Laura90
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folgende komische Situation spielte sich in den letzten 1,5 Jahren ab: Wir, er und ich, lernten uns am Arbeitsplatz kennen. Ich habe neu in der Firma angefangen und 3 Monate später haben wir uns gedatet (hier als erstes Problem: Firma, niemand durfte es wissen)
In der Anfangsphase war es schon so, dass es super komisch für mich war, weil seine Aussagen und sein Handeln sehr ambivalent waren. Er hat dann in der Anfangsphase auch eher so nebenbei über Bindungsängste gesprochen, so ganz beiläufig erwähnt, dass er wohl am ehesten passiver Bindungsängstler wäre. Irgendwie rückblickend hätte ich glaub ich mehr hinhören sollen, aber gut, ist wie es ist. Es war halt einfach schräg. Riesen Drama am Anfang ob er sein Herz öffnet oder nicht usw., ich habe das Drama irgendwie nicht kapiert. Ich liebe oder liebe nicht, wenn ich liebe, dann leide ich auch dafür, aber ich glaube halt, solang liebe da ist gibt’s eine Lösung.
So, nun hatten wir uns 3-4 mal die Woche gesehen, er wollte immer mehr, ich war Mega gestresst und mit mir beschäftigt und Laufe sehr viel (Marathonwettkämpfe), weswegen ich oft eingespannt war. Zudem wohnte ich weiter weg und genoss das WE für mich, da er auch noch am WE arbeitet oder gern Motorrad fährt. Letzteres war ein Traum von ihm, dass ich meinen Führerschein mache und wir zusammen in den Sonnenuntergang fahren oder so.
Also es war irgendwie nicht wirklich nah, aber es funktionierte so ganz gut, auch wenn’s beiden klar war, dass das nicht dauerhaft so geht.
Nun habe ich das halt echt verpennt, dass ich die ein oder andere Baustelle, wie umziehen z.B. früher hätte angehen sollen, dann wären wir näher gewesen. Wäre wahrscheinlich gut gewesen. Dann war ich zum Teil sehr emotional und dramatisch und habe auf unvorhergesehene Planungen seinerseits, wo ich nicht dabei war, zum Teil heftig überreagiert. Und beim letzten Mal letzte Wiche an meinem Geburtstag halt so extrem, dass ich geäußert habe, dass ich mir nicht sicher bin ob ich dem Ganzen so gewachsen bin. KEINE FRAGE, MEIN VERHALTEN WAR NICHT OK. So selbstverzweifelt und negativ war einfach überzogen. Ich bin von meinem Verhalten selbst sehr schockiert. Ich mache aber wegen meinem Verhalten seit 3 Monaten ein Coaching, unabhängig von ihm, weil ich selbst merke da passt was nicht und ich kann nicht in den Spiegel kucken wenn ich mich so verhalte.
Auf jeden Fall war es das 2 mal, dass es so emotional wurde und bei ihm gingen dann die Schotten runter. Wir hatten 2 Tage vorher einen ersten schönen Kurzurlaub, und er war dann so schockiert von mir, dass er nun nichts mehr fühlt. Auf diese Geschwindigkeit von Gefühlsverlust war ich dann nicht gefasst und habe verzweifelt reagiert. Ich habe ihn drum gegeben, den Kontakt nicht ganz abbrechen zu lassen, weil ich weiß, dass ich mein Verhalten gerade ändere und dieser Entwicklungsprozess eh schon im Gang ist und wenn man einmal hinsieht sieht man es immer.
Er hat daraufhin gesagt er fühlt nichts aber es wäre ok, er weiß nicht was er will. Dann hatten wir jetzt am Freitag (2 Tage nach der Akutsituation) sagen wir, ein für mich echt schräges Videotelefonat, war auch wieder sehr ambivalent. Das Telefonat hatten wir, da er mir geschrieben hat, dass er nicht an sein Herz kommt und daneben tut es ihm so sehr leid. Daraufhin wollte ich telefonieren, weil ich darüber nicht schreiben wollte.
Auf der einen Seite hat er dann stolz erzählt, dass er sich das Motorrad, welches er sich wegen uns kaufen wollte, tatsächlich gekauft hat und hat davon dann oberflächlich umschweifend erzählt. Das ich nicht verstanden hab wieso er sich das Bike jetzt doch gekauft hat, wenn’s doch eigentlich angeblich eh nur wegen uns war, hab ich mir nur gedacht und nicht gefragt. Eigentlich hätte er sich ja eigentlich genau jetzt das kaufen können was er wollte, was ich vorher als blöd eingestuft hatte, hat er aber nicht.Ist der erste Punkt den ich nicht verstehe - wenn es doch rum ist Kauf dir doch das was du willst. Dann hat er rumgedruckst das ich an der Situation ja nicht alleine Schuld bin und er das noch nie gehabt hätte, dass er sich nicht sicher war bei seiner Ausssage. Dann hat er geweint und meinte; dass dieser Schutzmechanismus bei jeder sein könnte nur bei mir nicht, dass wolle er nicht, er will das es wieder so ist wie vorher. Habe ihm dann nur gesagt, dass ich die Schutzreaktion nachvollziehen kann, da es wahrscheinlich ansonsten sehr schmerzhaft wäre. Und das ich finde, dass uns einfach die Leichtigkeit verloren ging und das aus der Situation Druck raus muss und das es ok ist das die Situation grade so ist wie sie ist. Und von Freunde sein hält er ja eigentlich nix, wobei mit seiner Exfrau wäre es ja auch noch (da sind aber halt 2 Kinder, völlig andere Situation in meinen Augen), allerdings wäre das ja auch wiederum nicht so gut, weil die anstrengen wäre…Blablabla.
Dann habe ich ihn direkt gefragt, ob er sich wirklich unsicher ist oder das ganze aus Mitleid macht weil es ihm ja so leid tut. Aus Mitleid würde er hier gar nix machen, dass wollte er umgekehrt auch nicht. Aber er wüsste nicht ob es wird, es wäre nicht fair zu sagen das wir es schaffen. Ok, kann ich akzeptieren.
Aber da das ganze Verhalten wieder so ambivalent war kann ich es eben doch irgendwie nicht akzeptieren.
Was sagt ihr zu dem Verhalten? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass er zu feige ist zu sagen das es Nix mehr wird, weil die angeblich ach so großen Gefühle halt binnen 2 Minuten doch weg sind. Verstehe nicht wieso er das nicht einfach sagt wenn’s so ist, sondern sich so ambivalent verhält. Ich hab’s doch verkackt und kann so halt kaum abschließen.
Ich hatte überlegt ihm zu schreiben, hab das Telefonat am Freitag auch beendet mit den Worten, das ich mich nächste Woche melde, aber gerade weiß ich gar nicht wieso und ob überhaupt. Ich fühle mich so, als würde er mich gern in die Schiene schieben, dass ich das Schluss akzeptiere, ohne das er es aussprechen muss….das ist doch sau blöd. Gefühle sind bei mir jetzt nicht so wie bei ihm plötzlich verflogen, von daher fällt mir das grade alles nicht sehr leicht.
Für Tips wäre ich dankbar,
liebe Grüße,
Laura