Hallo.
Es ist jetzt ein halbes Jahr her, seit ich einen Beitrag über eine Trennung, die ich im Januar hatte, geschrieben habe. Es war meine erste, wenn auch sehr kurze Beziehung. Wir hatten uns vergangenen August über eine Dating App kennengelernt und uns ab September regelmäßig getroffen. Im November fragte er mich, ob ich seine Freundin sein möchte.
Der Kontakt war von Anfang an von meiner Verlustangst und Unsicherheiten geprägt. Es stand zu dem Zeitpunkt schon fest, dass ich in eine Klinik gehen werde, da es mir psychisch nicht gut ging. In die Klinik konnte ich dann (erst) mehr oder weniger Anfang März 2026.
Er hatte sich im Januar bereits getrennt und die Zeit in der Klinik, nicht mehr mit mir abgewartet. Ich hatte sehr lange mit der Trennung und bestehenden Schuldgefühlen und Vorwürfen an mich zu kämpfen. Ich wollte es anders angehen, habe es aber nicht geschafft, da in mir oft dieser innere Panikmodus angesprungen ist, verlassen zu werden.
Dazu kam, dass er nicht allzu emotional tief oder verfügbar war. Er gab sich im Rahmen seiner Möglichkeiten Mühe, wir haben uns letztendlich aber andauernd nur gegenseitig getriggert.
Ich war 9 Wochen in der Klinik dieses Jahr. Es half mir erstmal, um mich etwas zu stabilisieren, weil ich nach der Trennung in ein starkes Loch gefallen bin und lebensmüde Gedanken hatte. Am meisten tat mir die Gesellschaft in der Klinik gut. An meinen Bindungsthemen konnte ich etwas arbeiten, sie aber nicht vollständig lösen.
Ich habe nach der Klinik einen ambulanten Therapieplatz bekommen, worauf ich sehr lange gewartet habe. Es wird wohl eine Prozess, die Verlustangst abzulegen, das Bedürfnis nach Sicherheit und Rückversicherung. Emotional hatte ich mit dem Verlust noch sehr lange zu kämpfen und es ist bis heute nicht abgeschlossen.
Der ehemalige Freund war zwischenzeitlich auch wieder aktiv am Daten, was er ja auch darf. Danach zu sehen, ist sicherlich nicht ratsam. Das weiß ich auch.
Er hat mir vor einer Woche, ziemlich unerwartet, über Instagram geschrieben. Er meinte, dass es ihm leid tat, dass er mich immer ignoriert hat und auch ungern blockiert. Er wusste sich nicht anders zu helfen und meinte, er wollte mir vor einigen Wochen schon mal schreiben, wusste aber nicht wie, ohne dass wir wieder in denselben Gesprächen landen. Er hat ein Gespräch mit mir während der Klinik nie erwidert oder aufgenommen. Ich hatte oft versucht, mich zu entschuldigen.
Ich bedankte mich, merkte aber, dass ich emotional mir direkt Hoffnungen machte. Ich fragte ihn, ob er mir das mitteilen möchte oder den Kontakt wieder herstellen wollte. Er meinte, er wollte mir das mitteilen. Nach etwas hin und her und meinem Vorschlag hin meinte er, er sei auch offen sich mal zu treffen, aber halt nicht jetzt.
Ab da kippte ich leider wieder komplett in den Panikmodus. Ich habe gefragt, was er damit meint. Er meinte, es sei doch klar, was damit gemeint sei. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich emotional noch nicht abgeschlossen sei und ich mir schnell Hoffnung auf ein Gespräch mache oder schwer mit Unklarheit umgehen kann. Er wurde dann sehr schnell defensiv und abweisend. Meinte, er will die Möglichkeit haben selbst zu entscheiden mir zu schreiben und nicht, weil ich ihn zu labere, dass er keine Lust auf dieselben Gespräche hat. Ich zu viel schreibe. Er meinte, ich solle mich nicht melden, so lange er sich nicht bei mir meldet.
Ich hatte dann gefragt, ob er sich vorstellen kann im August mal eine Runde zu spazieren. Er meinte, er überlegt es sich, fing aber wieder an mich zu ignorieren.
Ich tue mich sehr schwer mit dem, was gewesen ist. Nach der Klinikzeit hat er nie gefragt, wie es war, wie es mir geht. Für ihn führt alles Richtung Gespräche über uns führen, worauf er seinen Worten nach kein Bock hat.
Ich fühle mich halt andauernd schlecht und zu viel und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.