alidie73
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ich habe mich hier neu angemeldet, weil ich hoffe, hier meine Gedanken sortieren zu können.
Mein Noch-Ehemann und waren 18 Jahre zusammen, 16 Jahre verheiratet und haben eine Tochter von 13 Jahren.
Die ersten Jahre waren wie eine Symbiose, ein starkes Band zwischen uns und grossen Vertrauen und Offenheit.
Für mich war er der Fels in der Brandung, nicht das grosse Feuerwerk aber unendlich grosse Geborgenheit. Für ihn war ich seine Traumfrau.
Als unsere Tochter geboren wurde, fiel ich in eine postnatale Depression. Mein Mann hatte eine Affäre mit einer Arbeitskollegin, und aufgrund einer email hatte ich das herausgefunden.
Wir haben es noch einmal versucht, bzw. ich habe auch versucht zu verzeihen, aber immer wieder kam dieser Betrug in mir hoch, konnte kaum Vertrauen fassen.
8 Jahre später hat er wieder eine Affäre mit einer gemeinsamen Freundin angefangen. Undere Ehe war zu dem Zeitpunkt schon im Unglaichgewicht. Er hatte eine neue Stelle (über sie bekommen) und war auf einmal der ganz grosse Karrieremann. Hat mich nur noch kritisiert und seine Meinung stand immer über meine.
Es kamen dann noch finanzielle Schwierigkeiten dazu. Mein Mann lies tagelang Briefe ungeöffnet und somit wurde bereits dann auch Mahnungen verschickt, bis hin zum Gerichtsvollzieher. Ich wollte mich lange schon trennen, habe aber immer wieder die Familie im Vordergrund gesehen.
Vor zwei Jahren trennte er sich von mir wegen wieder dieser Frau. Hat aber gelogen und mir Unwahrheiten erzählt, die alle nachheinander ans Licht kamen. Ich habe mir immer nur gedacht, na ja, wenn die beiden doch zusammen sind, dann kann man das doch auch sagen und zugeben. Ich denke, er wollte für alle nach aussen den Guten darstellen.
Wir haben es nochmal probiert, sind zur Paartherapie gegangen, weil ich auch diese Betrüge aufarbeiten wollte.
Ein Jahr später hatte er sich wieder getrennt mit der Aussage, das ich nur Vorwürfe machen würde und er nicht mit mir leben kann.
Zwei Monate später war er wieder mit dieser Frau bis jetzt zusammen. Redet aber nie wirklich davon oder steht dazu. Auch unsere Tochter ist im Unklaren. Stattdessen kommen wieder unglaubliche Lügen, in bezug auf die Beiden und mal wieder Finanzen. und auch unserer Tochter gegenüber.
Unsere Tochter ist mittlerweile depressiv und verweigert die Schule. Sie wird sehr wahrscheinlich in eine Klinik müssen. Morgen haben wir Erstgespräch. Seit drei Monaten bitte ich ihn um Unterstützung. Nichts, rein gar nichts. Ich renne zu Ärzten, spreche mit der Schule, etc.
Jetzt auf einmal sucht er seit 2 Wochen den Kontakt intensiv und will sich mit mir austauschen. Ich habe mich gestern darauf eingelassen. Und was soll ich sagen! Ich war wieder in meiner Gefühlsschiene drin, wie ein kleines Kind bettelt vor ihm um Zuwendung gebeten. Als Dank kam dann abends am Telefon, das er doch jetzt sehr glücklich sein, nachdem er mir erst wieder ein paar Lügen erzählt hatte.
Wie kommt man von so einem Menschen los? Ich will stark für mich und meine Tochter sein, und dennoch ist da immer noch so eine emotionale Abhängigkeit, die mich dann immer wieder rauswirft.
Sorry, für den langen Text und ich hoffe, Ihr habt ein paar Ideen dazu. Danke
estefania