351

Es gibt nur seine Regeln

PapaEmeritus
@Arnika

Abschließend dazu: da hab ich auch schon drüber nachgedacht, ob das ein erstrebenswertes Ziel ist. Aber wenn man nicht so ist, kann man auch nicht so werden. Für mich besteht auch ein Unterschied zwischen zB einem gesunden Selbstwert und Egozentrik oder schlimmerem.

• x 1 #136


S
Zitat von Fenjal:
Die Persönlichkeit eines Menschen ändern zu wollen, damit er eigenen Vorstellungen entspricht, bleibt ein frommer Wunsch.

Muss sie auch gar nicht, sie kann sich auch trennen - darauf wird es hinauslaufen (denke ich).

Evtl. bekommt er noch eine Chance - entweder ändert er sich, oder sie geht.

Trotzdem verstehe ich dein Argument nicht. Nur weil jemand immer so war, heißt ja nicht, dass das richtig ist.

• #137


A


Es gibt nur seine Regeln

x 3


Arnika
Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Abschließend dazu: da hab ich auch schon drüber nachgedacht, ob das ein erstrebenswertes Ziel ist. Aber wenn man nicht so ist, kann man ...

Natürlich gibts da Abstufungen. Der Mann der TE ist über reinen Selbstwert sicher schon weit hinausgeschossen.

Man kann aber durchaus so reflektiert sein zu sagen, unterm Strich für denjenigen selbst eigentlich kein Nachteil. Nur, wie du richtig sagst, weder das eine noch das andere sucht man sich aus - oder kann man an sich selbst wirklich ändern, an einem anderen schon gar nicht.

Beeinflussen kann ich nur, ob ich mit demjenigen dann mein Leben als innigster Vertrauter und erste Ansprechperson für alle Nöte, Sorgen und sonstige Empfindungen teilen will. Und umgekehrt. Weil den wird das schlicht und einfach nicht interessieren und steht nicht zur Verfügung, solang es für ihn selbst nichts Positives bringt.

• x 1 #138


HappyMike
Zitat von Schnuddel74:
Muss sie auch gar nicht, sie kann sich auch trennen - darauf wird es hinauslaufen (denke ich).

Evtl. bekommt er noch eine Chance - entweder ändert er sich, oder sie geht.

Trotzdem verstehe ich dein Argument nicht. Nur weil jemand immer so war, heißt ja nicht, dass das richtig ist.

Das ist schon richtig. Nur ist das eigentliche Problem doch ein anderes: Sie wusste von Beginn an, wie er ist, und nach allem, was wir bisher erfahren haben, hat er sich in seiner Persönlichkeit auch nicht verändert.

Was sich verändert hat, ist ihre Sichtweise, ihre Erwartungshaltung und vor allem ihre Akzeptanz seiner Persönlichkeit.

Natürlich bedeutet „Er war schon immer so“ nicht automatisch, dass sein Verhalten richtig ist. Aber genauso wenig bedeutet „Ich empfinde das mittlerweile anders“, dass plötzlich er derjenige ist, der sich ändern muss.

Man kann nach Jahren durchaus feststellen, dass man mit bestimmten Eigenschaften des Partners nicht mehr zurechtkommt. Das ist legitim. Nur sollte man dann auch ehrlich anerkennen, dass sich möglicherweise nicht der Partner zum Problem entwickelt hat, sondern die eigene Einstellung zu ihm verändert hat.

Und aus einer veränderten Erwartungshaltung entsteht noch lange keine einseitige Verpflichtung des anderen, seine Persönlichkeit entsprechend anzupassen.

Daher hat @Fenjal nicht ganz unrecht.

• x 5 #139


Fenjal
@Schnuddel74 wenn man zu jemandem ja sagt, sagt man auch zu seinen Unzulänglichkeiten ja.

Einfaches Bspl.... selbst isst man gerne Wild, der Partner mag das nicht, in allen Variationen auf dem Tisch, er kann das nicht essen.
Warum, frage ich dich, sollte man jetzt versuchen ihn von dem aromatischen, charaktervollen Genuss von z.B. Hirschkalb, überzeugen zu wollen, weil man selbst derartiges schätzt?
Sein Geschmack ist nicht schlechter oder besser, nur anders und sorry, das DARF er kundtun und auch verteidigen.

Partner sollte man nicht umerziehen wollen, sicher sich miteinander zu entwickeln ist das Eine, aber wer gibt seine Persönlichkeit an der Beziehungs - garderobe ab?

• #140


Heffalump
Zitat von HappyMike:
Sie wusste von Beginn an, wie er ist, und nach allem, was wir bisher erfahren haben, hat er sich in seiner Persönlichkeit auch nicht verändert.

sie will ihn nicht zu 100% ändern. Ein bisschen mehr Zugewandtheit ist ja nicht, er muss zum anhänglichen Teddybären mutieren

• x 1 #141


U
@Arnika gute Zusammenfassung der Fakten.

• x 1 #142


PapaEmeritus
@HappyMike

es gibt ja auch Dinge, die man nicht sofort oder erst nach einer Weile erkennt. Dass man dann nicht sofort alles über den Haufen wirft, ist für mich verständlich. Irgendwann sollte man dann aber erkennen, dass das Gegenüber sich nicht ändert, und man hier keinen Blumentopf mehr gewinnt. Ist grundsätzlich auch nichts schlimmes. Vielleicht hat ja jemand anderes mehr Glück mit der Person.

• x 1 #143


Arnika
Ich war übrigens auch mal mit einem Egozentriker zusammen, wenn auch weit nicht so lange. Hat mich auch nicht gefragt, wie es mir geht, wenn ich krank war etc. Der Mann der TE kommt mir also durchaus bekannt vor. 😉

Das Ende vom Lied war, dass ich dadurch lernte, dass mich seine Befindlichkeiten auch nicht mehr interessierten.

Nur dann kann ich in Beziehung leben gleich ganz bleiben lassen auch. Und hab ich dann auch.

• #144


HappyMike
Zitat von PapaEmeritus:
es gibt ja auch Dinge, die man nicht sofort oder erst nach einer Weile erkennt. Dass man dann nicht sofort alles über den Haufen wirft, ist für mich verständlich. Irgendwann sollte man dann aber erkennen, dass das Gegenüber sich nicht ändert, und man hier keinen Blumentopf mehr gewinnt. Ist grundsätzlich auch nichts schlimmes. Vielleicht hat ja jemand anderes mehr Glück mit der Person.

Das sehe ich durchaus ähnlich. Allerdings ist das doch ein Phänomen, das sich in vielen Ehen beobachten lässt: Im Laufe der Jahre verliert die rosarote Brille zunehmend ihre Wirkung. Interessanterweise verändert sich dabei nicht zwangsläufig der Partner (was natürlich auch immer wieder passiert), sondern vielmehr die eigene Wahrnehmung und damit auch die Bereitschaft, dessen Eigenheiten zu akzeptieren.

Was anfangs noch als liebenswerte Besonderheit durchging, wird irgendwann zum unerträglichen Charakterfehler erklärt. Dabei ist der Mensch dahinter womöglich exakt derselbe geblieben.

Die entscheidende Frage ist für mich daher nicht immer, warum sich der andere nicht verändert, sondern warum man plötzlich oder auch schleichend nicht mehr akzeptieren kann, was man jahrelang akzeptiert hat.

Und vielleicht hat jemand anderes tatsächlich mehr Glück mit dieser Person. Nicht, weil diese sich verändert, sondern weil jemand anderes sie genauso zu akzeptieren weiß, wie sie eben ist.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich verstehe die Situation der TE voll, da ich mit ihr mitfühlen kann.

@Uli83:
Du hast mit diesem Thread schon sehr viel richtig gemacht. Du fragst Dritte nach deren Meinung auf Basis der von Dir gegebenen Informationen. Wir sind grundsätzlich unbefangener und können unsere Laien-Meinung hier kundtun.
Wie @Arnika geschrieben hat, hast Du ein paar Optionen. Ich denke, dass keine davon Dich wirklich glücklich macht im Moment. Jede dieser Optionen hat Einschnitte im bisherigen Leben zur Folge. Und: Keine davon ist wirklich leicht zu treffen.
Ich habe Deinen Thread nicht zur Gänze gelesen, aber ich denke, dass der Vorschlag einer Pro- und Kontra-Liste schon gekommen ist. Wenn nicht, dann mache ich den Vorschlag hiermit Lachendes Gesicht.

so long, Alles Gute!

PS: Du weißt eh: Du kannst Dich wieder hier melden, wenn Du weitere Fragen hast. Wenn Du willst, dann auch mit anderem Nickname (kommt gar nicht so selten vor interessanterweise). Lachendes Gesicht

• x 2 #145


PapaEmeritus
@HappyMike

Richtig. Ich denke aber auch, dass sich bestimmte Eigenschaften erst in bestimmten Situationen zeigen. Wenn das Wasser ruhig ist, kann jedes Schiff stabil aussehen, die wirkliche Stabilität zeigt sich aber erst im Sturm. Und irgendwann hat man vielleicht auch keine Lust oder Kraft mehr, immer wieder gegen den Sturm anzukämpfen. Das geht bei dem einen schneller, bei dem anderen dauert das vielleicht länger. Und ich denke, vor dem Problem steht oder stand die TE. Das ist nicht unbedingt eine Schwäche, sondern mMn erstmal menschlich. Kann natürlich irgendwann zur Schwäche werden und dann landet man eben hier.

• #146


U
@Fenjal
Was mir auffällt, ist dass viele davon ausgehen, nur ich hätte mich verändert. Du im speziellen urteilst zusätzlich über mich. Dass ich mich hab schwängern lassen und jetzt jammere ich rum, weil er keine Verantwortung für mich übernimmt und mich nicht durch meine Trauer trägt u.v.m. hast du interpretiert.
Der Typ dagegen sei immernoch derselbe.

Nun heute Morgen saß ich mit ihm zusammen und wir haben geredet. Dass wir eine Paartherapie machen bedeutet ja erstmal, dass wir beide die Notwendigkeit erkennen und nichts unversucht lassen wollen. Auch der Gedanke an Trennung gehört für mich zu diesem Prozess, egal was andere darüber denken.
Jedenfalls habe ich ihm erzählt, dass ich hier geschrieben habe und ich habe ihm deine vorletzten beiden Nachrichten vorgelesen!
Seine Antwort war zusammengefasst, dass er nicht derselbe von vor 8 Jahren ist und er mich nicht so sieht, wie du mich darstellst.
Was er über dich gesagt hat...erspare ich dir.

Und dies ist jetzt das einzige und letzte Mal, dass ich auf deine Nachrichten eingehe. Denn du bist sehr einseitig und um das Wort aufzugreifen : Harsch.
Du polarisierst und provozierst offensichtlich gerne. Trotzdem habe ich über deine Argumente nachgedacht und mich reflektiert.
Nur warum sollte ich dir das auf die Nase binden? Dein Urteil über mich ist längst gefallen.

• x 2 #147


Blind-Meg
Zitat von Chrome:
man kann nicht nach 20 Jahren erwarten, dass sich jemand ändert nur weil man sich selber negativ entwickelt hat.

Mit Verlaub, sich selbst mehr hin zu seinen Emotionen zu entwickeln, ist das Gegenteil von negativ.

Zitat von Chrome:
Er ist nicht perfekt, er wird dir in dieser Situation nicht helfen können und er kann es nicht ändern. Lerne diese Tatsachen zu akzeptieren und du kannst wieder eine schöne Ehe führen.

Als halbwegs normal fühlender Mensch kann man mit so einem Mann keine schöne Ehe führen. Das haben schon viele versucht, und es funktioniert nie.

• x 1 #148


S
Zitat von HappyMike:
Sie wusste von Beginn an, wie er ist, und nach allem, was wir bisher erfahren haben, hat er sich in seiner Persönlichkeit auch nicht verändert.

Das kann schon so sein und ich verstehe fas.

Aber ich glaube nicht, dass sie gedacht hätte, wenn es ihr schlecht geht, dass er sich so verhält. Es muss auch kein Narzissmus sein, es kann andere Gründe haben.

Ich finde auf jeden Fall, dass sein Verhalten sehr grenzwertig ist und ich empfinde man wenn sagt "du wußtest es doch vorher", dass das wie eine Art der Schuldumkehr ist. Es rechtfertig ein schlechtes Verhalten.

Aber wie gesagt, am Ende spielt es keine Rolle. Wenn er sich nicht ändern will oder kann, muss die TE halt ihre Schlüsse daraus ziehen.

• x 2 #149


PapaEmeritus
@Schnuddel74

Wir neigen ja aus irgendwelchen Gründen oft eh dazu, negatives Verhalten irgendwie zu entschuldigen oder zu erklären. Wir können oft nicht einfach sagen das ist akzeptables Verhalten, das nicht inakzeptables Verhalten. Und am besten geben wir dem gegenüber noch die Schuld dafür, dass der andere sich mies verhält. Keine Ahnung, wo das herkommt. Es ist absolut möglich, dass Menschen einfach nur mies sein können. Dann muss man eben Konsequenzen ziehen und gehen.

• x 1 #150


A


x 4