joany
Mitglied
- Beiträge:
- 12
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 2
- Mitglied seit:
ich bin eigentlich nicht auf der Suche nach Rat oder Hilfe, ich möchte mir nur gerne einmal meinen Kummer und ein paar Gedanken von der Seele schreiben. Für andere Meinung und Sichtweisen bin ich natürlich trotzdem dankbar
Ich befinde mich gerade in einer Trennung, die eigentlich keine der beiden Parteien wirklich wollte. Und stelle mir so unglaublich viele Fragen, auf die ich keine Antworten finde. Er ist einer der wohl heutzutage zahlreichen bindungsunwilligen Männer, die uns Frauen dann am Ende doch irgendwie das Herz brechen, obwohl wir es vorher ganz klar hätten voraussehen können. Wir hatten eine wunderschöne Zeit, die ursprünglich auf der Abmachung basierte, dass es "erstmal" zu keiner Beziehung kommt und man einfach alles sehr sehr langsam angehen lässt. Zu Beginn war ich einverstanden, passte mir damals aufgrund privater Situation sehr gut, aber wie das immer so ist, kamen irgendwann natürlich doch so viele Gefühle ins Spiel und die Beziehung veränderte sich irgendwie nach und nach, so dass von meiner Sicht eigentlich gar nichts mehr dagegen sprach.
Mehrmals wöchentliches Sehen, gemein einschlafen, vereinbarte Exklusivität, schöne Unternehmungen, täglicher Kontakt, Freunde kennenlernen, Hand in Hand spazieren, eigentlich all das, was man Beziehung nennt. Der Unterschied bestand lediglich darin, dass er es alle paar Monate bei jeder Meinungsverschiedenheit nochmal explizit erwähnen wollte, wir mir schien. Dass wir eben kein Paar sind. Und er keine Verantwortung tragen kann. Eine Zeit lang, ging es mir so gut mit ihm, dass ich darüber hinweglächeln konnte. Aber irgendwann kam dann doch der Moment, dass mich einfach die Gewissheit nicht als Partnerin gewollt zu werden, so sehr kränkte, dass ich die Zeit nicht mehr genießen konnte. Ich weiß nicht warum. und hier fangen die ganzen Fragen an. Warum wollen wir Frauen, oder viele von uns, das so sehr? Warum brauchen wir eine Sicherheit, die so oder so, egal mit welchem Beziehungs-Etikett nicht existiert? Warum hab ich ihm gesagt, dass ich das nicht mehr kann, obwohl es mir ursprünglich so gut ging mit ihm? Es ist jetzt ein paar Wochen her, er meldet sich weiterhin täglich, scheint es nicht akzeptieren zu wollen, sagt dass es uns doch eigentlich so gut zusammen ging. Ab und zu macht er Andeutungen, dass er etwas ändern kann, wir könnten uns erstmal nur freundschaftlich ein bisschen sehen und Zeit verbringen. Aber ich habe Angst, dass es nur wieder von vorne anfängt. Er fragt mich warum ich unbedingt alles oder nichts will. Aber das kann ich selbst nicht beantworten. Die Frage warum er nicht alles will überschattet alle anderen. Er fehlt mir so sehr. Und ich weiß einfach nicht, ob ich das richtige tue. Warum kann er sich nicht für mich entscheiden? Warum fällt es Männern so schwer ja zu einer Frau zu sagen, obwohl sie das eigentlich mit ihrem Verhalten schon tun? Und warum ist mir das so wichtig?
Überall liest man Sätze wie "Löse dich schnellstens von einem Mann, der nicht zu Dir stehen will." Früher oder später wird er eine Bessere finden, die es für ihn Wert ist, sich zu binden und weg ist er. Aber kann das nicht genauso passieren, wenn er Dir vorher ganz offiziell zugesichert hat, dass er eine feste Bindung möchte? Wo liegt der Unterschied?
Es ist zum verrückt werden.
Und sehr cool.