whynot60
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Zitat von ElGatoRojo:Nicht jede - aber manche. Und egal, was man nun über ihn denkt -- seiner Frau scheint Ehe mit ihm, Sex und Harmonie eben auch weniger wichtig zu sein. Beides Menschen, wo man sich fragt, warum sie eigentlich verheiratet sind.
Aber gibt es denn nicht viele Gründe, zusammenzuleben, auch wenn der Sex vielleicht nicht (mehr) gerade ein Feuerwerk ist?
Sex ist ein Aspekt, ja - aber eine dauerhafte Beziehung wird sich damit nicht sinnvoll erhalten lassen.
Man braucht sich da doch nichts vorzumachen: Nach einer gewissen Zeit kennt man alle Aktionen und Reaktionen, kennt jede Körperstelle und ihre Berührungsempfindlichkeit, kennt alles, was die Lust antreibt und hochwallt.
Aber, so meine ich zumindest, selbst wenn man die "gut*sten" Erlebnisse zusammen hat, was ja auch schon ein Glücksfall ist, nachdem die ero. ja nicht einfach irgendeine Rammelei ist, sondern etwas höchst Subtiles, das eines besonderen Gefühls bedarf, macht die Routine dem Lustempfinden irgendwann zumindest halbwegs den Garaus. Es wird sozusagen zum Programm.
Lernt man jemand anderen kennen, dann ist das - ich rede nun nur von sexuell - eine neue Entdeckungsreise, und das hat doch immer etwas Verlockendes an sich.
Oft habe ich mich schon gefragt, warum das nicht einfach einmal akzeptiert, sondern ins Moralische verschoben wird, mit allem aufgeregten Drum und Dran.
Man könnte doch auch, schwebt mir vor, eine solide Beziehungsbasis haben, die tatsächlich für das ganze Leben reicht, und dazu die Freiheit der Lust.
Was spricht denn dagegen?
Kürzlich hatte ich einmal eine solche rein körperliche Begegnung, mit einer sehr langjährigen und innigen Freundin - und was ist denn dagegen einzuwenden? Verstehe ich nicht. Wir haben es beide genossen, in einer Art ero. Rausch. Und ich wüsste nicht, was daran verwerflich wäre.