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Liebeskummer von heut auf morgen weg! Wie geht das?

LoveIsPain

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Hallo liebe Community,

letzte Woche habe ich noch geschrieben wegen meiner (EX)-Freundin die mit mir Schluss gemacht hatte, die erste Woche war ich im Schockzustand mit viel Tränen und Trauer, man teilt ja den Liebeskummer in diese 4 Phasen auf, jedoch hab ich am Montag das letzte mal richtig daran gedacht und seit Dienstag ist der Liebeskummer wie weggezaubert, ich fühle wirklich nichts, es tut nicht mehr weh gar nichts.

Kurz am Rande, ich war mit Ihr beinahe 4 1/2 Jahre zusammen mit vieles Up´s and Down´s und zwischendurch 2x getrennt jedoch immer wieder neu angesetzt und versucht, ich würde auch sagen sie war meine erste große Liebe aber dann könnt ich es doch kaum so schnell verarbeitet haben? Die Trennung war letzte Woche am Montag

Jetzt meine Frage dazu: Stimmt irgendwas mit mir nicht weil das kann doch niemals so schnell verarbeitet sein? Im Gegenteil ich fühle mich blendend ohne jemanden zu vermissen...

Ich danke für eure Antworten

26.11.2015 15:06 • #1


Shingo


Ich wünschte ich könnte mit dir tauschen!
Ich "leide" seit mehreren Monaten daran...

Hast du jemand neuen kennen gelernt?

26.11.2015 15:10 • x 1 #2


LoveIsPain


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Zitat von Shingo:
Ich wünschte ich könnte mit dir tauschen!
Ich "leide" seit mehreren Monaten daran...

Hast du jemand neuen kennen gelernt?


Ich würde es auch jedem Wünschen der hier noch an diesen S***ß Kummer leidet aber nein das ist es ja ich habe nicht mal wen kennengelernt irgendwie finde ich das selber ein wenig komisch

26.11.2015 15:11 • #3


4mazinq


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Hallo,

möglich ist das schon, habe das auch so ähnlich erlebt, auch ohne jemanden kennen zulernen. Manchmal schenkt uns das Leben vielleicht einfach einen Erfolg nach einem Misserfolg.

Ihr schafft das alle, jeder überwindet seinen Kummer irgendwann

28.11.2015 12:50 • #4


Phoeniix

Phoeniix


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Hallo LoveIsPain,

Ich habe auch mal ähnliches erlebt.
Hab mich abends noch in die Kissen geweint und am nächsten Morgen "nichts" gespürt.
Keinen Schmerz, keine Wut, kein Zorn.

Das bei mir zwar schon Jahre her, aber es ist wohl das beste Zeichen, dass die "Verarbeitung" zum Großteil einfach unterbewusst abläuft...
Deswegen funktioniert es auch nicht, wenn man jemandem sagt er solle "aktiv loslassen und vergessen"...
es braucht einfach seine Zeit.
Und bei manchen geht es eben schneller und bei anderen nicht ganz so schnell...

Liebe Grüße

28.11.2015 12:55 • #5


Lebensfreude

Lebensfreude


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ich glaube, der Schmerz kommt noch...
nach all der Zeit und den auf und abs ist da erstmal auch Erleichterung. Aber der andere war ja ein wichtiger Teil des Lebens, der jetzt fehlt. Nach einiger Zeit brechen dann die Gefühle auf, man muß sich neu sortieren.

Wer nicht weint, hat auch nicht geliebt.

28.11.2015 12:55 • #6


Cure.for.Pain


Es ist nirgends gesetzlich festgelegt, dass man nach Beziehungsende so und so lange zu leiden hat.
Es gibt keinen Zeitrahmen für Liebeskummer. Wenn du nichts mehr empfindest, dann danke es deinem inneren Selbstschutz.
Es könnte auch ne Art Schockstarre zu sein - der Kummer versteckt sich nur. Man spürt wochenlang gar nichts außer Leere. Man fragt sich warum man nichts fühlt ... Von heute auf morgen kann dann aber die Hölle ausbrechen.
Ich z.B konnte nach meiner Trennung sieben Wochen lang nicht heulen. Ich wusste, dass dies kein gutes Zeichen ist, da ich den Schmerz ignoriert und weggesperrt habe, ohne den Mut gehabt zu haben ihm einmal ins Gesicht zu sehen - doch innerlich merkte ich, dass er mich trotzdem auffrisst. Ich hoffte dann jeden Tag habe, endlich heulen zu können - um endlich heilen zu können.
Meine Gebete wurden erhört. Nachdem ich dann endlich ein ganzes WE durchgeheult habe, nahm ich dem Schmerz seine Intensität und er durfte sich zeremoniell noch kurz von mir verabschieden. Er kam nie wieder.
Schmerzen zulassen kann also echt heilend sein. Wenn man sie unterdrückt, kann er zur Krankheit werden, die irgendwann mit voller Wucht ausbricht.
Viel Kraft

28.11.2015 13:27 • #7


mittendrin

mittendrin


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Mir geht es gerade ähnlich.
Wie in meinem Beitrag "Midlife Crisis" geschrieben hatte ich vor drei Wochen ne sehr bescheidene Trennung von meinem Mann, mit dem ich siebeneinhalb Jahre zusammen war.
Erst war da irre viel Wut und Enttäuschung und ein unheimlicher Aktivismus.
Letztes Wochenende dann der totale emotionale Zusammenbruch. Samstag nacht nur noch weinen und zittern und ich hab mich betrunken und ihn angerufen er solle kommen. Das hat er auch getan und ist geblieben bis ich schlief. Sonntag war ich auch noch total lebensunfähig.
Seit Montag geht es mir von Tag zu Tag besser und ich fühle mich wieder zuhause in meinem Leben. Ich freu mich sogar ein wenig auf das Neue was nun kommen kann. Auch wenn es da natürlich noch nichts gibt. Aber ich seh das Ganze im Moment mehr als Chance denn als Verlust.
Ich seh ihn sogar ab und an, weil er unsern Enkel vom Kindergarten holt und neuerdings auch da auftaucht wo ich mich aufhalte. Aber wenn ich ihm gegenüber stehe hab ich das Gefühl er ist ein fremder Mensch für mich. Es tut nicht mal weh.
Ich hab mich auch gefragt ob das normal ist. Aber letztlich war unsere Ehe schon zwei Jahre sehr sehr schwierig, er hatte sich total verändert. Und ich denke es war irgendwie eine Trennung auf Raten.
Und im Grunde war ich schon zwei Jahre nicht mehr wirklich glücklich, ich hab mich nur an die Illusion geklammert, dass er wieder der Mann wird in den ich mich verliebt hatte.
Und er hat mir auch nicht mehr gut getan, mich sehr herabwürdigend und lieblos behandelt.
Das kann ich jetzt sehen und möchte mich auch nicht mehr so fühlen.
Deshalb liebe ich mich jetzt Stück für Stück wieder mehr selbst.

Ich denke auch es gibt keine Gesetzmäßigkeiten für die Zeit die man braucht um über eine Trennung hinwegzukommen. Ich gebe mich nicht der Ilussion hin, dass das bei mir schon alles war. Es wird sicher noch traurige oder wütende Momente geben oder ich werde ihm irgendwann mit einer anderen Frau begegnen und es wird weh tun. Aber ich freue mich einfach über jeden guten Tag und denke dass es irgendwann ganz vorbei ist.

Natürlich kann bei dir die Trauer nur verschüttet sein und irgendwann kommen. Vielleicht auch nicht. Nimm es wie es ist und mach das Beste daraus!

28.11.2015 14:11 • #8


LoveIsPain


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Hallo liebe Community,

von mir vorab ein kleines Update:

Das letzte mal das ich geweint hab war jetzt vergangene Samstag-Nacht, da hab ich dann wieder alte Bilder angeschaut und ziemlich getrauert (jedoch ziemlich betrunken noch gewesen von der Party-Nacht), aber trotzdem fühl ich mich besser weil ich eigentlich nur weinen musste weil das erste Jahr so gut gelaufen ist, ich hab sozusagen der Vergangenheit nachgetrauert, diese Person was sie jetzt ist, ist nicht die Person in die ich mich verliebt hatte.

Sie ist komplett Falsch geworden, aber hab ihr jetzt heute geschrieben, dass ich ihre Sachen gepackt habe und es ihr diese Woche irgendwann zurück bringen werde und das es nett wäre wenn sie meine Sachen dann mir bringen könnte und meiner Mutter geben könnte.

Kurz zusammengefasst: Ich bin sehr oft am Wochenende mit meinen Freunden weggewesen (die übrigens alle noch hinter mir stehen also heute wie damals, meine EX hat keine einzigen ihrer Freundinnen von damals weil sie sie alle vernachlässigt hat), ich merke einfach, dass ich wieder wie gewohnt Leben kann ich kann machen was ich möchte ohne jemanden damit zu unterrichten wo ich hin gehe bzw. um eine Erlaubnis abzuholen.

Ich kann nur an jeden appellieren, lenkt euch ab geht feiern probiert etwas neues aus, shoppen whatever aber nutzt den Tag und wenn es sein muss lässt ihr Abends vor dem Schlafen gehen alles raus!

01.12.2015 11:00 • #9


gast.


Bei mir war es so ähnlich. Eines Tages merkte ich auf einmal, dass sie mir nicht mehr so viel bedeutet.
Rein rational würde ich sagen, dass sich die chemischen Verbindungen im Gehirn aufgelöst haben.

Auch kann man stark daran arbeiten, dass man bestimmte Situationen nicht mehr mit der Ex verbindet indem man sie einfach mit neuen Leuten erlebt.

01.12.2015 11:05 • #10


LoveIsPain


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Zitat von gast.:
Bei mir war es so ähnlich. Eines Tages merkte ich auf einmal, dass sie mir nicht mehr so viel bedeutet.
Rein rational würde ich sagen, dass sich die chemischen Verbindungen im Gehirn aufgelöst haben.

Auch kann man stark daran arbeiten, dass man bestimmte Situationen nicht mehr mit der Ex verbindet indem man sie einfach mit neuen Leuten erlebt.


Da ist echt was dran ich würde sogar behaupten, dass wir die Beziehung einfach nur in die länge gezogen haben und durch jeden erneuten Versuch ging irgendwas mehr kaputt bei uns beiden.

Noch kurz eine kleine Metapher am Rande:
Jemanden eine 2. Chance zu geben ist wie ein Buch ein zweites mal zu lesen, man weiß wie es endet

01.12.2015 14:42 • x 1 #11




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