Zitat von SadMommy:Der Kinderwunsch war beidseitig da. Aber als es dann tatsächlich soweit war (hat auf Anhieb geklappt, positiver Test), kam bei ihm dann doch Muffensausen. In unserem Freundeskreis haben viele Anfang/Mitte 20 Kinder, auch manche ungewollt, aber alle glücklich. Das anfängliche Muffensausen hatten da viele

Nur sind sie dann doch schnell in die Vaterrolle hinein gewachsen.
Ich denke das kann man nicht pauschalisieren. Weder die Gruppe Männer, die mit mitte 20 aktiv ein kind haben als auch die Gruppe, die mit mitte 20 damit nicht umgehen können und lieber auf Party wollen ist sehr groß und keine bildet eine Ausnahme.
Zitat von SadMommy:Ich finde es traurig, dass es bemerkenswert ist, wenn ein (junger) Papa sich auch wie ein Papa verhält. Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, egal welches Alter.
Selbstverständlich ist hier gar nichts, nicht nur nicht, dass Männer sich wie Väter benehmen, auch nicht, dass Frauen auch finanz. Verantwortung übernehmen.
Jeder hat eine andere entwicklungsgeschwindigkeit und die ist sicherlich auch vom Umfeld abhängig.
Ich z.B. bin nioch nie viel mit Freunden was trinken gewesen. Und wenn dann nicht saufen sondern mit Niveau. Das hat aber recht schnell nachgelassen. Andere gehen auch mit mitte dreißig noch regelmäßig sich volllaufen.....
Zitat von SadMommy:Finde auch nicht, dass Mitte 20 zu jung ist. Mein Freund hat mit 16 die Schule abgeschlossen und ist seitdem im Berufsleben und steht auf eigenen Füßen, also seit fast 10 Jahren. Andere fühlen sich mit 40 noch zu jung für ein Baby. Das hat doch überhaupt nichts mit dem Alter zu tun.
Das ist richtig. Das Alter hat damit nichts zu tun, nur der persönliche Entwicklungsstand. Auf meiner genda stand, mit meinem 30. BDay wollte ich alles wichtige im Leben erreicht haben, damit ich nicht zu alt bin um die Zeit nach Kind noch genießen zu können.
Also erst Schule, dann Ausbildung, dann Job, dann die Frau, dann die größere Wohnung, 1-2 Kinder eventuell Eigenheim.
Mein 2. Sohn kam 23 Tage vor meinem 30. BDay, alle Ziele erreicht.
Geholfen hat es nichts. Aber ich brauche mir nicht vorwerfen lassen, ich wäre für die Zwerge nicht da gewesen. Das Leben entwickelt sich eben wie es sich entwickelt.
Eventuell fängt sich dein Freund noch, vielleicht aber auch nicht.
Letztendlich muss er das vor sich selbst, dir und dem Kind am Ende rechtfertigen.
Zitat von SadMommy:Wie ich aber hier aus den Antworten herauslese, gibt es bei vielen wohl eine Art schwarz-weiß-Denken? Entweder 20er genießen ODER Baby ? Es geht doch beides? Den Vollzeitjob habe ja ich als Mami. Von ihm möchte ich nur, dass er sich gelegentlich einbringt und zu besonderen Anlässen zur Verwandtschaft mitkommt.
Ja, vielleicht liegt es mehr in der Natur der Frau dass sie sich kümmert. Der Mann will lieber spielen. Aber man(n) kann sich doch die ersten Jahre nicht ausklinken und erst danach "ah, ich hab ja ein Kind! Danke Frau fürs großziehen, jetzt gib her zum spielen" Läuft das so in euren Bekanntenkreisen ?
Also Thema Vollzeitjob als Mami?
Wenn dein Freund es später bereut sich nicht gut ums Kind gekümmert zu haben, wirst du es eventuell bereuen nicht beruflich aktiv zu sein. Auch das ist eine persönliche Entscheidung, die später zu viel Frust und "Hätte ich doch nur..." führen kann.
Ich glaube viele Menschen denken nicht darüber nach, was es wirklich heißt ein Kind zu haben. Und da sind Männer wie Frauen gleichermaßen vertreten.
Es ist eben nicht nur Gutschi Gu und zu Weihnachten der Tannenbaum, es ist eben Windel wechseln, das Erbrochene 5x in der Nacht wegwischen, Betten beziehen, parallel selbst aufs Klo stürzen, unlogisches Verhalten, Bockig sein bis zum geht nicht mehr, Schreianfälle, schlaflose Nächte....
Wenn man das nicht erlebt hat, kann man es nicht verstehen. Ist auch gut so, sonst wäre die Menschheit ausgestorben.
Du musst lernen für dich die Grenze zu ziehen, du musst auch an dich und deine Zukunft denken und dein Freund muss langsam mal aufwachen, sonst gibt es ein bitteres Ende für ihn.