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Es gibt nur seine Regeln

Heffalump
wieso war er eigentlich auf Kur?

• x 1 #61


U
@Akelei76
Sie sind beide tot. Ich habe nur seine Mutter kennen gelernt und sie war noch sehr in der Vergangenheit, hat immer erzählt, wie schlecht sie von seinem Vater behandelt wurde. Ich kenne nur ihre Seite, sein Vater ist schon an die 10 Jahre tot.

• #62


A


Es gibt nur seine Regeln

x 3


A
Ich glaube,die entscheidende Frage ist,möchtest du weiter mit ihm zusammen bleiben,leben?

Die Angst vor dem Berg,der vor dir liegt,kannst du angehen,da musst du nun sachlich vorgehen,alle Optionen mit Anwalt oder Beratungsstelle der Reihe nach bearbeiten.
Mit deiner Arbeit im Schichtdienst,ist es bestimmt machbar,die Schichten kinderfreundlich zu legen?
Wohnung suchen? Betreuung mit Mann klären...usw.?

• x 2 #63


U
@Heffalump
Er wollte das für sich, er hat ein paar gesundheitliche Beschwerden und fand es gut mit seinem Sohn intensiv Zeit zu verbringen.

• x 1 #64


Heffalump
Wie ist er denn zu deiner Tochter?

• #65


PapaEmeritus
@Uli83

Alles klar. Ich bin immer bisl unschlüssig, warum jemand mit anderen härter umgehen muss, um mit sich selbst klarzukommen, aber da ist jeder anders. Du hast ja anscheinend schon erkannt, dass du ihn nicht ändern möchtest. Wenn es dir nicht mehr gut in der Beziehung geht, dein Gegenüber aber nichts ändern möchte oder kann, stehst du natürlich vor einem Problem. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen, die kannst du nur selbst treffen. Wenn‘s überhaupt nicht mehr geht, bleibt oft nur die Trennung.

• x 1 #66


Catalina
Liebe Uli83 erstmal mein herzliches Beileid zum Tod deiner Mama. 🤗 Das ist ein herber Verlust und ich kann verstehen, dass es dir gerade gar nicht gut geht. Du befindest dich in einer emotionalen Ausnahmesituation und ich kann nachvollziehen, dass du enttäuscht von deinem Mann bist, weil er es nicht mal jetzt schafft, deine Gefühle anzuerkennen und für dich da zu sein.

Aber offensichtlich kann er das schlicht nicht. Weil er es nie gelernt hat und weil er vermutlich charakterlich auch einfach so gestrickt ist. Ob eine Paartherapie daran etwas ändern kann, wage ich zu bezweifeln, vor allem, wenn er ja fein mit sich selber ist und dementsprechend gar keine Notwendigkeit sieht, etwas zu ändern.

Er bräuchte vermutlich eher eine Therapie für sich alleine, aber das müsste er eben aus eigenem Antrieb wollen und das sehe ich bei ihm nicht.
Zitat von Uli83:
aber heute fehlt mir die Energie dafür mich zurückzunehmen, damit es funktioniert.

Du hast dich offensichtlich jahrelang zurückgenommen und "nach seinen Regeln" gespielt, damit in eurer Beziehung nicht zu viel Reibung entsteht. Er hat wahrscheinlich gedacht, dass das alles so okay für dich ist, weil du ja bisher schließlich auch so funktioniert hast, wie er das wollte. Jetzt gerade kannst du das verständlicherweise nicht mehr und euer Beziehungsgebäude bekommt tiefe Risse weil er eben nicht in der Lage ist, dich emotional aufzufangen. Er versteht ja anscheinend nicht mal, warum du überhaupt trauerst.
Zitat von Uli83:
was kann man tun, wenn man der Empath ist, neben dem Vermeider?

Die Frage ist wohl eher, was will man tun und hat das überhaupt irgendwelche Erfolgsaussichten? Er wird sich nicht grundlegend ändern können und auch nicht wollen. Bleibt für dich die Frage, wie lange du das noch aushalten und kompensieren kannst und willst.
Zitat von Uli83:
Er hat schon gesagt, dass er unseren Sohn will ...

Nun ja, wollen kann er viel, das hat er ja nicht zu bestimmen, lass dich da nicht ins Bockshorn jagen. Ich empfehle eine anwaltliche Beratung, einfach nur zur Information. Damit du dich von solchen Sprüchen nicht mehr verunsichern lässt.

• x 4 #67


B
Zitat von Uli83:
@Brightness2 Er ist 8 und meine Tochter ist 13. Er hat Homeoffice, ich arbeite im Drei-aschicht-System

Vielleicht ist dann ein Wechselmodell genau richtig, so dass du weiter arbeiten kannst und ihr die Betreuung danach ausrichtet, so er dann mitspielt. Wie ist die Bindung zu deiner 13-Jährigen, ich vermute, er ist nicht der leibliche Papa?

• x 2 #68


Blind-Meg
Zitat von Uli83:
@Blind-Meg da sieht man, dass das Leben es einem nicht leicht macht und man manchmal Dinge hinnehmen muss. Stark von dir, dass du ihn begleitet hast. ...

Ich war bis zum Schluss unsicher, ob er mich sehen will und ging davon aus, er möchte nicht von mir im KH besucht werden. Sonst wäre ich hingegangen. An seinem Todestag war ich als Begleitung unserer Tochter dort, sie hat sich gewünscht, dass ich mit rein gehe. Erst im Nachhinein habe ich von seinem besten Freund erfahren, dass er sich gewünscht hätte, ich besuche ihn mal. Aber als ich dort war, hat er mich gesehen und erkannt und in seiner Mimik positiv reagiert. Sprechen konnte er an dem Tag schon nicht mehr. Es war gut dass ich da war. Und ich hätte ihn gern früher schon besucht. Aber hat nicht sollen sein.

• x 2 #69


U
@Heffalump er hat es nicht geschafft eine Bindung zu ihr aufzubauen und hat mehr zu kritisieren als etwas für zu finden. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater und sagt mittlerweile, dass mein Mann bei ihr keine Chance mehr bekommt.

• x 2 #70


U
@Brightness2 siehe meine Antwort an Heffalump

• #71


B
Zitat von Uli83:
@Brightness2 siehe meine Antwort an Heffalump

Was ist mit eurem "gemeinsamen" Jungen?

• #72


U
@Blind-Meg wie traurig ist es, wenn man nicht offen sein kann. Irgendwann kommt der letzte Tag, dann bleibt es einfach so stehen und man kann nichts mehr anders machen.
Immerhin wärst du noch einmal da.

• #73


U
@Brightness2 das läuft es besser. Er trainiert die Fußballmannschaft in der unser Sohn spielt. Sie haben also ihr Hobby zusammen

• x 1 #74


P
@Uli83
Ich bin voll bei @Brightness2

Du bist gerade in einer emotional hoch aufgeladenen Situation. Mein herzliches Beileid zum Tod Deiner Mutter 🤗

Ich finde auch, das wichtigste, das Du Dir jetzt leisten solltest und dürftest ist, um Deine Mutter trauen zu können. Das ist so eine wichtige Zeit und Sache.
Wenn Trauer verschleppt wird, dann zieht sie sich irgendwie immer mit durch.
Alle anderen Entscheidungen können und sollten erstmal verschoben werden.

Zu dieser wichtigen Trauer kommt die Frage auf, ob Du andere Menschen in Deinem Leben hast, mit denen Du reden kannst? Gibt es Anlaufstellen, wo Du Dich gesehen und angenommen fühlst in Deiner Trauer?
Wie kannst Du dieses Gefühl für Dich bekommen, daß es okay ist, daß Du jetzt eine Phase hast, daß alles deutlich schwerer ist?

Als mein letzter Elternteil vor zwei Jahren verstarb war ich ebenfalls geschockt über die Hartherzigkeit meiner Umgebung. Viele hatten mir im Laufe von vielen Jahren zurückgemeldet, daß ich eine der wenigen Personen gewesen sei, die emotional und mit Verständnis für sie dagewesen sei, als sie um jemanden entsprechend trauerten.
Glaubst Du, daß auch nur einer von denen, Mitgefühl für mich hatte, obwohl sie selber erfahren haben, wie hart das ist? Nada. Keiner von denen. Im Gegenteil. Solange abgewandt bis ich wieder 'funktionierte' und für sie da sein konnte. Das war für mich zusätzlich ziemlich hart zu erleben. Empathie ist nunmal nichts, was wir im Gegenzug einfordern können oder wenigstens erwarten dürfen. Ist einfach nicht so. Traurig, aber oft erlebt oder beobachtet.
Für mich hatte das auch gewisse Konsequenzen zur Folge. Aber erst später, als es mir wieder besser ging.

Also, viele Menschen sind tatsächlich total überfordert, wenn es um trauernde Menschen geht. Wir haben irgendwie einen guten Umgang damit verloren. Manchmal reicht schon diese kleine Geste von "Mein Beileid!". Manchmal ein kleiner Drücker. Manchmal lange Gespräche. Und ganz besonders wichtig: das fließen lassen von Tränen, wenn sie da sind.

Ebenfalls ganz wichtig für Dich: akzeptiere Du selber für Dich, daß Du gerade in einer Ausnahmesituation bist. Verlange auf keinen Fall mehr - weil Du weißt es bereits - daß er Dich versteht. Da gibt es jetzt weder Diskussionen noch Flehen um Verständnis: mache Dir selber klar, was Du gerade brauchst, mache kurze, klare Ansagen (keine Diskussion) und schau, ob es andere Stellen gibt, wo Du Dich emotional aufgefangen fühlst.

Als ich vor zwei Jahren bereits keine Hoffnung mehr hatte, daß überhaupt ein Mensch ein gutes Wort für mich hat, da fand ich unerwartet auf einem Kurztrip Menschen, die unglaublich gut auf meine Situation eingingen. Das hat mich ua durch die weitere Hartherzigkeit (eigene Hilflosigkeit) meiner Umgebung durchgebracht.

Also @Uli83 lass Dich virtuell nochmal lieb in die Arme nehmen 🤗

Zusammenfassend: nimm Dich selber ernst genug, das Du weißt, was bei Dir los ist.
Respektiere selber, daß Du gerade trauerst und suche Dir da Hilfe, soweit das geht und die Personen das können.
Wenn Du wieder fitter bist kannst Du das Thema Ehemann genauer anschauen und dann dort Entscheidungen treffen.
(Ich hatte mich seinerzeit, vor Jahrzehnten als meine Mutter Stück für Stück starb, auch gefragt, ob ich soo oo eine introvertierte Variante an Wesen in menschlicher Hülle auf Dauer eng in meiner Nähe verkraften werde.)

Du kannst und solltest dennoch Dich schon Mal rechtlich beraten lassen, wie Deine Situation tatsächlich aussieht, auch wegen dem Sohn.

Und ich hoffe, Du bekommst hier auch Hinweise, wo Anlaufstellen für Trauernde sein könnten. Die hatten mir gefehlt gehabt.

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A


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