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Empfinde Einsamkeit und Traurigkeit - wie weiter?

Fidelia

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Ihr Lieben, eigentlich finde ich immer Tätigkeiten und Beschäftigungen und kann gut mit mir allein sein. Gerade stecke ich jedoch in einem Tief.

Meine Partnerschaft war in den letzten 6 Monaten extrem anstrengend, da mein Partner bis April einen Karriereschritt macht. Daher bin ich allein für das Haus zuständig, beinahe täglich Geschirrspüler, Wäsche, einkaufen und vor allem fehlte uns gemeinsame Zeit abends und auch am Wochenende (Arbeitspensum von ihm). Dazu kommt, dass er alle zwei Wochen und einmal unter der Woche seine Tochter hat und es ist für mich gefühlt egal, ob ich dabei bin oder nicht. Die Tochter ist auf ihren Vater fokussiert, sagt mir oft nicht mal "hallo". Unsere einjährige Beziehung leidet seit Ende Dezember (ständiger eskalierender Streit), so dass wir im März gemeinsam eine Paartherapie begonnen haben. Meine liebe Oma ist Ende Dezember gestorben.

Ich arbeite mit Kindern, die viel Zuneigung zeigen (Umarmen, Bild malen, "Lieblingslehrerin", Vertrauensvolles erzählen). Zu seiner Tochter (4) bekomme ich seit einem Jahr keinen Draht und empfinde sie als verwöhnten Tyrannen, der es uns durch Fordern, Anschreien und Heulen noch schwerer macht. Er setzt zwar auch Grenzen, aber wir verlieren unser Paarleben, wenn sie bei uns ist, weil es darum geht, was ihr Spaß macht. Wir können nicht Hand in Hand gehen, weil sie zu faul ist, Laufrad zu fahren und von Anfang an von ihrem Vater geschoben werden will. Seine Schwiegereltern, die nun leider oft bei uns sind, um das Kind zu betreuen, fragen mich und meinen Partner gar nichts. Es gab auch kein "Schön Dich kennen zu lernen" oder "Ach, so sieht das jetzt mit Deinen Möbeln hier aus".

Ich bin traurig und erschöpft, meine Eltern sind im Ausland, mein Bruder hat als Arzt aktuell alle Hände voll zu tun, eine Freundin ist krank und bleibt isoliert zu Hause, die andere wohnt am anderen Ende Deutschlands. Mein Chor hat die Proben eingestellt. Auch das ständige Damokles-Schwert der Trennung und des damit verbundenen Auszugs (wer soll helfen?) aus dem gemeinsamen Heim rauben mir Kraft. Danke fürs Lesen. Habt ihr Ideen?

18.03.2020 18:10 • #1


hojaki

hojaki


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Willkommen hier und fühl dich gedrückt.

Am Ende deiner Zeilen fragte ich mich sofort...... was macht sie dort noch?

Von allen Beteiligten abgelehnt und vom Partner wird kein Machtwort gesprochen. Du bewegst dich dort in einer Mobbing Zone. Es wird der Tag kommen da landest Du in einer Klinik, weil du zusammen gebrochen bist. Mit diesem lieblosen verhalten wirst du ständig verletzt. Deine Partner ist blind und lässt dich leiden. Ja Hallo ......was ist er denn für ein Würstchen

18.03.2020 18:23 • x 2 #2



Hallo Fidelia,

Empfinde Einsamkeit und Traurigkeit - wie weiter?

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Irrlicht

Irrlicht


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Das klingt ja alles überhaupt nicht harmonisch bei euch.
Ihr seid erst seit einem Jahr zusammen und steckt schon in so einer Krise, dass Therapie nötig ist?

Wir war es denn am Anfang? Wie seid ihr zusammen gekommen? Und wohnt ihr zusammen?

Das Kind ist nicht Schuld. Es hat Angst seinen Papa zu verlieren und klammert. Das ist normal für eine Vierjährige.
Bist du denn jedes mal dabei , wenn sie Papazeit hat?
Du kannst von ihr keine Zuneigung fordern. Das muss ganz langsam und behutsam wachsen. Das Kind hat sicher Verlustängste.

18.03.2020 18:24 • #3


Fidelia


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Es war die ersten 6 Monate einfach nur toll, ohne jeglichen Streit. Daher meine Entscheidung, zu ihm zu ziehen (wir wohnen seit 7 Monaten zusammen). Das hätte ich sonst nicht so schnell gemacht. Lag neben der Liebe und dem harmonischen Miteinander auch an den langen Fahrtzeiten. Bei ihm hat es sofort zoom gemacht und er hat sich dann ein Herz gefasst und mich angesprochen. Unsere Vorstellungen vom Leben sind absolut gleich, das ist ein gutes Fundament. Er zeigt mir auch viel Liebe und dass er sofort der Paartherapie zugestimmt hat, finde ich nicht selbstverständlich. Aber, und da hat hojaki recht, sein Umfeld reagiert lieblos auf mich. Nein, anfangs war ich dabei (wir sind bewusst nicht kuschelnd miteinander umgegangen, um ihr Zeit zu geben). Mittlerweile fahre ich meist woanders hin oder gehe meinen Dingen nach. War für mich auch zu anstrengend, dass sie losheulte, wenn sie beim Spielen verlor.

18.03.2020 18:31 • #4


Irrlicht

Irrlicht


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Zitat von Fidelia:
Unsere Vorstellungen vom Leben sind absolut gleich, das ist ein gutes Fundament. Er zeigt mir auch viel Liebe

Das klingt doch nach einem guten Fundament. Wo ist denn euer genaues Problem weshalb ihr Therapie braucht?

Zitat von Fidelia:
Seine Schwiegereltern, die nun leider oft bei uns sind, um das Kind zu betreuen, fragen mich und meinen Partner gar nichts. Es gab auch kein "Schön Dich kennen zu lernen"


Ich kenne eure Geschichte nicht. Aber es ging eurer Geschichte offenbar eine Trennung von der Mutter des Kindes voraus. Da sind sicher unschöne Dinge und Verletzungen geschehen. Ich finde es nicht ungewöhnlich dass die Schwiegereltern nicht unbedingt gut auf die Next zu sprechen sind. Nicht schön für dich, aber da solltest du drüber stehen. Ist es denn überhaupt nötig, dass sie zu euch nach Hause kommen?
Er könnte das Kind doch auch an einem neutralen Ort übergeben. Warum müssen die das Kind bei euch betreuen?

18.03.2020 18:45 • #5


Fidelia


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Weil es seit Ende Dezember immer häufigere und heftigere Streits gab. Wir sprechen von wöchentlichen Streits. Das zeigt, dass unter Stress nur eine destruktive Kommunikation möglich ist und wir diese Muster wieder verlassen müssen. Zudem wird wohl der Patchwork-Umgang das nächste Thema sein.

Die Mutter hat sich von meinem Partner getrennt, da war die Tochter Anfang 2. Seine Eltern sind nicht gut auf sie zu sprechen.

Er ist auf der Arbeit. Seine Eltern holen das Mädchen vom Kindergarten und kommen in sein/unser Haus nach der langen Anreise. Sie wissen ja auch nicht, wie anstrengend ihre Anwesenheit für mich ist. Übrigens auch für meinen Partner, der sie sie ähnlich unsozial findet.

18.03.2020 18:59 • #6


Irrlicht

Irrlicht


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Was ist denn das Hauptthema eurer vielen Streits? Geht es da auch um die Situation mit seinen Eltern und der Tochter?
Hast du selbst keine Kinder?

Übrigens ... wenn er selbst auf seine Eltern nicht gut zu sprechen ist, warum weist er sie nicht in ihre Grenzen?
Sie holen das Kind vom Kindergarten ab. Ist das nicht anders zu organisieren?

Und was genau ist es, was dich an seinen Eltern so stresst?
Immerhin kümmern sie sich ja um ihr Enkelkind und nehmen euch dadurch einen Teil der Belastung ab.

18.03.2020 20:01 • #7


Jenß

Jenß


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Zitat von Fidelia:
(wer soll helfen?)


Na da wird keiner kommen, um Dir kostenlos zu helfen. Geht vielen Leuten so.
Du beauftragst ein Umzugunternehmen und bezahlst halt alles, die tragen alles raus und in der nächsten Wohnnung wieder alles rein. Musst halt Geld gespart haben für den Fall der Fälle. Deshalb sollte man immer was auf der Kante haben, wenn Grenzsituationen eintreten, wie Waschmaschine kaputt, Wohnung kündigen, renovieren etc, Kautionen...Krankenhausrechnungen etc...

Oder Du mietest einen Sprinter, packst selbst und allein mit an und läßt schwerers Gerät bei diesem Typen. Soll er doch damit machen was er will und schaffst Dir alles wieder neu aun.

Oder Du kuckst bei ebaykleinanzeigen rein, da gibts Studentenumzugsservice etc. oder Privatannoncen, da kommen die mit Lkw und tragen alles rein und raus, kostet viel weniger als Umzugsunternehmen. Da kannste auch mittragen, damit es schneller geht und in die neue Wohnung.

Wo ist also das Problem? Du brauchst nur Geld um zu bezahlen, Geld für Kaution einer neuen kleinen Wohnung für Dich, wahrscheinlich einen Arbeitsplatz und dann bist Du raus aus dem Irrsinn da und kannst in Ruhe Dein eigenes Leben leben ohne kleine Tyrannen und irgendwelche Schwiegereltern irgendwelcher Typen.
Dann kannste auch Deinen kleinen Haushalt führen und brauchst nicht mehr wie eine Sklavin dem Typen da sein Haus wienern, gehts noch? Wo leben wir denn, im Mittelalter, oder um 1950?

Wie kommst Du überhaupt in solch eine Situation, mensch?
Pack Deine Sachen und nix wie weg da!

Für die Flucht brauchste keine Ärzte und keine Freunde und keine Omas, sondern einzig Geld und einen Willen.

18.03.2020 20:17 • x 1 #8


Fidelia


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Danke für die Anleitung zur Flucht.

Mit den restlichen Gedanken konnte ich leider wenig anfangen, da es meinem Beziehungsverständnis entspricht, dem Partner bei einer ihm bedeutsamen Station den Rücken frei zu halten. Das wünscht man sich ja als Frau auch umgekehrt, z. B. wenn ein Baby da ist. Übrigens zahle ich als Anerkennung dafür nichts fürs Wohnen. Sklavin ist also fehl am Platz. Es gibt auch eine Übersicht, wer was macht. Aber soll ich das von jemandem verlangen, der fertig von dem psychischen Druck 20, 21 Uhr nach Hause kommt und 6:30 Uhr aufsteht? Die Zeit ist ja ab 1. April vorbei.

18.03.2020 21:06 • #9


hojaki

hojaki


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@Fidelia

Nach deinen Worten ist von einer harmonischen Zweisamkeit nichts vorhanden.
Seine Tochter ist eifersüchtig und wird euch beiden immer Steine in den Weg legen. Noch ist sie klein aber warte mal ab wenn sie dann älter ist. Dann geht das richtig los....

Nun schreibst du das er früh aufsteht und erst spät nach Hause kommt. Wann habt ihr eigentlich ein Familienleben und wann geht ihr zur Paartherapie , so zu 22:00 Uhr?
Nicht nur ihr müsst zur Paartherapie auch die Kleine zeigt deutliche Anzeichen für den Bedarf einer Therapie.
Dann die Eltern vom Partner die in Eurem Haus ein-und ausgehen. Ich könnte mir vorstellen das die Familie eine Haushälterin suchten und für den Sohn eine Gespielin zur Nachtzeit. TE sieh zu das du die Kurve kriegst und verschwinde dort.... Was du jetzt erlebst ist nur der Anfang.

18.03.2020 21:23 • #10


Jenß

Jenß


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Zitat von Fidelia:
Sklavin ist also fehl am Platz


Aha. Und warum schreibst Du dann hier wenn alles so unglaublich harmonisch, kameradschaftlich und vor allem respektvoll von statten geht?

Du hast gar keine Lust da abzuhauen, sondern suchst virtuelle Köpfchenstreichler, um Dich nicht mit Deiner entsetzlich entwürdigenden Situation auseinandersetzen zu müssen.
Viel Spaß noch mit dem Deubel und seiner Göre....

19.03.2020 22:18 • x 1 #11


Fidelia


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Tut mir leid, wenn Du diese Intention hinein interpretiert hast. Du hast Dir schon ein Bild gemacht aus den wenigen Sachen, die du weißt und nutzt krasse, fast schon beleidigende Worte ohne hier jemanden zu kennen. Ehrlich gesagt, bringt mir Dein Rat gar nichts. Und deswegen bin ich auch nicht das andere Extrem, was Kopfstreicheln braucht.

19.03.2020 22:40 • #12




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