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Es gibt nur seine Regeln

Arnika
Als Hilfe um den anderen (und sich) besser zu verstehen, und vielleicht doch noch einen gangbaren Kompromiss-Weg zu finden:

Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM), das von der Schweizer Psychologin und Therapeutin Maja Storch entwickelt wurde, ist da super.

In ihren eh sehr bekannten Büchern nutzt sie die Metapher des „Würmli“ (einem kleinen Urzeit-Strudelwurm), um das limbische System (unser emotionales Erfahrungsgedächtnis) verständlich zu machen. Ist auch ganz witzig geschrieben und leicht zu lesen.

Das Würmli (Das Unbewusste, Emotionale): Es entscheidet blitzschnell nach dem Prinzip „Mag ich“ (Gefallen) oder „Mag ich nicht“ (Unbehagen). Es arbeitet viel schneller als unser Verstand.
Der wiederum versucht, rationale Pläne zu machen, ist aber viel langsamer. Wenn der Verstand etwas will, das Würmli aber keine Lust hat, blockiert das Würmli uns – und wir sperren uns dagegen.

Wenn man sein eigenes Würmli begreift, und das des anderen, tut man sich leichter. Auch darin, Kompromisse zu finden, gerade, wenn das Gegenüber ganz anders tickt als man selbst.

• x 3 #121


Heffalump
Zitat von Uli83:
Das ist keine angenehmen Wahrheit, denn ich wollte ja das Leben mit diesem Menschen.

wie geht es dir heute?

• x 1 #122


A


Es gibt nur seine Regeln

x 3


S
Zitat von Uli83:
Ich will hier auch keinen Schuldigen.

Bedarf es auch gar nicht, dir Frage ist immer die gleiche:

Will ich das? Was kann ich daran ändern? Denn nur du kannst was ändern an der Situation.

Nach nur der zweiten Seite des Threads klingt das für mich so, dass du die Jahre die ganze Care-Arbeit gemacht hast und du jetzt nach dem Tod deiner Mutter nicht so funktioniert's wie "gewünscht" und er sich beschwert das er jetzt auch mal was machen muss? Auch dass er dich allein mit der Trauer lässt, willst du so einen Mann haben?

Wie dem auch sei, evtl. hat er auch eine Form von Autismus, aber das must du nicht zu deinem Problem machen. Überlege dir einfach was du willst und was du nicht willst. Wenn er meint es wäre alles OK so und er sich nicht ändert - dann weißt du was zu tun ist.

• x 1 #123


Arnika
Allerdings muss man schon sagen, Würmli hin oder her. Ein egozentrischer Mensch wird sich nie ändern. Erstens kann er es nicht, aber: Warum sollte er auch?

Wenn jemand für sich selbst definiert, warum auch immer, er sei das Wichtigste in seinem Leben- und dann kommt lange nichts und dann wieder nichts -, wird es keine guten und auch keine logischen Gründe geben, etwas daran zu ändern. Wie es einem anderen dabei geht, ist diesem Jemand ja ziemlich wurscht, weil ihm geht’s ja gut dabei. Also warum was ändern? Er hat ja nichts davon.

Ändern tut man nur was, wenn’s einem schlecht dabei geht. Und dann ist immer noch lang nicht gesagt, dass man sich auch ändern kann. Aber sicher nicht, wenn man eh gut damit fährt. Weshalb auch zB Narzissten nicht therapierbar sind, weil die leiden ja nicht darunter.

• x 1 #124


S
Zitat von Arnika:
Ändern tut man nur was, wenn’s einem schlecht dabei geht. Weshalb auch zB Narzissten nicht therapierbar sind, weil die leiden ja nicht.

Naja, Narzissten habe ja selbst kein Selbstwert, sie müssen anderen Abwerten, damit sie glücklich sind.

Weiß aber auch nicht, ob ihr Mann ein Narzisst ist... ...am Ende spielt es keine Rolle, sie muss so oder so was ändern, weil sie mit der Situation nicht zufrieden ist.

• x 1 #125


PapaEmeritus
Da bin ich bei @Arnika, so ein Mensch wird sich wahrscheinlich nicht ändern, vor allem ist er ja auch keine 18 mehr, und selbst da wird es schwierig.
Und für ihn scheint es ja funktioniert zu haben. Der sucht sich dann einfach die nächste, die noch gutgläubig ist. Wenn man das Problem nie bei sich sieht, sieht man ja auch keine Notwendigkeit, was zu ändern. Und solche Menschen gibt es mehr als genug, möchte man nur oft nicht wahrhaben.

• x 3 #126


S
Zitat von Uli83:
Für mich ist dieses Thema hier fertig.
Liebe Grüße

Ich weiß jetzt nicht, wie ich das verstehen soll.

• x 1 #127


Arnika
Zitat von Schnuddel74:
Naja, Narzissten habe ja selbst kein Selbstwert, sie müssen anderen Abwerten, damit sie glücklich sind. Weiß aber auch nicht, ob ihr Mann ein ...

Es muss nicht jeder Narzisst sein, der ein Egozentriker ist. Jeder Mensch sollte sich selbst der wichtigste sein, aber ein Egozentriker sieht keinen anderen oder kaum. Der ist der Mittelpunkt des Universums. Und Ende.

Welcher Mensch, der klar bei Verstand ist, würde schon etwas daran ändern wollen, der Mittelpunkt des Universums zu sein?

• #128


PapaEmeritus
Korrekt. Um sich zu verändern, müssten solche Menschen ja einsehen, dass sie nicht wichtiger sind und deren Bedürfnisse nicht mehr zählen, als die Bedürfnisse anderer.
Da hätte ich als Gegenüber milde Bedenken.

• x 1 #129


Chrome
@Uli83

Du hast ihn so kennengelernt und geliebt, die Frage ist eher, was hat sich bei dir verändert? Wenn er sich treu geblieben ist, dann liegt es tatsächlich nicht an ihm. Ja ich weiß, wollt ihr nicht gerne hören, aber man kann nicht nach 20 Jahren erwarten, dass sich jemand ändert nur weil man sich selber negativ entwickelt hat.

Ein Partner muss nicht alle Emotionen auffangen oder bedienen. Hier liegt immer wieder ein Irrtum da, kein Mensch dieser Welt kann alles auffangen und perfekt sein in allem was er tut. Die meisten reden sich so etwas einfach nur direkt am Anfang der Beziehung ein und sagen er oder sie ist perfekt, aber sobald die Jahre mal dahin sind wie jetzt bei euch, kommt halt dann die gnadenlose Wahrheit, besonders dann wenn mal die kacke am dampfen ist und der andere nicht direkt so reagiert wie man es selber gern hätte.

Hier bei euch sehe ich vollgendes Problem

1. Du hast dich verändert bzw bist aufgewacht und erkennst, dass etwas nicht passt.

2. Er ist sich treu geblieben, was aber nicht mehr passt für deine Bedürfnisse

3. Deine negativen Emotionen haben sich auf ihn gelegt und du siehst jetzt in allem etwas falsches was dir vorher überhaupt nix ausgemacht hat.

Wenn es einmal so weit ist, dann kannst du es meistens vergessen. Da müsstest du schon selber an dir arbeiten und verstehen lernen wieso es dich von einmal stört. Dazu gehört unfassbar viel Kraft und Mut. Vor allem aber auch Erkenntnis. Erkenntnis darüber, was man mit deinem Mann besprechen kann und was nicht.

Mein Tipp?

Auch dir eine Person die dir deine Bedürfnisse in dieser Form gerecht werden und nein damit meine ich keine Affäre oder einen neuen Mann, sondern eine Freundin, einen Therapeuten der dir diese Sicherheiten geben kann und höre auf deine negativen Emotionen an ihm fest zu machen.

Er ist nicht perfekt, er wird dir in dieser Situation nicht helfen können und er kann es nicht ändern. Lerne diese Tatsachen zu akzeptieren und du kannst wieder eine schöne Ehe führen.

Wir alle wünschen uns eigentlich etwas, dass nicht machbar ist. Kein Mensch dieser Welt kann alles abdecken. Deswegen Augen auf bei der Partnerwahl und jeder muss für sich erkennen, was ist mir wirklich wichtig und damit meine ich nicht den oberflächlichen Mist, sondern tiefe Erkenntnisse über Eigenschaften und Talente innerhalb einer Beziehung bzw Ehe.

Jemand der sehr direkt ist, immer klare Worte findet und diese auch so äußern mag, passt nicht zu einer verschlossenen Person und umgekehrt. Jemand der eher weniger Emotionen zeigt, auch wenn man vollkommen alleine ist, passt halt nicht zu einer emotionalen Person usw. Wieso Menschen immer wieder Gegenstücke aussuchen ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Bestes Beispiel ist hier auch meistens der oder die introvertierte die sich dann einen extrovertierte Persönlichkeit suchen und umgekehrt.

Die Frau die gerne daheim ist und ein Buch liest, wird nicht glücklich mit dem Mann der am liebsten am selben Tag noch auf zwei Partys erscheint, umgekehrt tun sich diese dann eher einfacher weil die oder der Alte sitzt ja daheim, also alles gut, aber damit tun sich beide Seiten keinen Gefallen.

Vor allem sollten alle mal aufhören jemand sein zu wollen der man nicht ist. Fängt im übrigen schon beim ersten Date an, wenn es nicht passt dann ist es halt so, die oder der nächste kommt bestimmt und Sex kann man auch leichter haben. Wären alle mal da offener mit sich selber, hätten wir auch weniger kaputte Menschen

• x 2 #130


Arnika
Zitat von PapaEmeritus:
Korrekt. Um sich zu verändern, müssten solche Menschen ja einsehen, dass sie nicht wichtiger sind und deren Bedürfnisse nicht mehr zählen, als ...

Warum sollte man das einsehen - es wäre ja aus dem Blickwinkel des Egozentrikers ja auch gelogen und falsch. Denn die Bedürfnisse eines anderen sind für ihn nicht so wichtig bis wurscht. Dass sie es wären, ist da ja nur graue Theorie, geht aber an (dessen) Realität komplett vorbei.

In Wahrheit ist es nur konsequent. Weil niemandem sind die Bedürfnisse aller anderen wichtiger als die eigenen. Außer, man hat ein schweres Problem. Und der Egozentriker ist halt einer, der lebt das wirklich.

• #131


PapaEmeritus
@Arnika

Tatsächlich finde ich solche Menschen auch nicht schwer zu Händeln, man merkt ja oft schnell, was Phase ist. Schwieriger ist’s, wenn das bisl hinter Altruismus versteckt ist. Und für den Typ der TE hat das ja anscheinend auch gut funktioniert, bis sie eben nicht mehr zu 100 % funktioniert hat, und Dinge gebraucht hat, die er anscheinend nicht anbieten kann. Muss man dann vielleicht auch einfach so akzeptieren.

• x 1 #132


U
@Sincerite das heißt, ich habe alles gelesen, Ratschläge, eigene Erfahrungen, harte Worte und es gibt ein paar Nebenunterhaltungen, die nichts mit meinem Thema zu tun haben.
Die Menge reicht mir jetzt erstmal und ich habe da für mich reflektiert, sortiert und nehme einiges für mich mit.
😉

• x 3 #133


Fenjal
Zitat von Uli83:
Hallo, mein Mann ist ein ziemlich sachlicher Typ, der immer sagt: "Emotionen haben ihn noch nie weiter gebracht." Ich bin gefühlvoll und seit einiger Zeit haben wir große Probleme

Das Unterstrichene untermauert meinen Eindruck.
Der Typ hier war, ist und wird eher bei sich als bei anderen sein, die Te wusste das als sie mit ihm ein Kind zeugte und auf Familie machte.
Das darf und muss man benennen, weniger eigene Wünsche oder Maßstäbe anlegen.
Die Persönlichkeit eines Menschen ändern zu wollen, damit er eigenen Vorstellungen entspricht, bleibt ein frommer Wunsch.
Auch wenn in den Threards gerne Tn vorgeführt werden, die weniger eine Opferperspektive einnehmen.
Diese Opferhaltung blockiert Lösungen und Möglichkeiten.
Nicht der Gatte ist das Problem, sondern die Te, auch wenn der Mainstream hier das anders sieht, verdienen abweichende Sichtweisen dennoch Beachtung und Respekt.
Souveränität ist oft ein Fremdwort.
Alles Gute der Te.

• x 4 #134


Arnika
Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Tatsächlich finde ich solche Menschen auch nicht schwer zu Händeln, man merkt ja oft schnell, was Phase ist. Schwieriger ist’s, wenn das ...

Für die meisten Egozentriker funktioniert es wunderbar. Zeitlebens. Selbst wenn eine Beziehung kriselt, die nehmen sich das nicht so zu Herzen. Solange der andere nicht zu nervig wird (eigene Bedürfnisse). Auch bei Trennung gilt da unterm Strich: Austauschbar ist jede/r.

In manchen Phasen eh fast beneidenswert, wenn man es so sehen und vor allem auch fühlen kann.

• x 1 #135


A


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