fotokim
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ich habe schon viel zu meiner Situation gegooglet und bin immer wieder auf dieses Forum gestoßen, aber wie so oft passt eine Situation von anderen nur bedingt. Daher möchte ich euch an dieser Stelle nach Rat fragen - immerhin seid ihr anders als meine Freunde ja total unbefangen. Kurz zur Situation:
Ich w (24) habe meinen Freund vor rund 8 Jahren kennengelernt, es war nie die typische Liebe auf den ersten Blick - sie ist allmählich gewachsen, bis mir und uns ein "ich liebe dich" einfach auf der Zunge lag. Er ist der erste Mann mit dem ich bis heute intim geworden bin. Bei meinem Freund (30) sah das zum damaligen Punkt natürlich anders aus (völlig ok). Wir sind recht schnell zusammen gezogen, weil es sich damals einfach so ergab. Das war auch nie ein Problem, außer auf die üblichen normalen Reibereien. Er war immer für mich da, hat mich unterstützt wo es nur geht und ich bin ihm für das alles sehr dankbar. Im Kern war unsere Beziehung immer glücklich, obwohl wir sehr unterschiedliche Menschen sind. Gäbe es nicht das Problem mit dem Thema Sex. Am Anfang der Beziehung war der Sex oft und im laufe der Jahre wurde das weniger. Ich hielt es für normal, für meinen Freund war das schon immer ein Problem. Er sprach es öfter an - ich sah immer in ihm die "Schuld", dass er einfach überdurchschnittlich wollte. Tat es ab, dass ich es einfach nicht so oft brauche. es an der Pille liegt. Im letzten Jahr hatten wir pro Monat höchstens 2x Sex - oder ich befriedigte ihn anderweitig. (aber eigentlich auch eher lieblos, weil ich genervt war) Im September 2019 "erwischte" ich ihn, wie er auf dem Bett saß und weinte. Ich frage was los sei und da brach es aus ihm raus "er könne nicht mehr, er habe es über all die Jahre versucht, aber er kann nicht mehr zurückstecken, er fühle sich von mir abgewiesen, nicht geliebt, ich bin doch die Frau die er heiraten wollte". Ich war völlig von Sinnen, konnte mit der Situation nicht umgehen - so hatte ich ihn noch nie erlebt. Es war ein deutlicher Warnschuss um unsere Beziehung - aber ich hörte ihn nicht. Ich versuchte in unser Sexleben eine Regelmäßigkeit zu bringen, die wieder im Sande verlief, weil ich das Problem nie bei mir suchte. Unsere Krisengespräche fanden seither in immer kürzen Abständen statt. Endlich begann ich mich selbst zu reflektieren im Bezug auf den Sex. Ich fand eine Antwort für mich und wollte mich ändern, teilte ihm mit wo ich das mögliche Problem sah. Mitte Januar bemerkte ich, dass er sich zurück zog. Wollte ich kuscheln, sah er mich komisch an. Er drehte sich um 180°, ging auf einmal Feiern - was er sonst nie tat. Es verunsicherte mich. Wir brauchten zeit für uns und er flüchtete. Nach ein paar Tagen teilte er mit mir, dass er meine Nähe aktuell nicht zulassen kann und auch nicht will. Er habe nachgedacht und ist zu dem Entschluss gekommen, dass die Ablehnung die ich ihm die letzten Jahre entgegen brachte vielleicht zu viel in ihm kaputt gemacht haben. Ich sah wie er auf Whatsapp mit einer Frau schrieb und ich konnte nicht widerstehen und schaute eines Abends in sein Handy. Ich fand Nachrichten, Bilder die mir nicht gefielen und so stellte ich ihn vor zwei Wochen Nachts zu rede. Wütend. Was tat er? Ging auf Angriff. Anstatt sich zu erklären, sagte er mir, dass ich mit dieser Aktion das Fass zum überlaufen lies und trennte sich von mir. Am nächsten Tag lag die Kündigung unseres Hauses auf dem Tisch, bereits von ihm unterschrieben. Ich unterschrieb nicht - es war überstürzt und ich schrieb ihm einen Brief. Er antwortete damit, dass er mich lieben würde, aber die Trennung will. Daraufhin zog ich mich zurück, lies die Nachricht unbeantwortet und zog zu meinen Eltern. Nach 2 Tagen die Nachricht, es ginge ihm so schlecht, es würde den ganzen Tag weinen und wisse nicht ob es richtig sei, sich zu trennen. Wir haben so viel durchgemacht. Die nächsten Tage sahen wir uns sporadisch, sprachen normal miteinander, aber nicht über uns. Vor 4 Tagen bat er mich wieder zurück zu kommen, er merkte dass dieser Abstand nicht gut tue und er sich immer weiter distanzieren würde. Ich kam seiner Bitte nach.Die Distanz zwischen uns blieb. Seit dieser Nacht (wo ich ins Handy sah) schlafen wir getrennt, wir essen getrennt, Unternehmen dinge getrennt. Er sagt immer wieder, dass er mich liebt, aber nicht weiß ob diese Beziehung noch Zukunft hat. Vielleicht fänden wir ein ein paar Monaten, oder Jahren wieder zusammen - Er würde es sich wünschen. Er kann keine Zärtlichkeiten von mir zulassen, kann keine Umarmung erwidern. Seit einer Woche schlafen wir miteinander (ohne Küssen, nur Sex), ich habe schon lange nicht mehr so viel Lust gehabt und ich verstehe es nicht - wie er das Zulassen kann, aber den Rest nicht.
Ich weiß, dass ich vieles über Jahre hinweg in ihm zerstört, aber es ist so schwer ihn gehen zu lassen, wenn er sagt, dass er mich liebt.
Es gibt Tage da wünsche ich mir, dass alles wieder gut wird. Und es gibt Tage da möchte ich alles hinschmeißen. Ich habe mir eine Wohnung angeschaut und diese auch gerne genommen, aber es ist nicht einfach. Ich bin seit kurzem hauptberuflich Selbständig und kann keine Nachweise erbringen, obwohl ich mir faktisch alles leisten kann. Das macht es nicht leichter.
Danke fürs Lesen.
. Denn ich denke, daß es bei der Trennung bleiben wird. Trotz dieser Rückkehr. Er ist zwar nun nochmal eingeknickt. Aber das Fundament Eurer Paarbindung steht trotzdem auf wackeligen Füßen. Denn Du begehrst ihn ja scheinbar nur, wenn es kritisch um Euch steht. Und das ist natürlich keine Basis. Von Versöhnungss ex kann keine Beziehung dauerhaft leben.
. Dies ist in meinen Augen der Beginn des Stillstandes. Aber da gehen die Geschmäcker und Bedürfnisse wohl sicher auch weit auseinander. Wie bei so Vielem
.