351

Es gibt nur seine Regeln

A
Zitat von Uli83:
Ich würde mich eigentlich gerne trennen, aber mit zwei Kindern, der Trauer habe ich gerade genug Energie das Nötigste aufrecht zu halten.

Du bist nach acht Jahren schon völlig down. Was meinst du, wie es aussieht, wenn du noch Jahre so lebst.

Vermutlich ist es für ihn so, dass er dich als völlig verändert empfindet. Du hast ihn ja so geheiratet und bisher auch nach seinen Regeln gespielt. Da stresst ihn natürlich die radikale (aus seiner Sicht) Veränderung.

Du musst nichts übers Knie brechen und ich finde die Thera für Euch sehr gut. Aber einen Menschen der beim Tod der Schwiegermutter so kommuniziert, der ist so.

Wie ist eigentlich sein Verhältnis zu seinen Eltern genau?

• #46


A
Hallo Uli83, dass er euren Sohn haben will bzw.dass er dass gesagt hat,empfinde ich als emotionale Erpressung, richtig gemein! Wie andere schon schrieben,lasse dich da anwaltlich beraten.

Wovor hast du Angst?
Eine Trennung kann für euch eine Chance sein, denn vermutlich wirst du so eher noch unglücklicher.

• x 2 #47


A


Es gibt nur seine Regeln

x 3


FoolishHeart
Zitat von Uli83:
Seine Antwort war, dass er jetzt schließlich für sich in diese Kur gefahren ist und er sich jetzt nicht um mich kümmern kann. So gingen dann die nächsten drei Wochen weiter...wenn er wissen wollte, wie es um meine Mama steht, gab es Kontakt, wenn ich etwas erlebt hatte, was ich ihm sagen wollte, bekam ich die Info, dass er sich jetzt gerade keine Zeit nehmen kann, da er unterwegs ist mit einer anderen Mutter und deren Tochter, weil die Kinder sich angefreundet hatten. Es sind Sätze gefallen wie, "es ist ja deine Familie" und " du musst sehen, wie du damit klarkommst, ich bin jetzt zu weit weg".

Für mich unfassbar...

Alles, was du über ihn, über seine Art, seine Reaktionen und seine "Unfähigkeit", mit Emotionen umzugehen beschreibst, erzeugt für mich das Bild eines Menschen, der sich nicht nur eine Burg sondern einen regelrechten Bunker um sein Innenleben gebaut hat. Und dabei hat er wohl auch vergessen, eine Tür einzubauen...

Wenn ihr die Therapie fortsetzen wollt, wird das für eure Therapeutin harte Arbeit werden, um den Bunker zu knacken - wenn ihr das überhaupt gelingt. Er versteckt sich hinter Rationalität, hinter Rationalisieren und Bagatellisieren.

Zitat von Uli83:
Er hat schon gesagt, dass er unseren Sohn will ...

Das überrascht mich. Fragt sich, was sein Motiv ist. Gefühle für den Jungen oder finanzielle Gründe... Aber das soll nicht dein Problem sein.

Offensichtlich liegt eine Trennung schon in der Luft. Ich wage mal die Prognose, das es wohl dazu kommen wird, auch wenn du jetzt Angst davor hast. Hab den Mut und kämpf es durch, wenn du zu dem Schluß kommst, dass eure Ehe nicht zu retten ist. Es hat keinen Sinn, das Unvermeidliche hinauszuzögern, wenn es soweit ist. Du würdest damit nur dein Leiden verlängern... 🤗

• x 3 #48


U
@Brightness2 das hast du lieb geschrieben, Danke.
Diese Überforderung zieht sich gerade durch und ich sehe seine auch. Ich wünschte, wir könnten darüber offener sprechen.
Ich habe andere Bezugspersonen, die mich besser sehen und den Verlust selbst auch kennen. Und ja, ich muss die Geduld aufbringen eins nach dem anderen zu tun. Du hast vollkommen Recht.

• x 2 #49


HerzundKerbe
Zitat von Uli83:
Was meint ihr, wer lebt auch in so einer Beziehung und was kann man tun


Das liegt doch wohl auf der Hand. Trennung! Wenn er mit sich "fein" ist, ist das okay. Du kannst ihn nicht ändern.

• x 1 #50


U
@amelie Ich habe Angst vor dieser Zeit der Trennung, bis man sich wieder sortiert hat. Entscheidungen über unser gemeinsames Kind, über Wohnsituation, die Auswirkungen auf meine Arbeit...ich kann nicht mehr so arbeiten, da meine Kinder dann nicht betreut wären usw usw.
Emotional ist dieser Berg gerade ein Mount Everest.

• x 2 #51


U
@HerzundKerbe ich will ihn auch nicht ändern.

• #52


PapaEmeritus
@Uli83

War der Mensch schon von Anfang an so?
Ich würde dir auch zur Trennung raten. Scheint ja nicht besser zu werden.

• #53


B
@Uli83 Wie alt ist euer Kind, wie schaut aktuell die Betreuung aus?

• #54


Wulf
@Uli83 versetzt euch bei der Paartherapie mal in seine Position. Es ihm einfach als eine art Behinderung vorzuhalten, daß er aus einem Heim kommt, wird bei ihm nur das gegenteilige erreichen. Er hat es sehr wahrscheinlich einfach niemals gelernt und diese Art "familiäre Situationen" lernt er erst durch euer kind. Er scheint wirklich die "Duck und weg"-Methode bei deiner Mutter angewandt zu haben und macht bei sowas schnell die Schotten dicht.

• x 1 #55


Blind-Meg
Zitat von Uli83:
@Blind-Meg Danke dafür. Wo keine Erkenntnis ist, kann sich nichts verändern. Ich erkenne meinerseits langsam, dass ich das so nicht mehr packe. Das ...

Unser Verhältnis als getrennte Eltern war wie eine übersteigerte Fortsetzung der Beziehung: sachlich, nüchtern und nur das Nötigste besprochen. Wir hatten das Wechselmodell, ich habe eine Wohnung sehr nah bei seiner genommen, damit unsere Tochter (sie war 9 als wir uns trennten) den Weg alleine bewältigen kann, und so gab es kaum Berührungspunkte.
Im April dieses Jahr ist mein Exmann gestorben. Ich glaube, er war dankbar, dass ich dabei war, aber er hat selbst das nicht mehr geschafft zu sagen.

• x 2 #56


U
@PapaEmeritus Nein, war er nicht. Und als wir uns kennengelernt haben, haben wir über die Dinge gesprochen, die uns wichtig sind.
Er war immer der Pragmatische und trotzdem liebevoll und nah bei mir.
Erst über die Zeit, vielleicht mit den Belastungen durch Familie, Job usw hat er sich härter gemacht, damit er klar kommt.
Ist seine Strategie und die ist grundsätzlich nicht verwerflich.
Nur finde ich da keinen Verbindungspunkt mehr.

• x 1 #57


U
@Brightness2 Er ist 8 und meine Tochter ist 13. Er hat Homeoffice, ich arbeite im Drei-aschicht-System

• #58


HerzundKerbe
Zitat von Uli83:
ich will ihn auch nicht ändern.

Das klang aber anders, in deinem Posting.

• #59


U
@Blind-Meg da sieht man, dass das Leben es einem nicht leicht macht und man manchmal Dinge hinnehmen muss. Stark von dir, dass du ihn begleitet hast.

• x 1 #60


A


x 4