Ex-Freundin mit kurzer intensiver Beziehung

Waldläufer

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Halli hallo

Ich wäre froh, wenn ihr mit mir eure Meinungen, oder auch Erfahrungen teilen könntet. Vielen Dank im Voraus.

Versuche uns (Ex-Freundin und mich) aus meiner Sicht übersichtlich zu beschreiben, bzw. ebenfalls unsere Beziehung.

Vor meiner Ex-Freundin hatte ich eine 8,5-jährige Beziehung, bei der wir uns auseinander gelebt haben und die Gefühle meinerseits für eine Familienplanung nicht ausgereicht haben. Ich musste mich von ihr also trennen.

Meine Ex-Freundin (um die es hier eigentlich geht) kannte ich schon 2 Jahre vor dem Bruch meiner letzten Beziehung.
Wir hatten uns ein paar Mal an Festen oder beim Grillieren/Schwimmen getroffen. Sie ist die Schwester der Freundin von einem guten Freund.
Ich war also Single und konnte mich wärend ein paar Monaten (etwas länger als ein halbes Jahr) auf mich konzentrieren. Darauf folgten ein paar Stadtfeste und Fastnachtsparties, bei denen ich meine jetztige Ex mit Freunden wiedertraf. Bischen quatschen. flirten.
Im November 2017 schrieb Sie mich auf Facebook an. Später wurde ich von meinem Kumpel angefragt, ob ich nicht mit ihm und einer gemischten Gruppe (seine Freundin, meiner Ex, und Freundinnen) über Silvester in die Berge mitfahren möchte. was ich natürlich gerne angenommen habe.
Da fings dann richtig an. Wir flirteten, bis sie den nächsten Schritt wagte und mich küsste, was ich gerne erwiderte.
Nach dem Kurzurlaub schrieb ich Sie an und fragte, wie es mit einem Date aussehen würde. Wir gingen direkt am folgenden Tag essen. Sie lud mich direkt in der selben Woche noch zu sich nach Hause ein und bekochte mich.
Zu diesem Zeitpunkt war bei ihr beruflich alles mehrheitlich in Ordnung, was später nicht mehr der Fall war.
Wir trafen uns oft (1-2x unter der Woche und am Wochenende). Falls wir zu Hause waren, dann meisstens bei ihr, da sie einen Hund hat (bin selber mit Hunden aufgewachsen).
Mitte Februar meinte sie so im "halbspass" sie hätte die ersten Schritte gemacht, den nächsten müsse ich gehen.
Wir waren beide sehr verliebt (auch bei unserer Trennung bestätigte sie mir das).
Ich war zu beginn was Nähe geben anging vorsichtig. Mir war klar, dass alles seine Zeit braucht. Ihre Vorgängerin war eher anhänglich, was bei mir auch immer eher eine Distanziertheit auslöste. Ich wusste aber auch, dass wenn ich verliebt bin, jemanden damit erdrücken kann. Zudem sagte sie mir früh, dass sie kompliziert sei und sie zu viel Nähe abschrecke. Was mir zu diesem Zeitpunkt aber nicht ganz einleuchtete, da sie viel Zuneigung (nicht in der öffentlichkeit) suchte.
Beim Kennenlernen merkten wir, wie ähnlich wir uns eigentlich sind (Hobbies, Musikrichtung, hatten einen übergreifenden Freundeskreis, ähnliche Ziele und Vorstellungen einer Beziehung, S. passte es, etc.). Wir vereinbarten auch, was eigentlich normal sein müsste. immer ehrlich, direkt zu sein und falls etwas nicht stimmt, das anzusprechen. Sie meinte auch, sie sei froh jemanden kennen gelernt zu haben, der sie genau so liebe wie sie ihn.
Wir waren also voll verliebt und es scheinte alles zu passen. an einem Abend (auch wenn früh) ging ich also den nächsten Schritt und sagte zu ihr, ich liebe dich. Mit einem Stahlen im Gesicht erwiderte sie sofort. Sie merkte offenbar, dass ich mich immernoch zurückhielt und meinte, ich solle mir bei uns sicher sein. Etwas sehr Naiv liess ich mich dann voll und ganz darauf ein und lies meinen Gefühlen freien lauf. Bis März änderte sich nicht wirklich viel.
Anfang März hatte sie beruflich ziemlichen Stress. Dazu kam ein Hund, der dauerhaft gesundheitliche Probleme hatte. Sie wirkte auch öfters mal gestresst und genervt, was sich bei gemeinsamen Spaziergängen oft zeigte. Ich hatte das Gefühl sie lässt den frust an mir aus. Ich sprach sie darauf an. Den Stress bestätigte sie mir. Sie wolle mich aber trotzdem weiterhin so oft sehen. Deshalb schlug ich vor, dass sie sich abends spontan melden dürfe und ich bei ihr vorbei kommen könne. Gesagt getan.
Ab da, bin ich mir jetzt ziemlich sicher, war bei ihr der Druck zu hoch. sie müsse mir immer zurückschreiben und mich so oft sehen wie bisher.
Wir hatten während der Zeit 2 verlängerte Wochenenden zu Zweit. Ich lud sie zum Skifahren nach Graubünden ein und sie mich an Ostern in den Schwarzwald zum Wandern/Spazieren.
Ab Mitte März gab es immer wieder kleine Reibereien, welche hauptsächlich aus Kommunikations-Missverständnissen per Handy erfolgten.
Wir haben uns oft geschrieben. Bei ihr sei das bisher in Beziehungen nicht der Fall gewesen. Sie meldete sich aber genau so oft wie ich mich bei ihr. ich konnte daher nicht wirklich erahnen, dass sie sich unter Druck fühlte.
Nach unserem Osterwochenende wollte sie unsere Beziehung beenden. Sie meinte, sie zweiflet seit ca. 3 Wochen an ihren Gefühlen (Anfang März). Es sei sehr oft schön mit mir. sie sieht mich gerne und hat auch gefühle für mich (3 Tage zuvor sagte sie noch, sie liebt mich). aber ab und zu sei sie genervt.
Ich musste das erst einmal schlucken. Ihre Schwester setzte sich für uns ein und hat mit beiden gesprochen. Dazu suchte ich 2 Tage darauf noch einmal das Gespräch mit meiner Ex.
Resulat:
Sie wolle wirklich weiter eine Beziehung mit mir. ich bedeute ihr sehr viel und eigentlich passt sehr viel.
Wir einigten uns, unsere Kommunikation zu verbessern und ich soll nicht zu viel in Texte reinintepretieten. Zudem lies ich viel freiraum und achtete mich mehr auf Signale der angebrachten Zuneigung.
Weiterhin zeigte sie mir, was ich ihr bedeute. An den Wochenenden haben wir uns wieder sehr oft gesehen. im Nachhinein. zu oft. Sie drückte weiterhin aufs Gas und ich konnte nicht bremsen. Wir sprachen uns oft aus. es zeigte sich, dass sie mit meiner Emotionalen Art Mühe hat. Nach den 2-3 Streitereien, bei denen ich wirklich emotional reagierte, konnten wir nachdem ich mich im Griff hatte immerwieder zusammenraufen.
Sie teilte mir mit, dass sie wegen ihren Problemen mit der Nähe empfangen jetzt in Therapie gehe. Was ich für eine ganz gute Idee empfand. Nur merkte ich, dass sie trotz unserer Distanz immer weiter weg rutschte. Zu dem Zeitpunkte umarmte ich sie nur noch auf ihre eigene Gestiken hin. Köperlich lief schon lange nichts mehr. Wir hatten trotzdem zwischen Ostern und dem Ende schöne gemeinsame Tage. wobei ich immer das Gefühl hatte, sie sehe nur die schlechten Momente.

Ich bin jetzt seit 2 Wochend endgültig Single. zuletzt bekam ich nicht mal mehr das Gefühl etwas spezielles für sie zu sein. Das bewegte mich zu unserem Abschlussgespräch. Ich konnte so nicht mehr weiter. ich war körperlich (schlaflose nächte) und psychisch am Ende. Das selbe zeigte sich bei ihr auch. Während dem Gespräch hat sie mir unter Tränen gestanden, dass sie sich das sehr mit uns gewünscht hat. Sie aber komplett gefühlstot wurde und nichts mehr geben könne. Sie hätte selbst an Alltagsdingen keine Freude mehr. Wir konnten unsere Beziehung ruhig (unter Tränen) mit gegenseitigem Verständnis (mehrheitlich) beenden.

Wir werden uns in ein paar Wochen wiedersehen und uns über unsere Gesundheit erkundigen. so haben wir es bisher abgemacht.

Während dieser energieraubenden Zeit hatte ich diverse Gespräche mit beiden Familien und Freunden. Ihre Schwester hatte immer ein offenes Ohr für uns.
In ihrem näheren Freundeskreis sind viele Single oder in der Scheidung. was sicherlich nicht hilfreich war. Trotzdem hatten wir es selber in der Hand.
Aus Gesprächen mit ihr und der Schwester wusste ich, dass bei ihr Beziehungen nur länger gehalten hatten, wenn beide eher distanziert waren. Wenn einer mehr Nähe suchte, womit sie seit Kindheit Probleme hatte, ging es nicht. Tada. wie hier.

Beide brauchen jetzt viel Zeit für sich und müssen ihr Leben aufräumen. Ich werde in den Urlaub fahren um Energie zu tanken und fange an Motorrad zu fahren. Kurz ich kümmere mich um mich.

Für mich ist aber trotz der kurzen, heftigen Beziehung Eines trotz allem klar.
Ich möchte sie zurück.
Das Gespräch nach Ostern hätte früher erfolgen sollen. Ich hätte mich nicht so extrem gefühlsmässig gehen lassen dürfen. Wir hätten uns mehr Zeit und Raum lassen sollen.
Ich bin der Meinung, dass ihre Gefühle auf Grund der Engnis / Erdrückung verflüchtigt haben.
An unserem Abschlussgespräch sagte sie noch wie sehr verliebt sie gewesen sei und wie viel gepasst hat.
Das alles und ihre Schwester und Freunde die hinter uns stehen. lässt mich hoffen, dass ich wieder Gefühle in ihr wecken kann.

Kurz zu unseren Personen (falls wichtig):

Sie:
- 31 jährig
Nach ihrer eigenen Erzählung und Infos durch Freunde:
- schlechte Beziehung zu ihrer Mutter (vor 10 Jahren verstorben)
- Vater früh ausgezogen. gab ihr nie die nötige Wärme
- früh Beziehungen die nicht funktionierten
- hohen männerverschleiss
- längere Beziehung mit einem 7 Jahre jüngeren. wenn man ihre Schwester fragt, hat diese 2-jährige Beziehung nur wegen seiner Naivität gehalten.

Ich:
- 29 jährig
- intakte nähere Familie
- Mutter in der Beziehung auch eher distanziert / Vater eher wie meiner einer -> Beziehung funktioniert bestens

Vielen Dank fürs durchlesen und Feedback abgeben . Eventuell hatte hier jemand eine ähnliche Beziehung.

22.05.2018 15:41 • #1


Buck


Die Kurzform wäre, du hast dich zu viel als langweiliger Hampelmann angebiedert und ihr stressiges Drama artig mitgemacht, ja sogar mit ihrer Family geredet und sonstigen Schwachsinn unternommen. Dadurch hast du innerhalb kürzerster Zeit deine Attraktivität verloren.

Statt mit ihr zu reden...und zu reden...und zu texten...und zu reden...und sich ihren Stress geben...und mit ihrer Family zu reden...und hineininterpretieren...und dich einmischen...und dir zuviel Kopf machen...und Drama...und Gespräche...und wieder reden...

...hättest du ihr jedes mal wenn sie Stress macht nen schönen Tag wünschen sollen und stattdessen lieber was mit Kumpels oder gar mit einer anderen Frau unternommen. Weil du ein Mann bist, der sich in seiner Freizeit lieber mit Frauen abgibt, die dir gut tun und unterhaltsam sind, anstatt stressig und langweilig. Im Optimalfall zumindest.

Solltest du trotzdem weiterhin auf ein Drama mit dieser Frau angewiesen sein, dann könntest du dich langsam mal fragen, was da bei dir nicht rund läuft.

22.05.2018 16:31 • #2



Ex-Freundin mit kurzer intensiver Beziehung

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Waldläufer


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Das ich nicht männlich gehandelt und gewirkt habe ist mir auch klar. Bin wohl was frische Beziehungen angeht eingerostet.
Und ja. dann läuft wohl bei mir etwas nicht rund.
Da ist halt auch die Frage: lässt sich so ein eindruck "reparieren". Zum Schlechten verändert habe ich mich bestimmt, dad weiss ich. Angeziehend fand sie bestimmt meine ursprüngliche Art.

22.05.2018 17:46 • #3


Leonie85


Ich bin wohl auch so ein Typ Mensch wie deine Exfreundin und haue auch ziemlich schnell ab (trotz verblendeter Anfangsverliebtheit), wenn ich das Gefühl habe mein Partner tanzt nach meiner Pfeife.

Sie wird halt wohl, so wie ich, einen Partner brauchen der ihr Grenzen setzt und die Führung übernimmt. Was unterm Strich nicht heißt, dass du nicht liebenswürdig bist oder sonst irgendwelche nennswerten Mankos hast. Ihr passt einfach nicht zusammen.

22.05.2018 18:05 • #4




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