Wetterfrosch12
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ich habe das erste Mal in meinem Leben eine Affäre mit einem verheirateten Mann begonnen, die sehr intensiv und sehr tiefgründig gewesen ist. Geplant war das ganze nicht und ich bin irgendwie so schnell in das Ganze geschlittert und war schon zu tief drin, um dann doch wieder schnell auszusteigen.
Das ganze ging ca. 2 Monate und ich habe noch nie eine solche intensive Anziehung und Verbindung zu einem Mann gefunden. Das erste Sehen war Liebe auf den ersten Blick. Der perfekte Kuss. Das perfekte Date. Die perfekte Zeit. Es war als würden wir uns schon Jahre kennen. Das habe ich bislang in 40 Jahren noch nie erlebt. Bei keinem Mann.
Allerdings ist er verheiratet, hat zwei kleine Kinder, ein Haus und ist mit seiner Frau seit der Jugend zusammen inkl. gemeinsamen Freundeskreis. Wir wohnen 500km auseinander. Er wohnt in meiner Heimatstadt und das Schicksal hat uns einen verrückten Streich gespielt. Wir sind beruflich zufällig in der selben Stadt zur gleichen Uhrzeit am selben Flughafen am gleichen Gate mit verschiedenen Maschinen gelandet und haben uns das Gepäckband geteilt. Und bei 100.000 Hotels in der Stadt sind wir selbstverständlich noch im selben Hotel gelandet, wo er eine Schulung hatte. Wir haben im Vorfeld keinerlei Abstimmungen oder Informationen dazu miteinander ausgetauscht sondern lediglich erwähnt, dass wir auf eine Dienstreise gehen. Wir hatten zwei gemeinsame heiße Nächte und haben uns jedoch vorausschauend nach etlichen Stunden offener Gespräche dafür entschlossen die Affäre zu beenden, weil sich bereits beidseitig nach kurzer Zeit in den zwei Monaten mit Drei Treffen und täglichen Nachrichten so heftige Gefühle entwickelt haben, diese sich von mal zu mal intensivieren und die Zukunft rational einfach aussichtlos ist. Allein aus seinem Verantwortungsgefühl seinen Kindern gegenüber würde er sich nicht trennen. Er ist sehr katholisch aufgewachsen wo man in Punkto Affäre vielleicht eine gewisse Ironie unterstellen kann. Seine Frau spielt da angeblich eine nebengeordnete Rolle bei. Mit Haus, Hof, Freundeskreis wäre das Opfer bei einer Trennung halt gigantisch was ich auch nachvollziehen kann. Ich für mich habe nach wochenlangem Nachdenken bei dem Beenden der Affäre auch besonders an seine beiden Kinder gedacht und möchte keine Familie zerstören, weil ich selbst Scheidungskind bin. Darüber hinaus glaube ich, dass man als Geliebte auf Dauer tierisch vor die Hunde gehen kann. Ich glaube auch, dass ich etwas besseres verdient habe als die geheime Zweitfrau zu sein, die heimlich den Liebhaber in Dessours begrüßt welcher dann im Anschluss ins warme Heim aufbricht und sich die Unterhosen zu Hause bügeln lässt.Ich habe andere Vorstellungen. Ich würde mein Herz noch weiter velieren als ohnehin schon und würde immer mit der Hoffnung leben, dass er sich trennt und parallel mit der Enttäuschung, dass er es nicht tut. Im schlimmsten Fall bist Du als Geliebte in einem Jahr ein seelisches Wrack. Soweit der Kopf. Seit der Reise von vor zwei Wochen haben wir kaum Kontakt und ich bin natürlich total traurig. Ich leide jeden Tag und ich frage mich wie ich davon wegkommen soll wo es doch so besonders und anders als alles andere bisher war. Manch einer würde sagen, dass es nur kurz war aber es ist schon stark für die kurze Zeit. Er leidet genau so wie ich.
Mein Herz sagt genau das Gegenteil. Du willst es nicht verlieren. Du hattest noch nie eine solche Anziehung zu einem Mann und so eine Verbindung. Lügen wir uns selbst an? Warum hat uns Schicksal zusammen überhaupt gebracht? Vielleicht kriegst Du es ja doch mit Dir selbst geregelt. Es gibt einen Grund, warum das alles passiert. Wie soll ich das vergessen und verdrängen? Soll man es nicht doch herausfinden? Frag ich mich in 5 Jahren was wäre gewesen wenn ich nicht gekämpft hätte. Distanz schafft neue Nähe. Soll ich für etwas Kämpfen wo ich sicher bin, dass es Zukunft hat oder soll ich zum Wohle der Kinder endgültig den Haken dahinter setzen? Was meint Ihr?