Kartoffe
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ich bin sehr verzweifelt, traurig, auch wütend.
Mein Mann ist letzte Woche ausgezogen.
Während wir parallel zur Paartherapie gegangen sind, Emotionen ausgetauscht haben, welche es in der ganzen Ehe nicht gab, hat er Stück für Stück seine Möbel in seine neue Wohnung geschafft.
Und ich habe es nicht gerafft, weil mein Mann die ganzen Jahre sehr bedürftig war und Emotionen haben wollte und ich diese nicht geben konnte. Erst seitdem die Trennung im Raum stand hat sich meine Einstellung geändert. Zwischen den sehr emotionalen Zeiten gab es dann aber auch sehr bösartige Zeiten, wenn ich mich zurückgewiesen gefühlt habe. Das kannte ich bis dahin nicht von mir.
Wie auch immer mein Mann ist vor 14 Tagen ausgezogen. Mein zwölfjähriger Sohn ist jetzt vergangenes Wochenende zu ihm gezogen.
Meine Tochter 17 Jahre bleibt bei mir und ist aber aktuell mit dem FÖJ unterwegs.
Seit 2019 bin ich schwer krank, mit pflegestufe 3.
Eskaliert ist die Ehe als es mir zunehmend besser ging, ich flücke wurde. Mein Mann hatte Angst dass ich ihn nun verlassen würde.
Letztendlich ist es so dass er nun gegangen ist und auch gut zurecht kommt.
Ich weiß nicht mehr wo vorne und hinten ist. Er war die ganzen Jahre mein Versorger und ich habe eine starke emotionale Abhängigkeit entwickelt.
Ich bin in Therapie.
Meine Therapeuten sagen so wenig wie möglich Kontakt am besten gar keinen.
Aber ich habe nach wie vor Probleme zu realisieren was tatsächlich jetzt passiert ist. Ich kann es einfach nicht realisieren und habe enorme Symptomatik.