Emotions1301
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ich bin an einem Punkt, an dem ich nicht weiter weiß. Ich weiß, dass alles falsch ist und niemals hätte soweit kommen dürfen, aber nun ist es passiert und ich komme emotional nicht mehr daraus.
Fang ich von vorne an.
Ich - Seit 10 Jahre verheiratet, 2 Kinder, ein Haus, einen guten Job, aber sonst gefangen im Alltag, seit den Kindern viel zu Hause, alleine mit den Kindern . und dann gibt es da diesen einen Arbeitskollegen, mit dem ich schon seit über 10 Jahren zusammen im Büro sitze.
Er ebenfalls verheiratet, 2 Kinder, ein Haus, einen guten Job und vor 3 Jahren betrogen von seiner Frau. Er hält aber sehr an dieser Ehe fest, verzeiht ihr immer wieder. Er wirkt so stark, so ausgeglichen, ist bei uns auf der Arbeit der, der alles zusammenhält, war aber wegen der Geschichte mit seiner Frau schon mehrmals beim Psychologen (wie er mit im Nachhinein erzählt hat) - es geht ihm also alles schon sehr nah!
Seit Monaten geben wir uns gegenseitig ein gutes Gefühl, dass wir uns vermissen, wenn der eine Mal beruflich unterwegs ist, wir schreiben in solchen Momenten ein wenig, so dass der eine vom anderen weiß, dass man aneinander denkt. Das wurde im Januar immer mehr und ich empfand es als so schön, dass da dieser eine Mann ist, den ich schon so lange kenne, mir nun so viel Beachtung schenkt.
Irgendwann hat er dann ein persönliches Treffen vor der Arbeit vorgeschlagen, nachdem unser geschriebenes immer mehr Neugierde auf den anderen geweckt hat. An diesem Tag haben wir uns geküsst - und 5 Minuten später hat er (zurecht! Dem bin ich mir bewusst!) gesagt, dass das nicht geht und wir aufhören müssen bevor mehr passiert. Jetzt ist nichts passiert und es ist noch nicht zu spät. An diesem Tag bin ich emotional ganz tief gefallen und hab so sehr geweint. Er wusste es und hat mich am nächsten Tag früh morgens geschrieben, ob alles ok sei und wir noch mal reden sollten. Also kam es zum zweiten kurzen Treffen und wieder ein Kuss und Berührungen. Und danach wieder ein Schlussstrich seinerseits. Es tat so weh, aber ich konnte einigermaßen klar denken und hab es verstanden, was er mir bei klarem Verstand alles erzählt hat. Er redete viel von der Affäre seiner Frau und wie die beiden darunter zu leiden haben. Er möchte nicht, dass ich in so eine Situation gerate.
Ich habe das alles verstanden, befand mich aber anscheinend schon in einer emotionalen Abhängigkeit.
Wir sitzen in einem Büro und ich konnte keinen Abstand gewinnen. Wir haben uns eine Woche später noch einmal gesehen und geküsst und er hat wieder alles sofort beendet und gesagt, das darf nicht geschehen bevor etwas passiert, was wir nicht mehr rückgängig machen können. Und knapp eine 1,5 Wochen dann noch 2x. Wir haben nie miteinander geschlafen, aber wir hätten, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben wären - das ist uns auch beiden bewusst.
Wir reden seither beide sehr viel über unsere Ehen und worunter wir zu leiden haben. Wir sind, was das angeht, echt offen zueinander geworden - aber über uns können wir nicht sprechen. Ich werde emotional, das möchte er nicht, und er reagiert dann kalt, wie er eigentlich nicht ist. Und so reden wir inzwischen nicht mehr darüber.
Nun haben wir uns seit über 2 Wochen nicht mehr privat gesehen, aber es gab Andeutungen und ich befinde mich in einer extrem emotionalen Abhängigkeit. Höre ich nichts von ihm, geht es mir schlecht. Höre ich etwas, geht es mir gut.
Er wiederum entfernt sich Stück für Stück von mir, zumindest glaube ich das, auf der Arbeit merkt man davon nichts.
Wieso hat er damit begonnen, wenn er weiß, wie man darunter leidet und aus diesem Grund auch erst alles beenden wollte?
Wieso ist er dennoch immer und immer wieder angekommen?
Und wie komme ich daraus, obwohl ich ihn täglich sehe?
Wieso leide ich so sehr darunter, dass er nicht über uns redet und jegliche Gefühle partout abblockt?
Er ist sonst nicht so, er ist so ein tiefgründiger liebenswerter Mensch.
Alles ist falsch und doch leide ich. Wie soll ich das bloß schaffen?