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Es gibt nur seine Regeln

Blind-Meg
Zitat von Sternenguckerin:
Mit einem neuen Mann kann das Gleiche wieder passieren. So brutal das klingt, aber man muss als Frau wohl lernen, auch ohne emotionale Zugewandtheit männlicherseits leben zu können.

Ich glaube, einer Frau, die das durch hat, wird das kein 2. Mal passieren. Man entwickelt sehr feine Antennen für emotionale (Nicht-)Verfügbarkeit und erkennt solche Männer zukünftig von weitem gegen den Schneesturm. Dass es davon viel zu viele gibt, ist leider unbestritten.
Aber: es gibt auch andere Exemplare. Seltene, die von Anfang an anders waren, und einige, die das gelernt haben, nachdem sie genau deswegen von ihren Frauen verlassen wurden. Schau dich mal hier im Forum um, da findest du 3 Sorten Männer: die Ewiggestrigen, die ihr veraltetes Rollenbild und ihre gefühllose "Männlichkeit" zelebrieren, die Lonesome Cowboys, die ihr Einzelgängertum zelebrieren, und dann die 3. Gruppe; Männer, die einen Zugang zu ihren Gefühlen gefunden haben, die darüber schreiben können, die Selbstreflektion beherrschen und offener und samftmütiger sind.
Mit solchen Männern könnte man eine neue Errfahrung machen. Aber derer gibt es zu wenig, das bleibt leider unbestritten.

• x 4 #91


J
@Uli83
Ja, so eine Ehe liegt hinter mir, seit 3 Monaten in Gänze und ich verstehe dich sehr gut, denn es ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Mein Mann hatte keinen Zugang zu seinen Emotionen, was mit den Jahren immer schlimmer wurde. Aber er hat es eingesehen und trotzdem nicht dran gearbeitet.

So lange dein Mann nicht einsieht, dass er durchaus Emotionen hat und diese auch gefühlt werden müssen, wird auch die Paartherapie nichts bringen.

Ich finde das Thema Trauer ein sehr gutes Beispiel (mein Beileid zum Tod deiner Mutter, das tut mir sehr leid ♥). Wie soll er dir Trost beim Verlust deiner Mutter spenden, wenn er diese Trauer um seine Mutter seit vermutlich weit über 30 Jahre nie richtig gefühlt hat? Sein jetziges Verhalten ist ein deutlicher Indikator dafür. Er hat nicht weniger Emotionen als du, aber sie sind deutlich weniger greifbar als bei dir. Er hat vermutlich als Kind eine Überlebensstrategie entwickelt, was völlig normal ist, indem er kompensiert. Auf welche Art er kompensiert, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Wer keinen Zugang zu sich selber hat, findet auch keinen Zugang zu anderen. Das ist traurig, aber Fakt.

Sollte er sich dessen nicht mal bewusst sein und auch nicht gewillt sein daran zu arbeiten, geh! Du hast nur dieses eine Leben! Und du hast ein Recht auf deinen inneren Frieden!
Sollte er sich hinter die Fassade gucken lassen, sollte er eine Therapie machen. Wenn er dann die Bereitschaft zeigt, alte Wunden durchleben zu wollen, weil sie sonst nicht heilen können, habt ihr gewonnen. Mein Mann hat sich das nicht getraut. Er hat ganz klar gesagt, dass er Angst vor diesen Gefühlen hat. Ja, heilen fühlt sich halt an wie sterben und das ist nur was für die ganz Mutigen!

• x 6 #92


A


Es gibt nur seine Regeln

x 3


B
Zitat von alleswirdbesser:
Das Problem ist, was ich seit Jahren sehe, dass die neuen User es eher zu Herzen nehmen, was sie schreibt, wenn niemand, der hier länger mitliest, es nicht klarstellt oder es überhaupt nicht aufgreift. Die Mütter werden abgewertet, ihre Entscheidung Kinder zu bekommen, die längst da sind, in den Dreck gezogen und ...

Die Aussagen stehen für sich. Warum sie nicht einfach stehen lassen, statt wie Hyänen darüber herfallen und damit die Threads kapern und sprengen. Jeder hier ist erwachsen und darf sich seine eigene Meinung, sein eigenes Urteil bilden. Mühsam wird es immer dann, wenn andere, missliebige Meinungen genüsslich aufgegriffen werden und in gemeinschaftlicher Eintracht zerpflückt werden. Das nenn ich kapern und schreddern. Nicht die eine oder andere Meinung, der ich nicht zustimmen kann.

Liebe Uli83, du hast nun einige Antworten bekommen, wie geht es dir damit, welche Richtung hilft dir, was wünschst du dir hier im Forum? Meine Empfehlung bleibt, ein Schritt nach dem anderen. Jetzt ist deine Trauer dran. Das ist hart genug für den Moment. Ein Freund von mir hat sehr gute Erfahrungen mit einer Trauergruppe gemacht, vielleicht ist das was für dich.

• x 4 #93


Fenjal
Schön die Opferhaltung,... empathielose Typen.., die man gewollt und benutzt hat.

Sehr, sehr oft frage ich mich, was für Frauen hier schreiben, ...voller Empathie und Güte....
Ich sehe etwas ganz ganz anderes.
Gute Zeit.

• #94


Heffalump
JETZT weiß ich wenigstens was eine Eiskönigin ist

• x 4 #95


Stella31
Zitat von Fenjal:
Ihn dann später, - wenn man in Krisen nicht genügend bei sich selbst ist, um nicht auf die Bretter zu gehen - , vorzuführen, in Therapie zu schleppen, ihn abzuwerten, zeigt mir eine ganz miese Persönlichkeit.

Da du über keinerlei Erfahrungen bzgl. langjährige Ehe noch Mutterschaft verfügst und dir offensichtlich ein Empathiegen für Mütter fehlt, ist es total müßig, dir das zu erklären

• x 7 #96


Stella31
Zitat von Wulf:
Er hat seine Mutter in der Form niemals kennengelernt. Er hört Mama: Für ihn ist das eine Person die ihn auf die Welt gebracht hat. Er verbindet damit keinerlei Emotionen, wenn überhaupt eine massive innere Ablehnung gegen diese Person.

Also auch wenn er seine eigene Mutter nicht kennengelernt hat, könnte er, wenn er empathisch wäre, sich in sie reinversetzen.
Ich hab auch diverse Dinge nicht selbst erlebt und kann dennoch Mitgefühl haben.
Was er tut, ist völlig empathielos!

Zitat von Uli83:
er hat es nicht geschafft eine Bindung zu ihr aufzubauen und hat mehr zu kritisieren als etwas für zu finden. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater und sagt mittlerweile, dass mein Mann bei ihr keine Chance mehr bekommt.

Das ist echt bitter und würde für mich ein Ausschlusskriterium sein, um mit jemandem eine Beziehung einzugehen.


Zitat von Fenjal:
Ich glaub sehr oft, dass es sich um Absurditätenkabinette handelt

Den Eindruck habe ich bei dir so gut wie immer!

• x 3 #97


Heffalump
Zitat von Stella31:
Den Eindruck habe ich bei dir so gut wie immer!

Sich totlachender Smiley

• x 3 #98


P
@Uli83
Wenn ich deine Darstellung und auch deine Beispiele lese, stellt sich mir die Frage, ob er wirklich eher gefühlsarm ist bzw. keinen Zugang zu seinen Gefühlen hat, oder ob er einfach nur seine eigenen Bedürfnisse jeweils höher priorisiert?
Wie empfindest du das jeweils?

• x 1 #99


A
Zitat von alleswirdbesser:
Das Problem ist, was ich seit Jahren sehe, dass die neuen User es eher zu Herzen nehmen, was sie schreibt, wenn niemand, der hier länger mitliest, es nicht klarstellt oder es überhaupt nicht aufgreift.

Mit dem Ansatz hast du einen Punkt. Klar.

Ich handhabe es so, wie sie (F.) es macht: Ich schreibe über sie, nicht mit ihr. Das ist ein Unterschied. Lachendes Gesicht

• #100


A
@Uli83 Wie lange macht ihr denn die Thera schon?

Weißt du, ich halte eine Ehe schon für etwas besonderes (kann man finden, wie man mag).

Er war nicht von Anfang an so, sondern hat wohl aus Schmerz diesen Weg des vermeidens gewählt.
Er geht mit dir zu Thera.

Vielleicht sollte man - dir, ihm, eurer Ehe - Zeit geben, damit sich was entwickeln kann!?

• #101


U
@Perzet vielen lieben Dank für die liebe empathische Nachricht. Ich arbeite mit Menschen und mir ist der Opportunismus oft auch sehr deutlich. Ich denke durch solche einschneidenden Ereignisse sieht man auch, wer einen begleitet und wessen Zeit mit dir begrenzt sein wird. Ich habe sehr liebe Menschen und ich lasse mir auch helfen. Denn ich möchte trauern und herausfinden wie meine Trauer aussieht.

Und es stimmt, es geht nur nacheinander nicht gleichzeitig.

Ich danke dir für die Umarmung und gebe sie von Herzen zurück 🤗

• x 3 #102


U
@Brightness2 lieb, dass du fragst.
Ich hab einige gute Nachrichten bekommen, die ich sehr wertschätze. Ich fühle mich nicht getroffen von den Anfeindungen mancher User, die ihre eigenen Interpretationen aufdrängen wollen.
Ich habe hier einen winzigen Teil meiner Realität geteilt und viel Verständnis gefunden. Manche Menschen sind schon einen Schritt weiter als ich und ich werde jetzt genau das tun, das du u.a. gesagt hast und kümmere mich um meine Trauer. Hilfe habe ich und der Rest liegt eben noch vor mir. 🫶🏼

• x 4 #103


U
@Prachtspiere Ich glaube, dass er diese Mantras wie "Emotionen haben mich noch nie weiter gebracht" und "ich bin fein mit mir" tatsächlich als Schutz braucht, um das sich selbst priorisieren zu rechtfertigen.

• x 1 #104


U
@Akelei76 wir haben im Juni angefangen mit Pausen, weil er ja weg war und dann meine Mama gestorben ist. Also ist da noch zu wenig passiert.
Ja, die Ehe ist mir auch etwas Bedeutsames, sonst würde ich sicherlich auch nicht so viel Energie investieren. Ich möchte nur herausfinden, wie ich es schaffe mit seinem Wesen besser zurecht zu kommen und wie er etwas besser sehen kann, was ich brauche.

• x 1 #105


A


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