Wellenreiter7
Gast
vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht.
Nach über einem Jahr virtuellen Kontakt, traf ich eine Frau, weil wir beide uns endlich sehen wollten, wer sich dahinter verbirgt.
Die ersten 2-3 Wochen, es war wunderbar. Kein Tag, wo wir kein Kontakt hatten, wir trafen uns, es war sonderbar schöm, eine Anziehung pur. Wir hatten nichts erwartet, aber gehofft und es war noch schöner, als die Hoffnung. Wir schrieben rund um die Uhr, die schönsten Sachen, Kopfkino, es war so leicht, so schön. Dann kam das zweite Treffen, es war noch schöner als das Erste, irgendwie wie Magie. Wie waren beide offen, ehrlich, pur, fühlten uns geborgen, verstanden, ahnend, wir können sein, wer wir sind.
Wieder schrieben wir danach rund um die Uhr. Wieder verging eine Woche, bis wir uns das dritte Mal trafen. Ein Tag vorher hat sie sich geoutet. Sie wolle mich vorwarnen, sie wäre eine "beziehungsgeschädigte Depressive" - noch könne ich flüchten, auch wenn ich Ihr so gut tun würde und in den letzen Wochen, durch mich, die Gedanken, keine Depression gekommen wäre. (sie ist auch in Therapie) Ich reagierte entspannt, souverän, dass es mir egal sei, da ich mich für alles an Ihr interessiere.
Kurz vor unserem 3. Treffen schrieb sie dann, dass es ihr nicht gut geht, sie sich nicht treffen will, kann, da sie in ein Loch fallen würde, auch wenn sie mich gerne sehen würde... ich konnte sie überreden, sich kuzr für 2 Stunden zu treffen. Sie empfand es als wunderschön, wohltuend und all das. Meinte noch, ich soll nicht flüchten, nicht gehen, auch wenn sie passiver werden würde.
Nachdem treffen spürte ich einen Rückzug von Ihr. Am nächsten Morgen dann eine Nachricht, ich solle sie nie wieder zu war überreden, wozu sie keine Lust hat. Seit dem kamen keine lieben Nachrichten mehr, keine Öffnung, nichts. Sie vergaß sogar ein Date abzusagen. Ich war nicht mehr in ihrem Kopf.
Bis zum 4.Treffen, sprachen wir häufig über die Depression, auch über mein Empfinden, auch das Gefühl, dass sie sich distanziert. Und sie meinte immer nur, sie hofft, dass ich mich nicht distanziere, denn das würde es bei Ihr auch auslösen. Immer wieder mal sträute ich ein, dass ich sie vielleicht einfach mal in Ruhe lassen sollte, doch das wollte sie nicht, will sie nicht. Auch da immer noch, rund um die Uhr Kommunikation.
Dann meinte sie, wir müssen uns sehen. Wir trafen uns. Wieder war es wundervoll, die Nähe, die Harmonie. In dem Moment verliebte ich mich.
Abends musste sie weg, wegen ihrem besten Freund, mit dem sie Probleme hat, dass ihr sehr zusetzt. Am nächsten Morgen, ihre Aussage, dass sie sich beschissen fühlt, Angst hat in ein Loch zu fallen. Ich war hin und weg, dachte, *beep*, jetzt verliereich sie.
Mittag schrieb sie mir dann, dass sie sich immer noch unsicher sei, wegen mir. Dass sie will, aber nicht weiß ob sie kann. Aber es braucht Zeit und Geduld. Sie würde die nächsten Tage sicher schweigsamer werden. Sie brauche Nachdenkzeit für sich, Kopfsortierzeit. Akkus aufladen und findet die Zeit dafür nicht. Schlafe zu wenig und all das.
Ich sagte Ihr dann. Dass ich Ihr die Zeit gebe, dass ich nun schweigen würde, aber da bin, aber ihr Raum und Zeit lasse zum durchatmen, sie soll das Thema mit dem Freund retten und sich Zeit für sich selbst nehmen. Ich mich ein wenig zurückziehe, für sie, uns, was auch immer. Seit dem schwieg sie. Ein tag später sandte ich nur eine WA Nachricht, dass ich an sie denke und nicht weg bin. Darauf hat sie nur einen Kuss geantwortet. Abends schrieb ich ihr noch einen langen Brief, dass die kein Rückzug von mir ist, dass ich nicht flüchte, aber das Gefühl habe, dass sie die Zeit und Raum braucht und es das ist, was ich ihr geben kann, und auch das Risiko dabei kenne, da wir uns ja erst in der Annäherung befinden. Sie soll sich melden, wenn ihr danach ist. Da kam keine Antwort mehr.
Zwei Tage später sandte ich nur ein paar lustige gedanken, worüber sie sich sehr freute. Sonst nichts. Ein Tag später eskalerte es dann. Sie sagte merkwürdiges, ich wollte mehr wissen, doch sie wollte ihre Ruhe. Darauf zog ich mich erstmal komplett zurück.
Wie immer, dieses Nichtmelden von mir hatte dann zur Folge, dass wohl neugierig wurde und sich ein paar tage später wieder meldete, dass sie mich nicht vergessen hat. Ich war relativ distanziert und zwei Tage später kam von Ihr der Wunsch, dass wir uns sehen. Ein Tag vor Weihnachten. Ich sagte relativ distanziert zu.
Tja und dann an Weihnachten der Super-Gau. Zwei Stunden vor dem Date sagte sie ab. Die Schwester würde kommen, ich könne sie jetzt hassen und überhaupt, sie könne grad nicht mehr, sucht Menschen, die sie weiterbrigen, was icch könnte, aber bitte nicht auf s.ueller basis. Sie wisse auch nicht, was sie in mir gefunden hat und sowas. Tja und ich? War ratlos und sagte ihr, dass ich mich verarscht fühle, sie nicht ehrlich war, auch was den Freund anbetirfft und dann Lebwohl.
Darauf meinte sie, wie ich nur alles wegwerfen könnte, das würde jetzt an Ihr nagen und sie möchte das Gespräch fortsetzen, wenn ich es denn will und ob ich es will.
Seitdem war Funkstille. An Neujahr meldet ich mich kurz, dass sie ein besonderer Moment 2013 war und ich ihr viele Momente 2014 wünsche. Es kam eigentlich nur ein Danke zurück.
Ich versuchte abzuschließen. meldete mich nicht mehr und nun, vor einer Woche hat sie sich gemeldet. nach 5 Wochen Funkstille. Sie möchte die durchbrechen. Wollte das alles nicht im Raum stehen lassen, war damals "angepisst" etc pp. natürlich auch die Frage wie es mir geht.
Ich war realtiv neutral, obwohl ich mich tierisch freute, denn mein herz hängt noch an ihr. Doch ich reagierte gelassen, lustig, öffnete die Tür nicht, war aber auch nicht abweisend und ging nicht sonderlich auf sie ein.
seit dem, nun 8 Tagen, schweigt sie wieder und ich überlege immer, ob ich wieder Kontakt aufnehmen soll.
Ja, ich weiß um die Schwierigkeit der Krankheit, kenne mich damit aus, was das bedeutet, auch für mich, doch ich habe mich verliebt. Doch in mir Zweifel, on der neue Kontakt von Ihr nur ein Test war, oder echtes Interesse. Und sie sich wieder melden wird. ich werde nichts tun, glaube ich, auch wenn ich so gerne täte.
Ich danke Euch
