Mirandaa
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Zitat von FrauDrachin:@Lottielotti also schau, du möchtest so verzweifelt hören, dass ihr beide es noch einmal miteinander versuchen werdet,... and they lived happily ...
Ich habe an dem Tag, als mein Ex meinte, er würde zwei Frauen lieben und wüsste nicht, wie er sich entscheiden solle, ihn vor die Tür gesetzt. Als er draußen war, sind mir die Worte aus The Work eingefallen, nämlich:
Könnte es nicht sein, dass eine Trennung für mich eine Erleichterung ist?
Ich hab mich ermahnt, jetzt nicht sofort abzustürzen, sondern nach Gründen zu suchen, warum es eine Erleichterung ist.
Außerdem sagte ich ihm noch kurz vorher:
So, jetzt ist Schicht im Schacht. Ich werde dich jetzt auf allen Kanälen vor deinen Augen blockieren und wenn du diesmal wieder zusammenbrichst, dann gehst du zu ihr und nicht zu mir. Ich wünsche euch alles Gute! Meinen Segen hast du!
Hänschen Klein hielt sich aber nicht dran und wollte nicht alleine in die Welt gehen.
Er nahm mit mir in den folgenden 24 Stunden Kontakt jenseits der Blockaden auf, und zwar 7 mal (wie das tapfere Schneiderlein....7 auf einen Streich), so groß war seine Not und sein Muss, von mir noch abzusaugen, was geht.
Ich indess nahm an, dass ein Mensch, der so handelt, in sehr großer Not sein muss und half ihm noch 3 Wochen lang, für sich stabilisierende Maßnahmen zu finden, inclusive dass er in eine gute psychosomatische Klinik kam. Ich bemerkte dabei, dass er meinen Bedürfnissen (den Kontakt runterfahren, mich nicht bedrängen es wieder mit ihm zu versuchen, sich hundert mal entschuldigen, sich mit mir fair absprechen bzgl Einladungs-Terminen und sich daran auch halten ) nicht nachkam, nach 7 Wochen Klinik saß er sofort wieder vor meiner Türe. Ich bin jetzt im No contact. Erstmal von meiner Seite aus. Beim nächsten deutlichen Übertritt gibt's eine Ansage. Und wenn's nicht aufhört, eine Anzeige wegen Stalking. Soweit ist es gekommen.
Was will ich damit sagen?
Kuscheltrennung mit Weichfallgarantie, am besten am Händchen wohlwollend ins nächste warme Nest geführt werden, das ist es glaube ich, was er unbewusst angestrebt hat. Nicht, weil er ein narz. A.loch ist, sondern weil seine angeschlagene Psyche (er wurde als Einjähriger ohne Mama ins Krh gesteckt) das als Muss erachtet, ungeachtet allerdings meiner Psyche und meines psychischen Immunsystems.
Es gibt ein paar einfache Tricks, um sich selber auf die Coabhängigkeits-Schliche zu kommen: zum Beispiel Grenzen einfordern, die man dann selber einhält. Zum Beispiel sagen: ja, wir können gerne eine Online-Paartherapie (selbstverständlich auf deine Kosten) machen, aber ich brauche erstmal 3 Wochen, um mich zu stabilisieren. Ich möchte bis dahin Abstand und Null Kontakt und melde mich dann bei dir. Kommt er dem nicht ohne zu zögern nach, siehste ja, wieviel Raum er dir gibt und was du davon zu halten hast. Ich muss mich selber austricksen. Denn mein liebessüchtiges durch frühes Trennungstrauma verbeultes Nervensystem ist sehr clever. Und leider glaubt es die meisten Dinge erst, wenn ich es erlebt habe. Der schmerzliche Weg also.