Er will zurück, bin hin und her gerissen

Davina101

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Hallo Leute ...
mein Freund ist vorgen Sonntag gegangen und nach einer Horror Woche für mich, auch für ihn wie ich das zum Wochenende gemerkt habe, will er weiter mit mir zusammen sein.
Es war eine Kurzschlußhandlung und es tut ihm furchtbar leid, er hat die Tage sich selbst nur mit Alk abgeschossen und daher ging es ihm natürlich noch schlechter. Er meinte das ihm alles zuviel war, es ihm schwer fällt zu verstehen das mein Sohn (fast 7) obwohl man ihm immer gutes tut, trotzdem oft mal motzt oder nicht gleich hört.
Mein Freund ist 27 geworden (ich selbst fast 35) hatte noch nie ein intaktes Familienleben und kennt nicht mal Liebe, Nähe und Zusammengehörigkeit aus der eigenen Familie. Da gab es nur Hass, Streß, Schläge, Missachtung, ja selbst von seiner Mutter. Dadurch hat er schwer mit seiner Psyche zu tun, das wußte ich aber von Anfang an und dachte ich bin stark genug für uns 3 und kann ihm auch ein richtiges Familienleben schenken, denn das wünscht er sich mehr als alles andere.
Tja obwohl in meinen Augen alles gut lief ist er explodiert und konnte nicht mehr, ist einfach gegangen und hätte sich fast das Leben genommen.
Nun bereut er alles und meint er liebt uns beide mehr als sein Leben, er kann nix dafür das er im Kopf nicht so tickt wie normale Menschen und will alles dafür tun das wir eine Chance haben.
Eigentlich habe ich mir das ja gewünscht, ich wollte ihn wieder, aber ich habe jetzt ein komisches Gefühl, ich habe immer im Kopf es wird immer wieder so kommen und dann gehts mir wieder so dreckig.
Er möchte jetzt auch nochmal eine Therapie machen, aber ob damit alles gut wird? Er hat mir derartig weh getan, das krieg ich nicht mehr aus dem Kopf und habe Angst das ich wieder so tief fallen werde.

Was denkt ihr, kann es nach so ein Tief noch funktionieren, oder ist was einmal kaputt war nicht mehr zu retten?

Lieben tun wir uns, keine Frage, aber nach einer Trennung ist es schon komisch weiter zu machen, man kann ja nicht so tun als ob nix war, jedenfalls ich nicht und werd daran noch lange zu kauen haben.

20.02.2012 10:00 • #1


fallingstar

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Hallo,
das klingt alles ziemlich schwierig, vor allem wegen seiner Vergangenheit. Ich denke, ihr solltet euch jetzt erstmal ein wenig Zeit lassen. Er scheint ja doch vernünftig zu sein - und eine Therapie ist vielleicht wirklich ein guter Weg. Danach kann man nochmal über einen Neuanfang nachdenken?!
Lass dir und ihm ein bisschen Zeit, bevor du eine überstürzte Entscheidung triffst.
LG

21.02.2012 18:57 • #2


Alena-52

Zitat von Davina101:

Mein Freund ist 27 geworden (ich selbst fast 35) hatte noch nie ein intaktes Familienleben und kennt nicht mal Liebe, Nähe und Zusammengehörigkeit aus der eigenen Familie. Da gab es nur Hass, Streß, Schläge, Missachtung, ja selbst von seiner Mutter. Dadurch hat er schwer mit seiner Psyche zu tun, das wußte ich aber von Anfang an und dachte ich bin stark genug für uns 3 und kann ihm auch ein richtiges Familienleben schenken, denn das wünscht er sich mehr als alles andere.

Er möchte jetzt auch nochmal eine Therapie machen, aber ob damit alles gut wird? Er hat mir derartig weh getan, das krieg ich nicht mehr aus dem Kopf und habe Angst das ich wieder so tief fallen werde
.


willkommen davina

das eis auf dem ihr steht ist sehr brüchig und ihr könntet jederzeit darin versinken.
dein freund hat das nie kennengelernt was du dir wünscht und ihm zu geben versucht hast - er hat es leider nicht angenommen und ist in seinem kindlichen, aggresiven verhalten steckengeblieben.

lasse ihn erstmal eine therapie machen - schaue dir an ob sie früchte trägt - ob sich wirklich bemühen von seiner seite und erfolg der "behandlung2 aufzeigt - sonst lasse die finger weg von ihm - er wird dich auslaugen und es wird dir immer schlechter gehen mit ihm.

lasse dir alle zeit, solange bis du dir ganz sicher bist - dann könnt ihr ja nochmal darüber nachdenken ob eine beziehung noch in frage kommt. dein sohn wird sich an seinem verhalten orientieren - ein schlechtes vorbild, das du ihm (mit deinem EX?) bietest!

21.02.2012 19:48 • #3


DavinaDM

Danke für eure Antworten ... naja nun ist er wieder bei mir, die ersten Tage waren für mich sehr komisch, ich war nur traurig und konnte mit dem passierten nicht umgehen. Zur Zeit geht es wieder, nur mein Vertrauen ist ganz schön angeknackt, hab oft ein schlechtes Gefühl.
Aber ich habe auch einiges geändert, er müß jetzt mein Kleinen nicht jeden Tag vom Kindergarten holen, ich kümmer mich alleine nach der Arbeit darum und auch so nehme ich mir mehr Zeit mit mein Sohn. Dafür hat er auch mehr Zeit für sich und Abends sind wir dann wie immer richtig zusammen. Ich hab ihn einfach überfordert, das ist mir jetzt auch klar geworden und ich werde immer im Hinterkopf behalten das es auch schief gehen kann, so falle ich wenigstens nicht so arg.
Was mir da einfällt, meine Schwester war in der fast gleichen Situation, hatte sich nach 16 Jahren getrennt, ihr Kleiner war 10 als der neue Freund kam. Da war es auch sehr schwierig und Kind + neuer Freund konnten nicht miteinander. Da war noch der leibliche Vater im Spiel. Er ist glaub auch paar mal abgehaun (war auch jünger) und sie haben sich immer wieder zusammen gerauft. Jetzt 10 Jahre später sind sie immer noch zusammen und ihr Sohn + Freund sind ein Ar. ein Eimer. Das gibt mir etwas Mut die Beziehung nicht aufzugeben, vielleicht muß ich nur den gleichen Mist wie meine Schwester durchmachen.

23.02.2012 09:05 • #4


fallingstar

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Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass es die richtige Entscheidung war!

23.02.2012 20:05 • #5




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