Crisis
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Seit einigen Monaten habe ich einen Freund/ Mitte 40. Bisher hat er noch keine Kinder. Ich schon. Wir haben ein sehr freundschaftliches und liebevolles Verhältnis zueinander. Sein größter Wunsch ist es, Vater zu werden, was er mir mehrmals mitgeteilt hat. Er deutete einmal an, dass sein Bedauern darüber sehr groß wäre, wenn er seine Linie nicht erhalten kann. Er hat auch keine Geschwister und ist also das letzte Gl. seines Stammbaumes.
Ich mag ihn als Menschen sehr gerne und verstehe, dass es ihm wirklich wichtig ist, Vater zu werden.
(er sieht sich nicht mehr als Mann, wenn es ihm nicht gelingt, ein Kind auf diese Welt zu setzen.)
Würde ich nicht bereits zwei Kinder haben, käme auch für mich ein Kind von ihm in Frage.
Neulich sagte er etwas sehr Eigenartiges. Er müsse! sein Testament machen, da er sein Haus gerne an jemanden vererben würde, nur er wüsste noch nicht nicht an wen! Mir war sofort klar, auf was er dabei hinauswollte.
Als wir neulich mal wieder auf das Thema Kinder zu sprechen kamen, sagte er, dass er diese Entscheidung natürlich mir überlassen möchte, auch wenn er nicht abstreiten könne, sich sehr darüber zu freuen, würde ich schwanger werden.
Allmählich fühle ich mich mehr und mehr von ihm unter Druck gesetzt. Es überrollt mich geradezu. Und wie es nun mal so ist, hat das Lebens es arrangiert, dass ich seit unserem letzten Treffen (wir führen eine Fernbeziehung) nun körp. Veränderungen an mir wahrnehme, die darauf hindeuten, dass ich vielleicht schon schwanger von ihm bin.
Es macht mich ziemlich fertig. Ich würde gerne mit ihm über diese heikle Situation reden, befürchte aber, dass er vor Freude an die Decke springen könnte und mich dann noch weiter unter Druck setzen würde. Daher bezweifle ich, dass es Sinn macht, überhaupt mit ihm darüber zu reden. Ein SS-Abbruch würde ihm das Herz brechen. Da ich ihn wirklich sehr mag und Angst davor habe, Leidensdruck auf ihn zu erzeugen, (weil er sehr sensibel ist) würde ich es vorziehen, ihm die Sache zu verschweigen. Anderseits würde ich mich dabei hochschuldig fühlen, weil ich ihn die SS verheimlicht habe, und aus puren Egoismus daran beteiligt wäre, dass er sich (vielleicht) für immer die Schuld an seinem Versagen gibt. Ich befürchte jedoch, alles andere würde ihn hoch depressiv machen.
Wie kann - oder soll ich mich denn nun richtig verhalten?
Ich bedanke mich schon jetzt für eure Antworten oder Anteilnahme;
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