renade
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Am Mittwoch hat er (40) sich von mir (27) getrennt, mit der Begründung, dass er nicht weiß was er will, es am Anfang sehr schön und unkompliziert war, aber dadurch dass ich nach mehreren Monaten die Erwartung/den Wunsch hatte, ihn wenigstens zwei mal die Woche zu sehen, er sich zusehr unter Druck gesetzt fühlt und er egl gar keine Beziehung will (außer es wäre wohl komplett unkompliziert ohne oft nervige Beziehungsgespräche und sowas). Ich muss dazu sagen, dass seine letzte 6-jährige Beziehung im Juni oder Juli in die Brüche gegangen ist und wir uns bereits Ende August angefangen hatten zu treffen. Wir kannten uns vorher schon von der Arbeit.
Naja glücklich damit bin ich natürlich nicht besonders, er hatte mir vorher auch schon so Sachen gesagt, wie dass er sich sehr wohl fühlt mit mir und ich ihm gut tue, hat mich mit zu seiner Familie genommen und sogar gemeinsamen Urlaub angesprochen. Und da es eben so schön war, wollte ich natürlich mehr davon und ihn öfters sehen, er hat sich aber irgendwie nie so besonders Gedanken darum gemacht wie und wann wir uns sehen können (wohnen 50 km auseinander, er hat ein Auto, ich kann mit dem Zug kostenlos hinfahren). Dadurch kam es dann öfter vor, dass wir uns nicht mal einmal die Woche gesehen haben. Dadurch habe ich mich etwas ungeliebt/nicht wertgeschätzt gefühlt und ihm das natürlich auch gesagt.
Nachdem er mir wegen der Trennung per Messenger geschrieben hatte, hab ich ihn dazu genötigt zu telefonieren (ich lass mich ja nicht einfach so abfertigen) und wir haben eigentlich wie immer ein recht gutes, sachliches und sogar lustiges Gespräch gehabt (Das war immer so bei uns, dass wenn es etwas gab, wir immer locker, verständnisvoll und auch mit Lachen über Unstimmigkeiten reden konnten und auch immer eine Lösung gefunden haben).
Ich kann ihm auch gar nicht so richtig böse sein und wir verstehen die Situation des jeweils anderen, ich habe aber (dooferweise) natürlich in dem Gespräch versucht ihn etwas zu überreden in die Richtung, dass wir ja egl recht gut zusammenpassen und oft Probleme/Unstimmigkeiten nur deswegen entstanden sind, weil wir beide oft eher vor uns hingrübeln und spekulieren, anstatt einfach mal miteinander offen zu reden. Ich meinte daher auch zu ihm, dass ich denke, man könnte unnötigem Stress auch gut aus dem Weg gehen, wenn man das mal ein bisschen verinnerlicht und generell etwas behutsamer, respektvoller und umsichtiger miteinander umzugehen versucht. So wie es ja am Anfang einer Beziehung/Kennenlernen ja auch meist ist, weil man dem anderen da ja auch noch gerne gefallen will und es nicht als selbstverständlich ansieht. Glaube ich zumindest.
Er meinte aber er will/wird sich nicht ändern weil er auf sowas keine Lust mehr hätte wegen zuviel Änderungskrams aus seiner letzten Beziehung. Kann ich auch verstehen, nur dass ich sowas nicht unbedingt unter die Kategorie Verändern fassen würde. Wenn ich doch merke, meine Verhaltensweise tut mir wichtigen Menschen weh bzw. es kommt zu Stress deswegen, dann würde man doch nicht sagen ist mir egal, ich bin halt so und ich will dass es so bleibt.
Nunja so sitze ich jetzt hier und denke nach über das alles, ich weiß nicht ob ich die Trennung schon komplett akzeptiert habe.
Ich weiß selber grad nicht so recht was ich will, er hatte ja (ums mir ja bloß nicht zu leicht zu machen) noch sowas gemeint von wegen man muss sich ja nicht komplett aus den Augen verlieren und wir könnten ja trotzdem ab und zu was miteinander machen (Kino, wandern, etc.), lassen dieses Beziehungsdings mal komplett aus unseren Köpfen, wer weiß, vielleicht ergibt sich ja daraus nochmal etwas.
Ich denke er möchte mich auch nicht verlieren und er meinte, er hat lieber eine gute Freundschaft als eine doofe Beziehung, aber ich will mich von solchen Gedanken auch nicht abhängig machen und nicht darauf warten/hoffen, dass sich evtl. wieder mehr als Freundschaft entwickelt. Ich weiß auch dass ich gut alleine klarkomme, aber es fällt mir wirklich schwer mich nicht darauf zu fixieren, weil ich ihn sehr gerne habe und ihn gerne auch an meiner Seite gehabt hätte.
Ich schreibe ihn aber auch nicht an, jetzt ist erst mal Kontaktsperre und Abstand angesagt.
Meint ihr dieses ich will keine Beziehung haben und ich weiß einfach nicht was ich will kommt daher, dass er nach seiner letzten langen Beziehung einfach sein Ding machen will und sich das halt so vorgenommen hat und ich da dann halt mit meinen Erwartungen nicht so recht reinpasse? Was kann man in so einer Situation am besten tun? Versuchen ihn zu überreden hat auf jeden Fall schon mal nicht funktioniert
Es würde mich auch sehr interessieren wie ihr generell über das Verändern für eine Beziehung denkt. Darf man sowas vom Partner erwarten? Darf man sich selber auf sowas einlassen wenn es von einem gefordert wird?
Im gleichen Zuge auch: Meint ihr es gibt für jeden Menschen bestimmte Personen, die wie der Deckel auf den Topf passen? Also wo man einfach sein kann wie man ist und sich genau so gegenseitig annimmt wie man ist ohne dass man sich mal Gedanken z.B. um eigene Verhaltensweisen machen müsste usw.?
Freue mich schon auf eure Gedanken dazu und sage schonmal danke im Voraus!
LG Renate