Hallatar
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ich versuche, die Geschichte kurz darzustellen.
Mein Ex-Mann und ich sind seit 2013 getrennt. Wir haben seitdem den Umgang so geregelt, dass unsere beiden Kinder (knapp 11 und 12) jedes zweite Wochenende (Freitagnachmittag bis Sonntagabend) und zwei Nachmittage (ohne Übernachtung) pro Woche bei ihrem Vater sind. Man kann hier also nicht davon sprechen, dass er sie nur alle 14 Tage sieht.
Unterhalt hat er noch nie gezahlt, Klage läuft und ich erhalte Unterhaltsvorschuss. Jetzt, kurz vor der anstehenden Unterhaltsverhandlung, kommt er auf die glorreiche Idee, das Wechselmodell zu wollen. Und ja: Ich unterstelle ihm, dass er das nur möchte, weil er keinen Unterhalt zahlen möchte. Möglicherweise sieht er seine Felle davonschwimmen.
Und was würde das Wechselmodell für uns bedeuten?
- Wegfall des Unterhaltsvorschusses
- Teilung des Kindergeldes
Im Detail hieße das für uns: 700 Euro weniger pro Monat. Wir müssten umziehen, weil ich mir die Wohnung nicht mehr leisten könnte, die ich von der Größe her zugunsten der eigenen Zimmer für die Kinder so ausgewählt habe.
Bitte nicht missverstehen - es geht nicht nur um das Finanzielle. Aber das ist, neben allen anderen Fakten, schon ein nicht zu vernachlässigender Umstand, der unser Leben komplett auf den Kopf stellen würde. Ich lebe in keiner Partnerschaft - müsste den finanziellen Ausfall also völlig allein tragen. Wie - keine Ahnung. Ich gehe schon Vollzeit arbeiten.
Heute war ich zur Stellungnahme im Jugendamt und demnächst findet die Anhörung vor Gericht statt. Und ich habe Angst.
Kann mir jemand irgendwas raten? Wer hat ähnliche Erfahrungen? Wonach entscheiden Richter?
Ich weiß grad nicht, wo mir der Kopf steht.