Zitat von Uli83: Seine Antwort war, dass er jetzt schließlich für sich in diese Kur gefahren ist und er sich jetzt nicht um mich kümmern kann. So gingen dann die nächsten drei Wochen weiter...wenn er wissen wollte, wie es um meine Mama steht, gab es Kontakt, wenn ich etwas erlebt hatte, was ich ihm sagen wollte, bekam ich die Info, dass er sich jetzt gerade keine Zeit nehmen kann, da er unterwegs ist mit einer anderen Mutter und deren Tochter, weil die Kinder sich angefreundet hatten. Es sind Sätze gefallen wie, "es ist ja deine Familie" und " du musst sehen, wie du damit klarkommst, ich bin jetzt zu weit weg".
Für mich unfassbar...
Alles, was du über ihn, über seine Art, seine Reaktionen und seine "Unfähigkeit", mit Emotionen umzugehen beschreibst, erzeugt für mich das Bild eines Menschen, der sich nicht nur eine Burg sondern einen regelrechten Bunker um sein Innenleben gebaut hat. Und dabei hat er wohl auch vergessen, eine Tür einzubauen...
Wenn ihr die Therapie fortsetzen wollt, wird das für eure Therapeutin harte Arbeit werden, um den Bunker zu knacken - wenn ihr das überhaupt gelingt. Er versteckt sich hinter Rationalität, hinter Rationalisieren und Bagatellisieren.
Zitat von Uli83: Er hat schon gesagt, dass er unseren Sohn will ...
Das überrascht mich. Fragt sich, was sein Motiv ist. Gefühle für den Jungen oder finanzielle Gründe... Aber das soll nicht dein Problem sein.
Offensichtlich liegt eine Trennung schon in der Luft. Ich wage mal die Prognose, das es wohl dazu kommen wird, auch wenn du jetzt Angst davor hast. Hab den Mut und kämpf es durch, wenn du zu dem Schluß kommst, dass eure Ehe nicht zu retten ist. Es hat keinen Sinn, das Unvermeidliche hinauszuzögern, wenn es soweit ist. Du würdest damit nur dein Leiden verlängern...
🤗