LaKr
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dies ist mein allererster Eintrag in einem Forum und ich weiß natürlich nicht ob dieses Thema hier bereits besprochen wurde/ wird. Ich vermute es stark.
Ich hoffe ich mache mich jetzt nicht unbeliebt weil ich einen neuen Eintrag zu der Thematik verfasse, ich weiß ja nicht wie die Gepflogenheiten bei euch/ uns so sind. 🙂
Ich versuche mich kurzzuhalten aber wie das so ist mit emotionalen Themen kann es gut sein, dass ich ein wenig zu ausführlich berichten werden. Dafür schon einmal sorry im Voraus. 🙈
Es geht um folgendes:
Meine Exfreundin (damals 19) und ich (damals 26) haben uns im Sommer 2023 in einer psychosomatischen Klinik kennengelernt. Ich war aufgrund anhaltender Panikattacken und einer wieder aufgekeimten Depression vor Ort. Sie hingegen aufgrund einer PTBS und einer einer körperlichen Erkrankung, welche durch den Zustand ihrer Psyche am laufen gehalten wurde. Sie kam damals auf mich zu und das erste Interesse kam von ihrer Seite. Ich habe mich entgegen meiner Gewohnheit einfach mal darauf eingelassen und in Folge dessen entwickelten sich auch bei mir Gefühle. Nach der Klinik stellte sich sehr schnell raus dass sich ihre Symptomatiken nur mittelfristig lindern lassen würden und so entwickelte sich unsere Beziehung da hin, dass ich lediglich zu ihr sie aber nicht zu mir nach Hause kommen konnte, da dies durch ihre Erkrankung(en) schlicht nicht möglich war. Dazu ist zu sagen, dass wir beide zwar aus Berlin kommen wir aber jeweils am anderen Ende der Stadt leben. Ich fuhr also 1,5 Jahre hinweg teilweise bis zu 2 Stunden von Tür zu Tür um unsere Partnerschaft, die ich als langfristig ansah am Laufen zu halten. Diese Wege waren für mich nicht immer leicht, da ich immer noch unter Panikattacken litt und teilweise sogar auf dem Weg aus dem Zug steigen musste um runterzukommen. Ich habe das alles aber trotzdem gerne gemacht, ich wollte ihr zeigen wie wichtig sie mir ist und dass meine eigenen Ängste, etc. versuche nach Möglichkeit hinten anzustellen. Im Endeffekt spielte sich unsere Beziehung zu 95% in ihrer Wohnung ab. Trotz alledem genoss ich die Zeit mit ihr sehr, da ich mich bei ihr das erste mal zwecks psychischer Probleme verstanden fühlte. Ich suchte ihr Medikamente raus, welche wir in der Hoffnung diese könnten ihr helfen besorgten, ich übernahm für sie die Korrespondenz mit den verschiedenen Ämtern welche bei so einer Dauererkrankung nun mal anfällt. Alles in der Hoffnung und ja auch in der Überzeugung dass wir das gemeinsam schaffen und beide gesund werden. Ich bin Student und habe nebenbei noch meine Uni mit guten bis sehr guten Noten bestritten. Gleichzeitig war ich immer für sie da. Wir haben versucht gemeinsam runterzugehen, wenigstens für eine Zig.. Aber dies war in der gesamten Zeit vielleicht 3x möglich. Sie wurde auch schnell zickig wenn ich sie dahingehend motivieren wollte. Gleichzeitig war sie nach einer Zeit super eifersüchtig, wenn ich Projektarbeiten oder Kurse mit Frauen belegte, unabhängig davon dass diese durch Losverfahren oder Zufall zustanden kamen. Auch Geburtstage habe ich teilweise zähneknirschend abgesagt weil ihr die Gastgeberin nicht gepasst hat. Ich wusste damals schon dass das alles toxisch ist aber ich habe versucht Verständnis aufzubringen, da ich um ihre schlechten Erfahrungen mit Männern wusste. Wir haben uns wegen sowas trotzdem oft gestritten. Sie hatte generell extreme Verlustängste und hat mich nahezu während jedes Streits gefragt ob ich sie überhaupt noch liebe, etc. Sie meinte auch oft dass sie Angst hat sollten wir uns eines Tages trennen ich sofort eine neue Partnerin finden würde. Ende Januar diesen Jahres hat sie dann plötzlich über Nacht Schluss gemacht. Ich hatte schon ein paar Wochen vorher gemerkt dass sie vermehrt mit Onlinebekanntschaften zockt. Das war für mich aber null Problem, ich habe mich sogar für sie gefreut dass sie während ich in der Uni bin Leute hat mit denen sie Zeit verbringt, auch wenn es "nur" online ist. Bei unserem letzten Treffen war sie aber so dermaßen desinteressiert an mir und nur auf ihr Onlinegame fokussiert dass ich gemerkt habe dass etwas nicht stimmt. Darauf angesprochen meinte sie natürlich es sei nichts. Meine Vorschläge den Tag gemeinsam bei einem Film oder unserer Serie zu verbringen lehnte sie ab. Ich bin dann Abends nach Hause und am nächsten Tag hatte ich dann eine WhatsApp drauf dass sie eine Pause möchte. Einen Tag später hieß es dann doch keine Pause sondern Trennung. Ich war total baff und wusste nicht wie mir geschieht. Telefonieren wollte sie nicht, also dachte ich ich gebe ihr ein paar Tage Zeit. Nach circa zwei Woche habe ich dann aber mitbekommen, dass sie bereits einen neuen Partner hat. Einen ihrer Zockerkumpels. Dieser kommt aus NRW und ist wohl extra für sie nach Berlin gekommen. Plötzlich postete sie Bilder mit ihm von draußen und ich glaube sie war sogar bei ihm in der Heimat. Sprich ich habe eineinhalb Jahre auf fast alles was eine Beziehung ausmacht verzichtet, mir jede Verlustangstpsychose von ihr gegeben nur um am Ende durch jemandem ersetzt zu werden, mit dem sie plötzlich Sachen macht die mit mir nicht möglich waren. Ich verstehe es einfach nicht und fühle mir immer noch so vor den Kopf gestoßen. Natürlich habe ich meine Sachen bei ihr abgeholt und sie direkt überall blockiert. Nicht als Statement sondern einfach aus Selbstschutz. Seitdem versuche ich damit klar zu kommen was passiert ist. Ich habe wirklich dermaßen viel Zeit, Energie und Liebe in unsere Beziehung gesteckt, dass ich mich seit der Trennung einfach total leer fühle. Ich meine, dass man nach dem Ende einer Beziehung neue Wege einschlägt, Dinge ausprobiert etc. ist ja total normal, aber dass eine Krankheit plötzlich weg sein soll bzw. man urplötzlich gelernt hat damit doch umzugehen halte ich für ausgeschlossen. Da stelle ich mir schon die Frage ob ich nicht die ganze Zeit bewusst als Helferlein ausgenutzt wurde. Ich kann bzw. will es mir eigentlich nicht vorstellen aber ich weiß echt nicht mehr was ich glauben soll. Hat jemand von euch solch krasse Wesensveränderungen nach einer Trennung schon mal erlebt? Falls ja, wie seid ihr damit umgegangen?
Wenn es jemand bis hierher geschafft hat ganz liebes Dankeschön! ❤
Es tut irgendwie total gut dass man so runterzuschreiben auch wenn es natürlich nur ein Bruchteil dessen ist was ich am liebsten erzählen würde.
LG euch allen! ❤