Hafermilch
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Ich habe mich hier neu angemeldet um mir ein wenig den Frust von der Seele zu schreiben, in der Hoffnung, es könnte helfen. Ich versuche wirklich mich kurz zu fassen, aber das wird wahrscheinlich nicht klappen.
Ich bin männlich, schreibe momentan (das heißt ich versuche es mit aller übrig gebliebenen Kraft) meine Bachelor Arbeit und werde bald 27 Jahre alt, meine nun Ex-Freundin ist nun 24. Ich war nie der Typ Mann der bei Frauen auf Sex aus war. Schon mit 16 dachte ich mir: "Wenn ich endlich eine Freundin hätte, dann könnte ich sie lieben mit allem was ich habe und ihr der beste Freund sein der ich sein kann". Ich bin in dieser Hinsicht eher konventionell. Mit 21 Jahren war es dann endlich soweit. Zum ersten mal habe ich ein Mädchen eingeladen mit mir auszugehen, eher zwanglos. Aber als ich sie sah, war mir klar, jetzt musst du handeln. Sie war eher kalt, locker und auf Spaß aus. Die erste Zeit (knapp 1,5 Jahre) war es eine relativ einseitige Beziehung. Aber sie hat sich ebenso unsterblich in mich verliebt wie ich mich in sie. Dann aber bereits die ersten Rückschläge. Sie probierte mit ihrer besten Freundin Dro. aus. Das war eine schwere Zeit da ich absolut gegen Dro. war. Habe nicht mal geraucht bevor ich sie kennen lernte und mit 18 den ersten Alk. getrunken. Das war eine schwere Zeit aber wir haben es geschafft und sie hörte damit auf, es dauerte ca. ein Jahr bis dahin. In diesem Zeitraum beichtete sie mir einige Dinge. Sie hat in unserem ersten Jahr oft stark mit anderen geflirtet, sogar mit einem unserer Kollegen Sex gehabt in den ersten Wochen unserer kennen lern Phase. Zusätzlich, und das gut ein Jahr schon in einer Beziehung, traf sie sich heimlich mit einem anderen und sie haben zusammen Dro. bei ihm genommen und gekuschelt. Sie sagte sie hätte ihn abgewiesen als er sie küssen wollte, ich glaubte ihr, weiß es bis heute aber nicht wirklich. An diesem Punkt wollte ich die Beziehung beenden.
Sie weinte bitterlich, sagte sie wolle dann nicht mehr leben und kratzte sich ihren Arm auf. Ich weinte auch und hielt sie davon ab, ich bin geblieben. Sie hat psychische Probleme, Bulimie und hatte auch mit depressiven Phasen zu kämpfen (letzteres trifft auch auf mich zu). Aber wir fingen uns gegenseitig immer wieder auf und trieben uns an. Wir hatten noch sehr viel, sehr schöne Zeiten miteinander erlebt. Letztes Jahr fingen wir an Salsa zu tanzen. Anfang dieses Jahres beichtete sie mir wieder viel zu flirten aber sie fühle sich schlecht. Ich sagte, es ist okay. Warum sollte man sich verbieten nette Worte mit jemanden zu wechseln? Komplimente mag jeder. Aber dann 2 Monate später sagte sie "ich glaube ich habe mich in jemanden verliebt", ich fand heraus es handelte sich dabei um den Salsa Lehrer. Ich schluckte wieder runter und es ging einigermaßen normal weiter. Vor zwei Wochen offenbarte sie mir sie habe Interesse an Sex mit anderen Männern und bot mir eine offene Beziehung an. Nur wenige Tage davor schickte sie mir ein Bild über Whatsapp von sich im Brautkleid ihrer Mutter, wir sprachen über zukünftige Urlaube, Projekte (sie liebt es zu kochen und ich bin im Kunst/Fotografie Bereich unterwegs), ich wollte dieses Mädchen irgendwann heiraten und suchte bereits nach Ringen.
Eine solche Form der Beziehung zu dem Menschen der mir am allerwichtigsten ist kam für mich nicht in Frage, ich beendete die Beziehung nachdem wir unter Tränen diskutierten. Das ist nun zwei Wochen her, ihr geht es anscheinend super, tanzt drei mal die Woche Salsa und lernt andere Männer kennen, bekam keine Nachrichten mehr von ihr, kein Versuch ihrer Seite es nochmal zu versuchen, ich war so tief verletzt, habe 7kg abgenommen und tagelang geweint. Ich bin traurig und wütend, verzweifelt und hoffnungslos. Innerhalb von drei Tagen (und eine Woche vor Abgabe meiner Bachelorarbeit!) wurde mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich bin wieder etwas depressiv und denke pausenlos darüber nach was sie tut, mit wem sie es tut. Ich habe kein Anrecht mehr darauf zu erfahren was sie privat tut, ich verurteile sie nicht dafür, dass sie so offen mit mir gesprochen hat und diese Entscheidung war für sie sicherlich genauso schwer wie für mich. Dennoch, ich bin wütend und verletzt. Weiß nicht was ich fühlen und denken soll. Ich habe sehr viel Liebe und Energie investiert, all ihre Fehler verziehen und wurde nun einfach so nach fast 5 Jahren Beziehung "beiseite gelegt". Es tut weh und ich möchte wieder glücklich sein.
Danke an alle von euch die sich die Mühe gemacht haben und diesen sehr langen Text zu Ende gelesen haben. Ich danke euch und würde mich freuen wenn jemand erhellende Worte hat. Darf ich wütend sein? Wie komme ich möglichst schnell wieder auf die Beine? Ist Kontaktabbruch immer die beste Lösung?
st.