Wenn ich es richtig verstanden habe, wohnst du in seinem Haus? Das ist natürlich doof. Sicher wäre es wichtig für dich, dir schnell etwas neues zu suchen.
Mein Freund hat bei mir gewohnt und ist ausgezogen. Ich habe alle (und damit ich alle!) Dinge eingesammelt, die mich an ihn erinnern. Habe seine Nummer, Mail, etc. gelöscht. Dann habe ich überlegt was ich mit ihm nie machen konnte. Habe noch nie so viele nette Leute kennen gelernt wie in dieser Woche.
Ich nehme mir zwischendrin ganz bewusst Trauermomente (immerhin muss sich mein Herz ja erholen) und die sind auch immer noch sehr schwer.
Wenn du weißt, dass er nicht zurück kommt solltest du anfangen etwas Neues zu suchen. Fällt erstmal schwer aber Glück kommt durch tun und nicht durch denken

Zwing dich, jeden tag einen kleinen Schritt in deine Unabhängigkeit zu gehen. Tu Sachen die dir gut tun, so kannst du Gedankenschleifen durchbrechen (denn Gedanken machen hilft aber Akzeptanz dass irgendwann alles gedacht wurde ist auch wichtig).
Schreib hier ein Tagebuch und sie deine kleinen Fortschritte.
Vor einer Woche saß ich in einem Hotelzimmer in der französischen Pampa und es war die schlimmste Nacht meines Lebens. Ich dachte ich überlebe das nicht. Er hat mir gesagt er liebt mich aber mit mir zusammen zu sein schmerzt ihn zu sehr. Sein Vater hat mich dann aus dem Haus entsorgt. Mir wurde also der Trennungsprozess auch weggenommen.
Ich hätte nicht gedacht, dass aktiv werden so sehr helfen kann. Es ist eine wunderbare Erfahrung und ein Lichtblick in diesem grauen Momenten. Ich weiß, wenn es mir schlecht geht (meistens früh morgens) dass es heller Momente geben wird. Jeden Tag kommt ein bisschen mehr Licht in mein Leben. Irgendwann gibt es dann einen dicken fetten Regenbogen auf dem ein Prinz auf einem Pferd geritten kommt (dafür geb ich mir aber noch ein paar Monate ;P)
Hier übrigens noch eine Lebensweisheit (sorry, ich mag die): Stark machen und Dinge die wir tun obwohl sie uns Angst machen. Sie zeigen uns, dass die Grenzen die wir uns selbst auferlegen nicht existieren, sie schaffen Selbstvertrauen, sie machen uns zu Personen die leuchten.
Meine Therapeutin hat etwas sehr schönes zu mir gesagt: Ich muss stark sein für meinen Sohn. In diesen Momenten sind wir ein Vorbild für unsere Kinder. Wir zeigen ihnen, dass Trennungen und Abschied zum Leben gehören. Das es weh tun kann aber dass das Leben nicht aufhört und dass wir für bessere Zeiten kämpfen. Ich bin froh meinem Sohn zu zeigen, dass ich das kann, ich bin ein Vorbild für ihn.