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Erfahrungen erweiteter Umgang bzw Wechselmodell

kaaaaa72

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Hallo liebe Fori´s,

einige kennen meine Geschichte aber die ist erstmal abgehakt.

Jetzt nachdem die Trennung auch von mir akzeptiert werden konnte stellt sich die Frage wie es nun weitergeht.
Vielleicht befindet sich jemand hier der ein erfolgreiches Wechselmodell praktiziert und mir Ratschläge und Tipp´s geben kann wie ich es perspektivisch erreichen kann das wir eine ordentliche 50:50 Regelung treffen können.

Kürzlich habe ich meiner Ex vorgeschlagen das wir wenigstens darüber mal nachdenken sollten da wir fast identische Arbeitszeiten haben und unsere Tochter gleich betreuen könnten.
Ich habe ihr vorgeschlagen das wir ein Modell erarbeiten, den Umgang langsam steigern, natürlich immer den Zustand unseres Kindes im Auge behaltend bis wir es schaffen ein echtes Wechselmodell zustande zubekommen.

Sie liebt uns beide und ist auch sehr gerne bei mir und es gibt da keinerlei Probleme.
Antwort war sofort nein dass möchte ich nicht. Auf meine Frage warum nicht kam nur ein "weil ich es nicht möchte".
Ich finde das dass doch kein Grund sein kann.
Wenn es wirklich Argumente gibt die dagegen sprechen dann versuche ich das zu verstehen und kann es auch akzeptieren.

Muss man sich das gefallen lassen?
Ich möchte auch nicht zuviel Zeit ins Land gehen lassen da ich denke je länger man wartet desto aussichtsloser wird es.

Unsere Tochter ist 3 und "hängt" an uns beiden.

09.12.2016 16:17 • #1


Sabine

Sabine

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Nein, ein Nein und weil man es nicht möchte, ist kein Grund! Es ist eine persönliche Einstellung. Dabei geht es nicht um Euch, sondern, um euer gemeinsames Kind, dessen Wohl im Vordergrund stehen sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder sollte zum Wohle des Kindes seine persönlichen Beweggründe ausblenden können. Und ja, du hast Recht damit, nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Denn das Kind wird ja älter und jede nicht geteilte Zeit, für jeden von Euch, verlorene Zeit. Vielleicht sind das Aggumente, mit denen du sie persönlich bewegen kannst. Ansonsten musst und solltest du dir Hilfe über das Jugendamt suchen. Sie sind neutral und werden Euch helfen, eine für beide gehbaren Weg zu finden.

09.12.2016 16:24 • x 1 #2


kaaaaa72

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Danke für die Antwort,
das habe ich bereits versucht aber der Mitarbeiter in unserm JA ist kein Freund davon was ich im ersten Gespräch sofort bemerkt habe.
Ich denke auch das es persönliche Beweggründe sind die aus ihrer Sicht dagegen sprechen.
Solange ich was den Umgang betrifft nach ihrer Pfeife tanze ist immer alles in Ordnung jedoch reichen mir 7 oder 8 Tage im Monat eigentlich nicht.

Ich möchte mein Kind aktiv mit erziehen und das geht mMn nur bei einem richtigen Wechselmodell um auch den Alltag zu leben.
Man kann es doch einfach versuchen und schauen wie es sich entwickelt.
Sollte es schädlich sein für das Kindeswohl kann man es ja jederzeit ändern.

09.12.2016 16:30 • #3


Sabine

Sabine

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dann solltest du dich an die Vorgesetzte von der Tante beim Jugendamt wenden, oder aber durch einen Rechtsanwalt dem Jugendamt auf die Füße treten. Mein Kinder arbeiten da und auch von den Mitarbeiten haben eben manche ihre persönliche Einstellung zu ihrem Job. Ist halt hart der Job im Jugendamt. Dennoch, lass da nicht locker. Denn erduldest du es so, wird es irgendwann sowas wie Gewohnheitsrecht. IdR. ist das Kind eine Woche beim Vater und dann wieder bei der Mutter. Das ist ein gängiges Modell. auch wird dann das Kindergeld geteilt und kein Kindesunterhalt gezahlt, von irgendeiner Seite.

09.12.2016 16:40 • #4


Urmel_

Urmel_

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Zitat:
Das ist ein gängiges Modell. auch wird dann das Kindergeld geteilt und kein Kindesunterhalt gezahlt, von irgendeiner Seite.


Ich würde vermuten, dass da auch die Finanzen keine geringe Rolle spielen.

09.12.2016 16:44 • x 1 #5


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre

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Ich finde ein - funktionierendes - Wechselmodell ideal; sowohl für das Kind als auch für die Elternteile. Einerseits hat jeder mehr Alltag mit dem Kind (mit allen Vor- und Nachteilen), andererseits auch verlässliche kinderfreie Zeit, die jeder dann für sich alleine nutzen kann.

Es kommt natürlich z. B. auch darauf an, ob das Kind in seinem sozialen Umfeld (Kindergarten, Spielkameraden z. B.) bleiben kann, d. h. die räumliche Nähe beider Eltern dazu sollte gegeben sein. Wenn es dort wöchentlich herausgerissen wird, dann fände ich das auch nicht so toll.

Du solltest mit Deinem Anwalt über Deine Möglichkeiten sprechen. Vielleicht macht eine Mediation, in der es um den Umgang mit dem Kind geht, bei Euch Sinn?

Wenn es große Einkommensunterschiede gibt, dann fällt übrigens auch beim Wechselmodell Unterhalt an.

09.12.2016 16:51 • x 1 #6


kaaaaa72

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Zitat von Urmel_:
Zitat:
Das ist ein gängiges Modell. auch wird dann das Kindergeld geteilt und kein Kindesunterhalt gezahlt, von irgendeiner Seite.


Ich würde vermuten, dass da auch die Finanzen keine geringe Rolle spielen.


psst...das darf man nicht mal denken

09.12.2016 17:05 • #7


kaaaaa72

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Zitat von VictoriaSiempre:
Ich finde ein - funktionierendes - Wechselmodell ideal; sowohl für das Kind als auch für die Elternteile. Einerseits hat jeder mehr Alltag mit dem Kind (mit allen Vor- und Nachteilen), andererseits auch verlässliche kinderfreie Zeit, die jeder dann für sich alleine nutzen kann.

das waren auch meine Argumente, darüber möchte sie aber nicht sprechen.

Es kommt natürlich z. B. auch darauf an, ob das Kind in seinem sozialen Umfeld (Kindergarten, Spielkameraden z. B.) bleiben kann, d. h. die räumliche Nähe beider Eltern dazu sollte gegeben sein. Wenn es dort wöchentlich herausgerissen wird, dann fände ich das auch nicht so toll.

wir wohnen ca 200 m auseinander, dieses Argument würde nicht greifen

Du solltest mit Deinem Anwalt über Deine Möglichkeiten sprechen. Vielleicht macht eine Mediation, in der es um den Umgang mit dem Kind geht, bei Euch Sinn?

Meditation macht mMn keinen Sinn da sie es nicht möchte und sicherlich kein Ergebnis erreichen möchte was darauf abziehlt.
Noch hoffe ich ja das es ohne Anwalt geht aber ich habe da so meine Zweifel...
Monatelang ging alles gut doch jetzt kommt langsam ihr wahres Gesicht heraus


Wenn es große Einkommensunterschiede gibt, dann fällt übrigens auch beim Wechselmodell Unterhalt an.

Da würde ich sicherlich noch etwas bezahlen müssen aber kein Geld der Welt wiegt den Umgang mit meinem Kind auf

09.12.2016 17:10 • #8


angel09

Jetzt habt ihr noch die Möglichkeit der Gestaltungsfreiheit. Es steht nirgend geschrieben, das ein Vater weniger Kontakt haben soll und darf als die Mutter. Wenn die Sache aber erst mal beim Familiengericht landet, dann ist es erst mal festgelegt. Auch für deine Ex kann es ja gut sein, wenn du ihr bei der Erziehung des Kindes hilfst. Das Modell muß man natürlich ausprobieren. Kann auch sein, dass eure Tochter nicht gut damit zurechtkommt- aber dann muss man neu überlegen. ...Ich habe viele Expaate in meinem Bekanntenkreis, wo das gut klappt. Da gehen auch die Vorstellung von Erziehung nicht weit auseinander. Und es gibt keinen Wochenendpapa, der dann oftmals vom Kind idealisiert wird. Es wird ja Alltag gelebt!

09.12.2016 17:20 • #9


Mimmi

Ich komme mit dem Modell auch gut zurecht.
Vernünftiger Umgang der Eltern untereinander ist halt Voraussetzung.
Daran hapert es wohl im Moment

09.12.2016 17:23 • #10


kaaaaa72

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Zitat von Mimmi:
Ich komme mit dem Modell auch gut zurecht.
Vernünftiger Umgang der Eltern untereinander ist halt Voraussetzung.
Daran hapert es wohl im Moment


ja leider, erst seitdem ich das Thema angesprochen habe ist unser Umgang nicht mehr ganz so ideal.

09.12.2016 17:30 • #11


Random

ich hab erst mal das "alle 2 WE + 2 AT-Modell" (erweiterter Umgang)

Fett, die Kleine kommt nachher und bleibt bis Mittwoch morgen.
Plätzchenbacken, Freundin übernachtet, 2 x Weihnachtsfeier .........Zimmer umräumen

Wechselmodell heisst, das ganze Orgazeugs (Arzt, Schule, etc.etc.....) aufteilen.
Is nich so meins.
Macht die Mama besser und dass Sie Geld dafür bekommt ist OK.

Hey, ich bin nicht der Spaßpaps. Ich leiste Erziehungsarbeit und hab dafür genügend Zeit mit ihr.

09.12.2016 17:32 • x 2 #12


kaaaaa72

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@angel09

Ich möchte ja keinesfalls schwerste Geschütze auffahren aber es gibt auch diverse Gerichtsurteile die selbst ein Wechselmodell gegen den Willen der Mutter beschließen wenn es eindeutig dem Kindeswohl dienlich ist.

Ich merke es ja deutlich das sie versucht unser bis dato gutes Verhältnis auf eine schlechte Bahn zu lenken um die besseren Argumente zu haben.

Leider liegt aufgeben nicht in meiner Natur

09.12.2016 17:35 • #13


kaaaaa72

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Zitat von Random:
ich hab erst mal das "alle 2 WE + 2 AT-Modell" (erweiterter Umgang)

Fett, die Kleine kommt nachher und bleibt bis Mittwoch morgen.
Plätzchenbacken, Freundin übernachtet, 2 x Weihnachtsfeier .........Zimmer umräumen

Wechselmodell heisst, das ganze Orgazeugs (Arzt, Schule, etc.etc.....) aufteilen.
Is nich so meins.
Macht die Mama besser und dass Sie Geld dafür bekommt ist OK.

Hey, ich bin nicht der Spaßpaps. Ich leiste Erziehungsarbeit und hab dafür genügend Zeit mit ihr.


Das ist ihr auch schon zuviel. Bis jetzt Angebot von ihr alle 2 WE + 1x pro Woche von 17-19 Uhr.

09.12.2016 17:39 • #14


Sabine

Sabine

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also, ich würde mal zu RA gehen und mit dem sprechen und dann ne Nacht schlafen und weiter sehen ...

09.12.2016 17:42 • #15




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