Christry
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zuerst: ich (22, männlich) bin neu hier. Seit Samstag lese ich hier mit, ich habe die Artikel gelesen, gute Ratschläge bekommen, die ich zu beherzigen gedenke. Dennoch möchte ich mir, wie in den Artikeln angeboten, meine Geschichte von der Seele schreiben.
Letzten Freitag, das war der 5. Dezember, hat meine erste große Liebe (sie ist 18 Jahre alt) die Beziehung beendet. Ich hatte vor dieser schon Freundinnen und immer wieder was mit anderen Mädchen, aber von Liebe konnte da keine Rede sein.
Zur Geschichte:
Zusammen kamen wir recht schnell - ich sah sie im Juli 2013 auf einer Party in der Umgebung hier, ich ging einfach hin, nahm sie in den Arm, ließ nicht los und sie wollte auch nicht weg
Im Oktober diesen Jahres ging sie zum Studieren in einen Ort, ca. 60 Kilometer von hier entfernt. Eigentlich keine Distanz - in knapp einer Stunde mit meinem Auto erreichbar. Dennoch entfernten wir uns immer weiter. Sie engagiert sich dort sehr, ich ließ ihr alle Freiheiten und sie ließ mir die meinen.
Sie kam fast jedes Wochenende nach Hause und wir verbrachten diese Tage miteinander, schon da merkte ich, dass sich alles änderte. Ihre Gefühle ließen nach - das spürte ich. Wir skypten noch öfter, grinsten uns dort an, sagten, wir lieben uns. Dennoch wurde es schlimmer. Wenn ich sie sah, war sie mir gefühlt total fern, alles fühlte sich kalt an. Der Kuss war nicht derselbe, das Gefühl beim Kuscheln auch nicht, sie fühlte sich an, wie eine andere Person. Sie schrieb in unseren gemeinsamen Momenten ständig mit ihren neuen Leuten usw.
Letzten Freitag war es dann soweit - wir redeten nach zwei bisherigen "Schlussmach-Gesprächen". Sie sagte, sie will die Beziehung beenden. Daraufhin haben wir zwei Stunden gekuschelt, fern geschaut, uns geküsst, uns angegrinst. Es war alles wie früher. Sie sagte, sie wird so vieles vermissen und wohl nie wieder einen Mensch finden wie mich. Sie weinte und gab mir trotz diesen schönen Momenten zu verstehen, die Beziehung beenden zu wollen - sie liebt mich nicht mehr und diese Gefühle werden ihrer Meinung nach auch nicht wiederkehren. Sie kommt in ihrer neuen Stadt ohne mich zurecht und denkt eigentlich nie an mich. Dennoch wollte sie mir am selben Abend nochmal über alles Bescheid geben - ich fuhr später also zu ihr, sie sagte, wir sollten es schnell machen. Ich erwähnte, sie brauche mir nicht zu schreiben - ich bin nicht an Freundschaft oder ähnlichem interessiert. Noch ein schönes Leben gewunschen und ciao. Alles sehr kalt..
Seitdem hab' ich nichts von ihr gehört. Laut Facebookfotos scheint es ihr gut zu gehen und sie scheint Spaß zu haben. Ich hingegen, muss mich ständig davon abhalten, ihr nicht zu schreiben. Ich habe viele Freunde, auch weibliche, die mir sehr gut helfen und mich ablenken. Doch im Endeffekt denke ich, sind es die Momente alleine zu Hause, die am meisten zum Verarbeiten beitragen.
Dennoch verstehe ich nicht, wie sich in 1-2 Monaten alles ändern kann. Ich habe ihr noch ein paar Dinge zu sagen, traue mich jedoch nicht ihr zu schreiben, wegen der Kontaktsperre und der Hoffnung auf ein Comeback. Ich habe einen kleinen Brief über uns geschrieben am Tag nach der Trennung, den ich ihr kurz nach Weihnachten geben möchte. Sehen tu' ich sie ja eh nicht, sie studiert ja unter der Woche woanders. Dann beträgt die Kontaktsperre 3 Wochen. Die Angst ist bei dieser Kontaktsperre, dass sie mich vergisst und ich sie komplett verliere. Nach dem Motto: einer vermisst, der andere vergisst.
Ich hoffe, sie realisiert in diesen Wochen, dass sie mich auch vermisst und uns noch eine Chance gibt, aber ich denke, damit mache ich mir unnötig falsche Hoffnungen. Ich könnte mir nur vorstellen, dass eine neue Stadt, zum ersten mal von zu Hause weg, völlig spannend für sie ist und sie dies nun genießen will, ohne Freund. Einen anderen Mann hat sie jedoch mit Sicherheit (noch) nicht. Jedoch zerreisst mir der Gedanke an sie und einen anderen das Herz.
Mir selber geht es nicht gut. Trotz der angesprochenen Ablenkung weine ich 2-4 täglich in den stillen Momenten, höre mit ihr verbundene Lieder an, lese ab und zu alte Gespräche.. Ich weiß, das tut mir nicht gut. Aber ich kann sie nicht vergessen, jetzt, 3 Tage nach der Trennung.
Könnte jetzt ein bisschen viel Text gewesen sein - dennoch tat es gut, es zu schreiben. Ich hoffe auf Antworten, Ratschläge oder ähnliches von Eurer Seite.
Viele Grüße
Chris