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Wechselmodell geht nicht?!

Mascha18

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Liebes Forum, seit Tagen suche ich im Internet und bin nicht fündig geworden.
Vielleicht hat ja hier jemand Ahnung.
Ich bin in Trennung lebend. Zwei Kinder-6 und 9.
Mein Mann und ich leben noch im selben Haus.
Wir haben uns einvernehmlich getrennt. Keine anderen Partner im Spiel. Ich arbeite 60%, er 100%.
Ich kann in 5 Monaten aufstocken. Und ich habe ihm vor ein paar Wochen gesagt, dass ich gerne das Wechselmodell hätte. Für mich kommt nichts anderes infrage, weil die Kinder beide Eltern brauchen und nicht nur einen Papa, den sie jedes zweite WE sehen. Er ist aus allen Wolken gefallen und sieht es nicht ein. Für ihn war klar, dass ich die Kinder immer habe und er sie jedes zweite WE.
Was soll ich tun?

Gestern 16:33 • #1


tlell

tlell


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ich glaube da kannst du gar nichts tun ausser mit ihm reden um ihn zu überzeugen.

Vielleicht könnte euch eine Trennungsberatung helfen oder eine Mediation. Wenn Dritte da vermitteln kann das was bringen. Da reagiert man ja meistens anders.

Gestern 16:53 • #2



Wechselmodell geht nicht?!

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Mascha18


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Danke für deine Antwort.
Ich finde das einfach unfassbar. Er hat einfach keine Lust mehr auf die Verantwortung. Ist nicht bereit, beruflich zu reduzieren (was er könnte). Will sein Leben leben -O-Ton.
ER kann jetzt weiterhin beruflich Karriere machen. ER kann die Kinder dann jedes zweite Wochenende "verwöhnen". ER kann an 28 Tagen im Monat machen, was er will. Ohne jegliche Verantwortung. Kinder zum Sport/Musikunterricht/Arzt/... begleiten usw usf. Mache weiterhin alles:ICH. Nur dass ich finanziell nun nicht mehr so gut aufgestellt bin.
Was wäre denn, wenn ich sagen würde, ich will die Kinder nur jedes zweite WE (will und tue ich natürlich nicht)?
Das hört sich hier jetzt gerade vermutlich so an als mag ich die Kinder nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Aber es wird alles, wirklich alles, an mir hängen bleiben. Ist das gerecht?

Gestern 17:01 • #3


nilreben

nilreben


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Hallo Mascha,
es muss ja nicht 50:50 sein. Der "übliche vaterumgang" ist schon arg wenig.
Wie alt sind eure Kids?
Er soll es sich wenigstens mal anhören.
Weiterhelfen würde auch Anlaufstellen wir Profamilia und Caritas.

Gestern 17:02 • x 1 #4


Mascha18


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Zitat von nilreben:
Hallo Mascha, es muss ja nicht 50:50 sein. Der "übliche vaterumgang" ist schon arg wenig. Wie alt sind eure Kids? Er soll es sich ...

Und wenn er es trotzdem nicht will?

Gestern 17:03 • #5


nilreben

nilreben


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Wie alt sind die beiden?
Man kann ihn nicht zum Umgang zwingen.

Wenn ihr Schulkinder habt, sind auch 12- oder 14 ferienwochen zu überbrücken. Es ist seinerseirs unfair.
Er lastet dir viel auf.

Gestern 17:07 • #6


LostGirl1


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Wir leben das Wechselmodell, weil mein Ex es wollte. Böse Vermutungen sagen, damit er keinen Unterhalt zahlen muss.
Fürs Kind wäre es mir lieber gewesen, sie hätte einen festen Lebensmittelpunkt bei mir. Und eine gute Umgangsregelung. Keine 2 Kinderzimmer, nicht jede Woche andere Routinen, andere Regeln. Meine Tochter macht das toll, aber es ist glaube ich nicht einfach für sie. Ein bisschen wie entwurzelt, jede Woche neu.

Du wirst ihn nicht zwingen können, Verantwortung zu übernehmen. Bzw ist solch erzwungene Verantwortungsübernahme oft halbherzig, und lästige Pflicht. Ist das gerecht? Nein. Was ist die Alternative? Vermutlich wenn Ihr beide nicht wollen würdet, Großeltern oder Pflegefamilie.

Gestern 17:09 • #7


Estutverdammtwe


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Hallo Mascha,

Ich fürchte, dass du ihn zu seinem Umgang schlecht zwingen kannst.
Es würde nichts bringen, wenn er dir
1. entweder kurz vor Übergabe absagt und du trotzdem alleine da stehst und schauen musst wie du die Kinder in der Woche, in der er sie hätte, versorgst oder
2. Alles nur halbherzig macht.
Ich verstehe deine Bedenken, er macht es sich verdammt einfach. Aber glaube mir,die Kinder würden merken, wenn er alles nur halbherzig macht und nicht wirklich die "Lust" da ist.

Sei für die Kinder da und fang sie auf. Sie brauchen einen Elternteil, welches aus vollem Herzen bei ihnen ist.....

Gestern 17:11 • x 1 #8


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Einspruch. Dann sprecht bitte auch über Wegfall des Unterhalts. Denn Männer müssen selbst bei einer 50:50 Aufteilung den vollen Unterhalt zahlen. Und nochwas: Auch der 14 Tage Umgang ist ein Wechselmodell. 50:50 ist nicht für alle Kinder sinnvoll. Nicht jedes Kind möchte die Freunde am Wohnort 7 Tage nicht sehen.

Gestern 17:11 • x 1 #9


nilreben

nilreben


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Woher hast du das, @Gorch_Fock mit dem vollen Unterhalt bei 50:50? Es ist nicht so.
Oder habe ich deine Antwort falsch verstanden?

Gestern 17:16 • #10


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Zitat von Gorch_Fock:
Einspruch. Dann sprecht bitte auch über Wegfall des Unterhalts.

Wogegen erhebst Du Einspruch? Scheint wie ein pawlowscher Reflex zu sein, wenn Männer gleich mit "aber der Unterhalt!" um die Ecke kommen. Die TE hat mit keinem Wort darüber gesprochen.

Hier wünscht sich eine Mutter etwas, wovon viele Väter in diesem Forum träumen. Das Wechselmodel. Dieser Vater will aber nicht; ihm reichen 2 Wochenenden im Monat. Den Rest der Kinderbetreuung soll die Mutter wuppen - tja. Da würde ich allerdings auch dringend über den Unterhalt sprechen!

Deinen Ex zum Wechselmodel zu zwingen kann nicht im Sinne Eurer Kinder sein, @Mascha18 .

Vielleicht ist er bereit, mit Dir zu einer Beratungsstelle zu gehen, wo ihr mit Moderation eine Einigung finden könnt. Ansonsten würde ich es einem guten Fachanwalt für Familienrecht überlassen, für Dich und die Kinder zumindest finanziell das beste herauszuholen. Wenn Du Vollzeit berufstätig sein willst - was Dein gutes Recht ist -, dann läuft es auf eine zu bezahlende Fremdbetreuung hinaus.

Gestern 17:24 • x 4 #11


Baumo


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Zitat von Mascha18:
Danke für deine Antwort. Ich finde das einfach unfassbar. Er hat einfach keine Lust mehr auf die Verantwortung. Ist nicht bereit, beruflich zu ...


Naja er wird ja dafür Unterhalt zahlen dass du ihm alles abnimmst.
Und wenn er nicht will ist doch ok.
Ausserdem haben manche kinder überhaupt keinen Kontakt zu Vätern. Besser sls nichts

Gestern 17:25 • #12


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Doch, erst bei 51 Prozent Betreung oder mehr fällt der Unterhalt weg. Und generell geht das Ganze gar nicht, wenn die KM nicht mehr möchte.

Gestern 17:25 • #13


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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@ Victoria, nach Trennungen dreht sich nachher fast alles nur ums Thema Geld. Daher nur fair auch diesen Punkt zu beleuchten, findest Du nicht?

Gestern 17:28 • x 1 #14


Estutverdammtwe


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@Gorch_Fock

Dem muss ich widersprechen. Ich weiß es aus erster Hand.
Bei 50/50 Modell entfällt der Unterhalt. Es sei denn der Vater verdient 5000Euro und die Mutter 1000Euro. Dann würde eine extreme Kluft entstehen. Aber sonst, ist keiner dem anderen Unterhaltspflichig.
Genaugenommen müsste sogar das Kindergeld geteilt werden.

Gestern 17:32 • x 4 #15



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