheit, dass die Zukunft finanziell sehr anstrengend wird.
So, nun zu meinen eigentlichen Fragen:
- Ist es realistisch, bei der Konstellation mit einem Anwalt aus zu kommen?
- Wer hat Erfahrungen mit einem Wechselmodell bei Wechseln unter der Woche?
- Wie hält man das eigentlich alles aus und verliert nicht den Glauben an die Zukunft?
Eine Gute Nacht Euch
Balrog