J
JuliaM
Gast
Hallo Zusammen,
ich hoffe es hilft mir irgendwie weiter, mal meine eigenen Erfahrungen und Gefühle nieder zuschreiben und eure Meinung/Tipps/Rat zu hören.
Ich komme gerade aus einer 9-jährigen Beziehung, die damit angefangen hat, dass unsere Spinde in der Schule nebeneinander lagen. Ich(w) war damals 14 und er 17 als wir zusammen gekommen sind. Er war mein erster Freund und ich hatte das Gefühl, dass er mir die Welt zu Füßen legen würde. Wir haben dann unsere Jugend miteinander verbracht und sind zusammen erwachsen geworden. Bis auf ein paar kleine Probleme und Streitereien war alles gut, ich habe mich zumindest immer gefreut ihn zu sehen, mir war es meist die Zeit zu schade um zu streiten, also gab ich nach. Auch das störte mich nicht - ich wollte aufhören Liebe und Stolz miteinander zu vermischen.
Auch als er mir vor einem Jahr sagte, dass er sich eingeengt fühlt und in seinem Leben 'noch mehr erleben und probieren' und ihm das zusammen mit mir nicht reicht, habe ich nichts unternommen. Ich hab das ignoriert, wollte nicht wahrhaben, dass er sich so fühlt. Schließlich dachte ich, dass er eine Krise durchmacht, die wir aber gemeinsam schaffen können. Er sagt immer, dass ich mehr verdient hätte als er mir bieten könnte - jemanden, der sich mehr bemüht, mir Aufmerksamkeit schenkt. Doch ich konnte ihm nie begreiflich machen, dass ich ihn doch so sehr liebe. Trotz alledem habe ich an unsere Zukunft geglaubt und mir ein idealisiertes Bild, wahrscheinlich weit weg von der Realität geschaffen.
Jetzt sind wir hier. Wir haben uns getrennt und die Welt ist für mich zusammen gebrochen. Ich denke immer zu an unsere gemeinsamen Erlebnisse und auch Kleinigkeiten des täglichen Lebens. Ich wusste, dass ich mit ihm jemandem habe, dem ich alles anvertrauen kann, der mir bei allen Problemen zur Seite steht und mich beschützt. Ich hatte gehofft, dass meine Liebe für uns beide reicht. War so egoistisch zu glauben, dass er mir das nicht antun würde und mein Glück vor seins stellt. Ihm ist es nicht leicht gefallen und vielleicht war es ja auch das beste, aber es tut aktuell so unendlich weh.
Und tatsächlich neben dem ganzen Theater studieren wir zusammen und haben sogar den gleichen Arbeitgeber. Zwar nur noch ein Jahr, da dann Master fertig ist, aber ich weiß nicht wie ich das schaffen soll. Er möchte dann nach Australien und noch ein bisschen um die Welt reisen. Ich war früher nie wirklich begeistert, aber nun ist es das schönste was ich mir vorstellen kann. Und der Gedanke daran, dass er dann dort ist und die Welt sieht macht mich krank, obwohl ich ihm sein Glück doch gönnen müsste.
Nun sitze ich hier und fühl mich ziemlich leer und unendlich traurig, dass wir es nicht zusammen hinbekommen haben und vermisse ihn jetzt schon. Vermutlich sind bei mir die Grenzen von Liebe und Abhängigkeit ziemlich verschwommen - also wenn irgendjemand einen Rat oder eine Meinung dazu hat - vielleicht auch in einer ähnlichen Situation war, ich würde mich über Feedback freuen.
Julia
ich hoffe es hilft mir irgendwie weiter, mal meine eigenen Erfahrungen und Gefühle nieder zuschreiben und eure Meinung/Tipps/Rat zu hören.
Ich komme gerade aus einer 9-jährigen Beziehung, die damit angefangen hat, dass unsere Spinde in der Schule nebeneinander lagen. Ich(w) war damals 14 und er 17 als wir zusammen gekommen sind. Er war mein erster Freund und ich hatte das Gefühl, dass er mir die Welt zu Füßen legen würde. Wir haben dann unsere Jugend miteinander verbracht und sind zusammen erwachsen geworden. Bis auf ein paar kleine Probleme und Streitereien war alles gut, ich habe mich zumindest immer gefreut ihn zu sehen, mir war es meist die Zeit zu schade um zu streiten, also gab ich nach. Auch das störte mich nicht - ich wollte aufhören Liebe und Stolz miteinander zu vermischen.
Auch als er mir vor einem Jahr sagte, dass er sich eingeengt fühlt und in seinem Leben 'noch mehr erleben und probieren' und ihm das zusammen mit mir nicht reicht, habe ich nichts unternommen. Ich hab das ignoriert, wollte nicht wahrhaben, dass er sich so fühlt. Schließlich dachte ich, dass er eine Krise durchmacht, die wir aber gemeinsam schaffen können. Er sagt immer, dass ich mehr verdient hätte als er mir bieten könnte - jemanden, der sich mehr bemüht, mir Aufmerksamkeit schenkt. Doch ich konnte ihm nie begreiflich machen, dass ich ihn doch so sehr liebe. Trotz alledem habe ich an unsere Zukunft geglaubt und mir ein idealisiertes Bild, wahrscheinlich weit weg von der Realität geschaffen.
Jetzt sind wir hier. Wir haben uns getrennt und die Welt ist für mich zusammen gebrochen. Ich denke immer zu an unsere gemeinsamen Erlebnisse und auch Kleinigkeiten des täglichen Lebens. Ich wusste, dass ich mit ihm jemandem habe, dem ich alles anvertrauen kann, der mir bei allen Problemen zur Seite steht und mich beschützt. Ich hatte gehofft, dass meine Liebe für uns beide reicht. War so egoistisch zu glauben, dass er mir das nicht antun würde und mein Glück vor seins stellt. Ihm ist es nicht leicht gefallen und vielleicht war es ja auch das beste, aber es tut aktuell so unendlich weh.
Und tatsächlich neben dem ganzen Theater studieren wir zusammen und haben sogar den gleichen Arbeitgeber. Zwar nur noch ein Jahr, da dann Master fertig ist, aber ich weiß nicht wie ich das schaffen soll. Er möchte dann nach Australien und noch ein bisschen um die Welt reisen. Ich war früher nie wirklich begeistert, aber nun ist es das schönste was ich mir vorstellen kann. Und der Gedanke daran, dass er dann dort ist und die Welt sieht macht mich krank, obwohl ich ihm sein Glück doch gönnen müsste.
Nun sitze ich hier und fühl mich ziemlich leer und unendlich traurig, dass wir es nicht zusammen hinbekommen haben und vermisse ihn jetzt schon. Vermutlich sind bei mir die Grenzen von Liebe und Abhängigkeit ziemlich verschwommen - also wenn irgendjemand einen Rat oder eine Meinung dazu hat - vielleicht auch in einer ähnlichen Situation war, ich würde mich über Feedback freuen.
Julia