Zitat von Lancuks: Darf ich fragen, ob du ähnliches erlebt hast?
Hier sind heftigere Fälle unterwegs, da hatte ich Glück, oder unbewusst in Schach halten können.
Sie hatte früher Egotrips gefahren, das hab ich als normal eingestuft. Kann mal vorkommen nach einem Streit.
Würde auch jetzt nur von einer Art Störung ausgehen. Wir hatten früher schöne Rituale die von ihr geändert wurden, mit einer Erklärung von "Top Dog" in der Hundepsychologie. Da kommt dir einfach ein Fragezeichen auf.
Sie hat die Angewohnheit jeden als ihren Lakai zu behanden und sieht sich selbst als Mittelpunkt.
Das war anfangs weniger der Fall, das ist z.B. in den letzten 2-3 Jahren entstanden.
Sowas hab ich mal früher als Allüren eingestuft, da gab es mal einen Vorfall wo ein Bekannter sich darüber aufgeregt hatte wie Sie ihn beruflich bezeichnet hätte. Seitdem von ihm nie wieder was gehört.
Ok, das war auch ein Teil ihrer Vergangenheit, der geht mich da nun nicht wirklich was an.
Inwiefern Sie schon damals bei anderen über mich hergezogen ist, weiß ich nicht. Gab mal den einen oder anderen irritierenden Moment. Wieder dieses Fragezeichen im Kopf.
Sie hatte über einen gemeinsamen Bekannten komplett hergezogen, was er alles nicht gemacht hätte und hätte machen sollen und das kann ja alles nicht so sein. Ein deutliches Fragezeichen!
Es fing auch allmählich damit an, das Sie Sachen plötzlich nicht mehr machen könne. Diese Liste wurde immer länger und hatte gesundheitlich medizinische Begründungen.
Aufräumen war grundsätzlich bei ihr ein Thema, das ging seit dem Zusammenzug schon so, auch ausmisten wurde von ihr blockiert. Sie könne nicht mehr Kochen, Geschirrspüler ein/ausräumen, ihr Kleidung weglegen etc/pp.
Lag von mir was auf dem Tisch rum, hat Sie mich sofort angezählt.
Sie war über 2 Jahre Krank und Arbeitslos und hatte keinerlei Motivation gehabt dies zu ändern. Diagnose Burnout. Damals hab ich ihr das geglaubt und auch Ernst genommen, danach fingen langsam Zweifel an. Ich sollte Sie zur Reha fahren und verschweigen das Sie dorthin geht. Mittlerweile Leute kennengelernt, die sprechen offen aus das sie eine Reha bekommen und sind erleichtert darüber.
Mir ist an mir selbst aufgefallen, daß ich langsam anfing mich zurückzuziehen.
Seit Jahren hat Sie Streit mit ihrer Familie, das geht auch ab und an vor Gericht. War teilweise ein Wochenendfüllendes Programm und draußen schönes Wetter.
Später hatte Sie eine neue Arbeit angefangen und da fingen ihre Verhaltensveränderungen an. Hab diese anfangs sogar als positiv wahrgenommen. Bis auf die letzten 2 Monate, da gab es Momente wo ich für Sie alles erledigen sollte und mit sie direkten Abwertungen angefangen hatte.
Beim gedanklichen Aufarbeiten, ist mir auch aufgefallen das ich eigene Baustellen komplett übersehen hab. Hatte angefangen mich beruflich zu vergraben und das in der Firma auch einiges schief läuft. Auch habe ich berufliches mit privatem daheim zu sehr vermischt.
Ich gehe davon aus, das jeder ein gesundes Maß an Egoismus braucht, sonst macht das Leben keinen Spaß.
Ab wann es krankhaft wird, kann ich schwer einschätzen. Dazu müsste Sie sich zu einem Therapeuten begeben und auch das wäre ihre Entscheidung.
Irgendwann kam der Cut wo ich der Hoffnung auf eine Zukunft mit Ihr keine Chance mehr geben durfte.