steve1984
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erst einmal Hallo. Ich bin 29, neu hier und habe mich ein wenig durch das Forum gelesen und eure Postings verfolgt. Bisher habe ich immer Freunden bei sowas geholfen, aber ich selbst befand mich noch nie in solch(!) einer Situation...
Mein Fall ist der folgende. Mein 4 jähriges nebenberufliches Studium ist seit Ende April beendet, war zeitlich sehr anstrengend. Während des Studiums habe ich sie kennengelernt und seit dem 8. Juli 2011 waren wir ein Paar - bis Mitte September 2013, also >2Jahre 2 Monate. Ich hatte mal eine über 3 jährige Beziehung, aber noch nie habe ich einen Mensch so geliebt wie sie, so frisch, frech, fröhlich, stürmig, lebenslustig und mit einem solch großen Herzen und wir haben uns auf Anhieb blendend verstanden.
Sie trennte sich dann im Sept.'13 von mir und dabei kullerten ihr Tränen über ihre Wange, dann ging sie. Schmerz! Ich hielt sie nicht auf. 7Monate vorher wäre es fast auch dazu gekommen, sie gestand mir am Telefon ihre Liebe unter Tränen, aber das sie einfach nicht mehr kann. Ich fuhr sofort zu ihr, redete mit ihr, weinte selbst, nahm sie in den Arm und bog es wieder gerade. Danach wurde es wieder gut, aber nach dem Sommer kamen die nächsten Klausuren, der Stress und ich kann manchmal uneinsichtig sein/ den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen
Vielleicht hätte ich sie diesmal wieder umstimmen können, aber ich tat es nicht. - Nicht wegen mangelnder Liebe, sondern wegen zu viel davon! Ich habe also das gehen lassen, was mir am meisten bedeutet hat, sie. Das war hart. Ich tat es, weil ich ihren Schmerz gesehen und gefühlt habe. Schlimm sage ich euch. Schlimm auch: Damals war ich sauer, weil sie noch ein paar Wochen vorher mit mir zusammen ziehen wollte um mehr von mir zu haben, was vielleicht die Lösung gewesen wäre, denn sie benötigt Nähe, Wärme und viel Zuneigung. Aber an dem Abend konnte ich einfach nichts dazu sagen (unsouverän). Heute würde ich sie in den Arm nehmen und sagen, dass ich sie liebe, aber keinen anderen Weg sehe, ich erst wieder zu mir selbst finden muss um vollends für sie da zu sein und um ihr nicht noch mehr Leid zuzufügen. - Manchmal sieht man erst durch Abstand mehr.
Nun, ich habe viel Zeit verstreichen lassen um mir meiner Ziele wirklich bewusst zu werden, ich wollte oft zu viel auf einmal (Umzug wegen nervender Nachbarn, neuer Job, gutes Studium, Sport zum Ausgleich machen usw., vor allem Zeit für sie haben), jetzt gehe ich Step by Step.
Das Aus habe ich sacken lassen, verarbeitet, sie zwischendurch sogar "vergessen". Die Beziehung habe ich reflektiert, habe richtig an mir gearbeitet und ich bin nun um einiges schlauer und, so finde ich, daran gewachsen. Klar habe ich mich abgelenkt, mich mit Freunden oder mit anderen Frauen getroffen. Morgen fange ich mit Bouldern an, als Ausgleich zur Arbeit. Endlich
Ich habe ihr einen kurzen Brief geschrieben (ca. 130 Wörter), kurz, weil ich sie nicht überfordern will und ich ihr damit zeige, auch ich kann den ersten Schritt machen. Wenn sie sich mit mir trifft ist immer noch Zeit über die geschehenen Dinge zu reden, falls es noch eine Chance gibt. Ich will es langsam angehen lassen, ich denke, das ist vernünftig und ich will es auch nicht schriftlich, sondern persönlich tun, denn sie warf mir auch mangelnde Kommunikation von Problemen vor. Meine Freunde haben immer gesagt, Stefan, dies ist die erste Frau, die dir richtig gut tut und dich abgöttisch liebt. - Und verdammt (sorry), sie hatten Recht. Ich kann nur sagen, ich habe meine Lektionen gelernt, in dem ich alles Passierte reflektiert habe. Mir ist klar geworden, dass ich sie vernachlässigt habe, sie immer hinter mir stand, für mich da war, und mein Studium mit Kraft ertragen hat. Ich habe ihr nie wirklich ausführlich gesagt, wie viel sie mir bedeutet und wie dankbar ich ihr dafür bin. - Fehler! Es war bei uns so, dass dies klar war, aber ich glaube einfach, immer langt das eben nicht aus. Daher ist es mir viel wert, um diese liebevolle Frau zu kämpfen. Was sind schon knappe 9 Monate, im Vergleich zum bis ans Ende des Lebens währenden miteinander (=Glück). Vielleicht hat sie noch keinen neuen Freund und es gilt das Sprichwort: Manchmal muss man etwas loslassen und wenn es dann zu dir zurückkommt, ist es auf ewig dein.
Puh! Herzlichen Dank für's Lesen
Seht ihr eine Chance, da wieder was draus zu machen?
Was würdet ihr tun, wenn es zu einem Treffen kommt?
Was, wenn sie einen neuen Freund hat?
Wie weiter um sie kämpfen, wenn das so ist oder keine Reaktion erfolgt?
bifi07
. Ich frage mich, ob es was geändert hätte, hätte ich einen langen Brief geschrieben oder sie gleich angerufen oder irgendwo abgepasst, aber das sind wahrscheinlich nur diese "hätte, wäre, wenn und aber" Gedanken. Ich hätte (aber diesmal stimmt es!) einfach nicht so viel Zeit verstreichen lassen sollen